Bakteriämie

Bakteriämie (lat. bacteremia; bacteria – Bakterien + haima – Blut): Vorhandensein von Bakterien im menschlichen Blut, bezeichnet die Entwicklung einer Infektionskrankheit durch das Eindringen der Erreger ins Blut über biologische Barrieren.

  1. Radikuläre Bakteriämie (b. radialis): Nichtspezifische Bakteriämie bei Strahlungsinfektionen, bedingt durch Unterdrückung der Immunresistenz und erhöhte Durchlässigkeit der natürlichen Organismusbarrieren.
  2. Nichtspezifische Bakteriämie (b. nonspecifica): Wird durch bedingt pathogene Mikroorganismen hervorgerufen, die zur normalen Flora von Schleimhäuten, Haut und Darm gehören; sie entsteht bei Schwächung der Organismusresistenz, z. B. im Rahmen von Verbrennungs- und Strahlungsinfektionen sowie Leukämien.
Ob Wissen Sie das?

Im menschlichen Darm leben Millionen von Bakterien, die sich dort vermehren und wieder absterben. Sie sind nur bei starker Vergrößerung sichtbar; würden sie jedoch in einer gewöhnlichen Kaffeetasse zusammengetragen, wären sie kaum zu erkennen.


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