Schwangerschaft

Schwangerschaft (Graviditas): Der physiologische Prozess im weiblichen Organismus, bei dem sich aus dem befruchteten Ei die Frucht entwickelt, die zur Geburt befähigt ist; gleichzeitig kann die Bildung von zwei und mehr Früchten festgestellt werden.

Schwangerschaftsarten:

  • Ektopische Schwangerschaft (extrauterina; Synonyme: Ersatz-, nichtörtliche): Wird durch die Entwicklung des befruchteten Eies außerhalb der Gebärmutterhöhle charakterisiert.
  • Abdominale Ektopie (extrauterina abdominalis): Bei dieser Form findet die Einbettung des befruchteten Eies auf einem der Organe der Bauchhöhle (dem Netz, dem Darm) statt.
  • Tubare Ektopie (extrauterina tubaria): Das befruchtete Ei wird im Eileiter festgelegt.
  • Ampulläre Tubar-Ektopie (extrauterina tubaria ampullaris): Das befruchtete Ei dringt in den ampullären Bereich des Eileiters ein; es kommt zum medialen Bruch der Schwangerschaftshöhle mit weiterer Bildung einer Eileiterzyste oder zum intermittierenden Tubarabort.
  • Interstitielle Tubar-Ektopie (extrauterina tubaria interstitialis; Synonym: nichtörtliche Tubar-Schwangerschaft): Das befruchtete Ei wird in den Bereich des Eileiters implantiert, der in die Gebärmutterwand hineinragt; es kommt zum äußeren Bruch der Schwangerschaftshöhle.
  • Tuben-isthmische Schwangerschaft: Einbettung des befruchteten Eies in die Landenge des Eileiters mit intermittierendem Röhrenbruch.
  • Eierstockschwangerschaft: Einlagerung des befruchteten Eies im Eierstock.
  • Mehrlingsschwangerschaft (bigeminalis): Gleichzeitige Entwicklung von zwei Früchten in der Gebärmutterhöhle.
  • Übertragene Schwangerschaft (matura): Der Verlauf dauert durchschnittlich 40 Wochen, abgerechnet vom ersten Tag der letzten Menstruation. Dies entspricht der für eine geburtsreife Frucht geforderten Frist.
  • Immunologisch unvereinbare Schwangerschaft (Synonym: immunokonfliktäre Schwangerschaft): Der Verlauf ist durch Komplikationen in Form von Symptomen einer Immunreaktion des mütterlichen Organismus auf die Antigene der Frucht gekennzeichnet, beispielsweise bei Rhesusinkompatibilität zwischen Mutter und Fetus.
  • Mehrlingsschwangerschaft (multifetalis; Synonym: Pluraggravitas) – gleichzeitige Entwicklung von zwei oder mehr Früchten in der Gebärmutter;
  • Frühgeburt (praematura) – vorzeitige Geburt einer lebensfähigen Frucht zwischen der 28. und 37. Schwangerschaftswoche.
  • Normale Schwangerschaft (Synonym: physiologisch) – Verlauf ohne Komplikationen bis zur Entbindung eines gesunden, geburtsreifen Kindes;
  • Komplizierte Schwangerschaft (complicata) – Verlauf mit verschiedenen Komplikationen, bedingt durch Entwicklungsanomalien, extragenitale Erkrankungen sowie pathologische Zustände des Fortpflanzungssystems und Immunreaktionen u. a.
  • Rudimentäre Hornschwangerschaft: Einlagerung des befruchteten Eies in einem unvollständig entwickelten Gebärmutterhorn, häufig ohne Verbindung zur Scheide oder zur Gebärmutterhöhle; der Verlauf endet meist mit dem Bruch des Fruchthalters.
  • Zervikal (cervicalis): Hier findet die Einbettung und Entwicklung des befruchteten Eies in der Gebärmutter statt.
Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Ein regelmäßiger Sonnenbad-Besuch erhöht das Risiko für eine Erkrankung an Hautkrebs auf 60 %.


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