Angina

Angina (Tonsillitis) – eine akute Infektionskrankheit, die durch Staphylokokken oder in seltenen Fällen durch Streptokokken sowie andere Mikroorganismen hervorgerufen wird; charakteristisch sind entzündliche Veränderungen im lymphoiden Gewebe des Rachens, vorzugsweise an den Mandeln, begleitet von mäßiger Allgemeintoxikation und Schluckbeschwerden.

Unterteilen Sie die folgenden Formen der Angina:

  • Alimentär (alimentaria) – gekennzeichnet durch Infektion über den Nahrungsweg; beispielsweise wird eine Streptokokken-Angina beobachtet, wenn der Erreger durch Milch übertragen wird.
  • Laterale Tonsillitis (tonsillae laterales) – gekennzeichnet durch Hyperämie und Schwellung der Muskeln des weichen Gaumens; in einigen Fällen mit weißlichen Belägen oder eitrig entzündeten Follikeln; häufiger nach Tonsillektomie beobachtet.
  • Katarrale Angina (catarrhalis) – gekennzeichnet durch ausgeprägte Hyperämie der Mandeln, Schleim-Eiter-Exsudat auf der Oberfläche der Mandeln, Schwellung des weichen Gaumens und mäßige Reaktion der regionalen Lymphknoten; häufigste klinische Form.
  • Lakunäre Angina (lacunaris) – gekennzeichnet durch gelblich-weiße Beläge in den Lücken der Mandeln, die sich später als Filme zusammenziehen; diese Beläge können ohne Verletzung der Schleimhaut leicht entfernt werden.
  • Tubuläre Tonsillitis (tonsillae tubariae) – gekennzeichnet durch Infektion der Tuben-Mandeln, meist begleitend zur Adenoiditis; Komplikation in Form einer Mittelohrentzündung ist möglich, seltener eine Tubootitis.
  • Fibrinöse (fibrinosa; Synonyme: fibrinoso-plakative Angina, difteroidische Angina) – gekennzeichnet durch das Auftreten weißlich-gelber Beläge auf den Mandeln sowie eine regionale Lymphadenitis (klinische Form der Angina);
  • Follikuläre (follicularis) – gekennzeichnet durch die Eiterung der Mandelfollikel in Form von weißen Punkten mit Stecknadelkopf-Größe sowie einer regionalen Lymphadenitis (klinische Form der Angina);
  • Zungengrundtonsillitis (tonsillae lingualis) – gekennzeichnet durch Hyperämie und Schwellung des Zungengrundtonsils, in einigen Fällen durch punktuelle Beläge darauf, Sprachstörungen, eine Vergrößerung der submandibulären Lymphknoten sowie Schluckbeschwerden bei Zungenbewegungen und Druckempfindlichkeit beim Spatelieren.
Ob Folgendes ist zu beachten:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungendruck.


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