Natriumthiosulfat

Natriumthiosulfat Tiossulfat des Natriums – das Mittel für die Behandlung der Vergiftungen.

Der pharmakologische Effekt

Das Mittel wirkt entgiftend, antiseptisch und führt toxische Substanzen aus dem Körper; es bremst zudem allergische Reaktionen.

Die Darreichungsform

Es werden Pulver und Lösungen von Natriumthiosulfat hergestellt.

Angaben zur Anwendung

Natriumthiosulfat ist bei Vergiftungen mit Arsen, Schweinebandwurm, Quecksilber, Salzsäure, Brom sowie Jodsalzen wirksam.

Perorale und intravenöse Gabe von Natriumthiosulfat bei Allergien, Arthritis und Neuralgien.

Die topische Anwendung des Mittels ist bei der Krätze indiziert; der antiseptische Effekt wird durch die Spaltung in saurer Umgebung ermöglicht, wodurch schwefelhaltiges Anhydrid und Schwefel entstehen, was zum Absterben der Milben und ihrer Eier führt.

Natriumthiosulfat wird auch in der Gynäkologie zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, Tuberkulose sowie zur Entfernung von Zysten im Eierstock eingesetzt.

Kontraindikationen

Natriumthiosulfat ist gemäß den Anweisungen bei fütternden Frauen sowie bei Hypersensibilität kontraindiziert.

Die Anweisung zur Anwendung

Bei einer Vergiftung wird das Mittel nach 2–3 Gramm einmal in Form einer 10-%igen Lösung intravenös appliziert. Die genaue Dosierung hängt von der Schwere und dem Typ der Vergiftung ab.

Bei dieser Art der Vergiftung wird empfohlen, Natriumthiosulfat gemäß den Anweisungen mit Natriumhyposulfit und Natriumnitrit zu kombinieren. Zudem darf bei dieser Spezies der Vergiftung nicht gezögert werden; der Patient sollte 24–48 Stunden beobachtet werden. Sollten sich in diesem Zeitraum die Symptome der Intoxikation wiederholen, wird das Präparat erneut verabreicht, jedoch mit halber Dosierung.

Zur Behandlung von Krätze wird das Mittel als 60-%ige Lösung eingerieben: Die Lösung wird nacheinander an den linken und rechten Händen, dem Rumpf sowie den linken und rechten Beinen massiert. Das gesamte Verfahren dauert 10–15 Minuten; danach erfolgt eine Pause bis zum Austrocknen der Haut und der Bildung von Kristallen. Anschließend wird das Präparat erneut in derselben Reihenfolge eingerieben; nach dem Trocknen werden daraufhin 6-%ige Salzsäure in gleicher Reihenfolge und mit gleicher Dauer auf die Haut aufgetragen. Das Waschen des Patienten ist während der Behandlung für drei Tage nach dem Einreiben erlaubt.

Natriumthiosulfatlösung Ins Natrium tiossulfat verwenden und für die Säuberung des Organismus, insbesondere der Lymphe und des Blutes. Dazu ist nötig es während 10 Tage nach einer Ampulle des Präparates, die im Glas des Wassers nach solchem Schema getrennt ist zu übernehmen:

  • Am Morgen wird eine halbe Stunde bis zur Stunde vor dem Frühstück mit 0,5 Gläsern der Lösung eingenommen.
  • Abends sollte man über eine halbe Stunde bis zum Abendessen warten oder das Glas in zwei Stunden nach dem Essen vollständig austrinken.

Am Morgen kann nach der Einnahme des Mittels eine leichte Magenverstimmung auftreten; während der 10-tägigen Anwendung ist es ratsam, auf Fleisch und Milch zu verzichten und viel Alkohol zu trinken. Zitrusfruchtsäfte, die mit Wasser verdünnt werden, sind in dieser Zeit besonders nützlich. Das Ergebnis dieser Reinigung: Verbesserung des Hautzustands, der Nägel und Haare sowie der Arbeitsfähigkeit, leichte Gewichtsabnahme; Nervosität und Allergien verschwinden, zudem wird das Zustand der Patientinnen mit Psoriasis wesentlich erleichtert.

Natriumthiosulfat wird in der Gynäkologie selten als eigenständiges therapeutisches Mittel eingesetzt. Bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit, die durch fehlende Ovulation verursacht ist, kombiniert man die intravenöse Verabreichung des Präparats mit Plasmaferese-Sitzungen, intramuskulären Injektionen von Actovegin und der Transumlaufelektrophorese mit Nikotinsäure. Nach dieser Behandlung wird eine Unterbrechung der Stoffwechselprozesse, die die fehlende Ovulation verursachen, beobachtet.

Bei der Entdeckung von Zysten in den Eierstöcken kombiniert man zur Beseitigung das Mittel mit Diclofenac, Dimefoxid und der Wischnewski-Salbe.

Für die Behandlung von Tuberkulose in der Gynäkologie wird Natriumthiosulfat in die nicht-spezifische Therapie aufgenommen: Die Behandlung erfolgt unter Verwendung von Enzympräparaten (Lidase oder Ronidase) sowie Antioxidantien – des Anti-Sterilitäts-Vitamins und einer Lösung aus Natriumthiosulfat –, die intravenös nach 10 ml mit einem Intervall von einem oder mehreren Tagen verabreicht werden. Insgesamt führen für die Kur 40 bis 50 Injektionen des Präparats durch.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Natriumthiosulfat kann bei Überempfindlichkeit Allergien auslösen.

Ob Sie sollten wissen:

Selbst wenn das menschliche Herz nicht schlägt, kann eine Person über einen langen Zeitraum weiterleben; dies demonstrierte der norwegische Fischer Jan Rødsdal. Sein „Motor" blieb für vier Stunden stehen, nachdem sich der Fischer geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


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