Aminoazidurie

Aminoazidurie (aminoaciduria; engl. amino acid – die Aminosäure + griech. uron – der Urin; das Synonym: die Hyperaminoazidurie) – vermehrte Ausscheidung einer oder mehrerer Aminosäuren mit dem Urin oder das Vorhandensein im Urin von Stoffwechselprodukten, die in der Norm nicht enthalten sind.

Ausscheiden ab:

  • Familiäre gutartige Aminoazidurie (aminoaciduria benigna familiaris) – eine erbliche Aminoazidurie, die aufgrund eines Defekts bei der Reabsorption der Aminosäuren im Nierenkanälchen entsteht; die Krankheit wird meist nach dem dominanten Typ vererbt.
  • Erbliche Aminoazidurie (aminoaciduria hereditaria) – der allgemeine Name für Störungen des Aminosäurestoffwechsels, die mit genetischen Ursachen verbunden sind und zur Entwicklung einer Aminoazidurie führen;
  • Beschleunigungsbelastungs-Aminoazidurie (das Synonym: vorrenale Aminoazidurie) – entsteht durch eine genetisch bedingte Erhöhung der Aminosäurekonzentration im Blut, verläuft ohne Defekt bei der Reabsorption im Nierenkanälchen oder tritt erneut auf bei Erkrankungen, die die Desaminierungsfunktion der Leber beeinträchtigen.
Ob Sie wissen:

Zahnärzte sind relativ kürzlich entstanden. Noch bis ins 19. Jahrhundert gehörten das Ausreißen kranzer Zähne zu den Aufgaben des gewöhnlichen Friseurs.


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