Amputation I

Amputation I (die Amputatio – das Abschneiden) – die chirurgische Operation nach dem Abschneiden eines Gliedmaße oder seines peripheren Bereichs mit der Kreuzung (Perkussionierung, Perpiration) der Knochen oder der Abtragung des Organs (der Milchdrüse, Uterus, des Gliedes).

Unterscheiden Sie folgende Arten der Amputation:

  • Subperiostale Amputation (Synonyme: Aperiostale Amputation, Bunge-Amputation) – das Abschneiden des Gewebes mit einer Knochenperpiration auf 10 mm distal zum Schnitt am Periost;
  • Sekundäre Amputation – die Gliedablösung nach einem Trauma, das schwere Komplikationen verursacht und das Leben bedroht hat.
  • Gilotinierende Amputation (guillotinierte Amputation) – das kreisförmige Abschneiden des Gewebes von der Kreuzung bis zum Knochen, gefolgt sofort durch die Abtragung des Knochens auf diesem Niveau;
  • Osteoplastische Amputation – eine Amputation, bei der das Periost des Knochens mit einem Knochenautotransplantat zur Bildung eines Stützkulturns überdeckt wird.
  • Zirkuläre Amputation – eine schichtweise kreisförmig ausgeführte Amputation, bei der die Muskeln des Gliedmaßes proximal durch einen Hautschnitt überquert werden und das Knochenende an der Stelle der Muskelkreuzung abgesägt wird.
  • Konturierende Amputation – eine Amputation mit Aushaben von 1 bis 2 Haut-Muskelflecken sowie dem Knochen in seiner Grundkontur; die Abschnitte erfolgen unter Berücksichtigung, dass das Gewebe auf der weniger belasteten Seite kultiviert werden soll.
  • Hochstehende Gebärmutter (Uteri alta) – Entfernung des Gebärmutterkörpers unter Erhalt ihres unteren Abschnitts;
  • Über die Scheide hochliegende Gebärmutter (Uteri supravaginalis) – Entfernung des Gebärmutterkörpers bei Erhaltung der distalen Bereiche der Vagina;
  • Primäre Amputation (amputatio primaria) – Abtragung des Gliedes nach dem Trauma aufgrund der Schwere der Verletzung;
  • Primärtransport-Amputation (amputatio primaria transportis) – Abtragung des Gliedes, die bei offener Lebensunfähigkeit durch Anlegen von Weichgewebeflicken erfolgt;
  • Oberarm-Amputation (hist.: subperiostalis) – Abtragung des Knochens an der Stelle, wo er die Haut überkreuzt, mit anschließender Anfertigung einer proximalen Knochenmanschette zur Überdeckung;
  • Spätamputation (tarda) – Amputation aufgrund unüberwindbarer Folgen von Erkrankung oder Trauma, wodurch das Glied funktionell untauglich und für den Patienten belastend geworden ist;
  • Teilamputation – Abtragung nur medialer, mittlerer oder lateraler Bereiche des Fußes bzw. der Hand inklusive der entsprechenden Finger;
Ob Dass Sie das wissen:

Während des Niesens kommt unser Organismus vollständig zur Ruhe. Selbst das Herz bleibt kurzzeitig stehen.


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