Nonkonformismus

Nonkonformismus – Ablehnung von Normen, Werten und Zielen Unter Nonkonformismus versteht man die Ablehnung etablierter Normen und Regeln einer Gruppe oder der Gesellschaft sowie das Vorgehen nach eigenständiger Vision. Der Mensch wählt seinen eigenen Weg, anstatt den Vorgaben zu folgen, die ihm die Menge diktiert.

Beispiele für Nonkonformismus finden sich in verschiedenen Lebensbereichen wie Politik, Kultur, Kunst und Wissenschaft. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um herausragende Persönlichkeiten (Prominente und Gelehrte), die ihre Zeit überholt hatten und daher von der Gesellschaft abgelehnt wurden (zum Beispiel Galileo Galilei, Giordano Bruno u.a.).

Unter Nonkonformismus versteht man die Ablehnung etablierter Normen und Regeln einer Gruppe oder der Gesellschaft sowie das Vorgehen nach eigenständiger Vision. Der Mensch wählt seinen eigenen Weg, anstatt den Vorgaben zu folgen.

Nach dieser populären philosophischen Theorie unterscheidet man zwei Arten:

  • Unter Nonkonformismus versteht man die Ablehnung etablierter Normen und Regeln einer Gruppe oder der Gesellschaft sowie das Vorgehen nach eigenständiger Vision. Der Mensch wählt seinen eigenen Weg, anstatt den Vorgaben zu folgen.
  • Nach dieser populären philosophischen Theorie unterscheidet man zwei Arten: den einfachen Nonkonformismus als Meinungsverschiedenheit und die Infragestellung dominanter gesellschaftlicher Normen sowie Werte; und den Zwangsnonkonformismus, bei dem der Gruppendruck das Individuum zwingt, von den Zielen und Erwartungen der Gesellschaft abzuweichen.

Bezieht man den Gesamtkontext in Betracht, so sind Protest und Meinungsverschiedenheit dem Menschen nach Definition eigen; gerade diese impulsiven Faktoren trieben mehrfach die Entwicklung und den Fortschritt in der Geschichte der Menschheit voran. Einige Evolutionisten erkennen an, dass der "Urnonkonformismus", der sich in der Negation tierischer Prinzipien ausprägte, ein bestimmender Faktor der Anthropogenese wurde. Die Parias, Rebellen und Abenteurer waren nach Meinung der Forscher die Initiator der Revolution des Menschen.

Je nach Komplexität der sozialen Organisation wird die Rolle solcher "Emporkömmlinge" immer mehrdeutiger. Ein beliebiges System strebt bei seiner Vervollkommnung an, den Protest auszuschließen; wobei je komplexer es ist, desto mehr Möglichkeiten dazu bestehen. Jedoch bleiben nonkonformistische Elemente nicht im Saldo und gehen immer öfter auf extremistische, außerordentlich destruktive Positionen über.

Diese untereinander verbundenen Prozesse werden in der modernen Welt deutlich verfolgt: Die Unterdrückung wird planmäßig als 'Nicht-Einverstanden' in eine linke politische Nische überführt, während dem Protest eine antigosudarstwennitscheskaja (antestaatliche) und sogar unsoziale Ausrichtung zugeschrieben wird.

Die Ideologie des Nonkonformismus

Dem Nonkonformismus liegt zwingend eine bestimmte Ideologie zugrunde; sie kann soziale, philosophische, wertmäßige und manchmal auch religiöse Aspekte umfassen. Versuchen die Erscheinungsformen des Protests, sich ausschließlich auf soziale physische Elementarreaktionen zu beziehen, so wird der letzte Aspekt oft außer Sicht geraten.

Beispielsweise erheben unterdrückte Massen, die in solchen Bedingungen nicht mehr leben können, Widerstand gegen das System und den Unterdrücker; tatsächlich ist dies ein Beispiel für Nonkonformismus. Doch ein Aufstehen allein aufgrund schlechter Lebensbedingungen ist nach der Definition ausgeschlossen. Damit ein Aufstand erfolgreich war, muss man eine Ideologie mit einem bestimmten System von Begründungen besitzen; reine Unlust, in solchem Zustand zu leben, reicht nicht aus. Die Weltanschauung, die hinter dem Ungehorsam und Protest steht, ist ein ontologischer Faktor des Nonkonformismus.

Beliebte Formen des sozialen Protests – von den altersgemäßen Aufständen der Sklaven bis zu politischen Revolutionen der Gegenwart – sind Beispiele für Nonkonformismus und fallen in dessen Bereich.

Der Nonkonformismus in der Kunst

Die Selbstständigkeit des Denkens sowie die Idee der 'Nissoglaschtschestwa' (Nicht-Einverstandensein) manifestieren sich nicht nur in der politischen Ordnung der Gesellschaft; die Epoche von 1960 bis 1980 im 20. Jahrhundert war vom Nonkonformismus in der Kunst durchtränkt – eine eigentümliche paradoxe Reflexion der geistigen und öffentlichen Situation jener Jahre in Malerei, Literatur, Musik, Theater und Kino.

Hauptpostulate der Philosophie des Nonkonformismus In der Sowjetunion wurde das inoffizielle Schaffen, wie etwa der Formalismus, verfolgt. Die Künstler bevorzugten die Form vor dem Inhalt; ihre Bildung war völlig selbstständig und frei. Der Mut war dabei nicht nur schöpferisch, sondern auch menschlich. Vermutlich hat gerade dies bewirkt, dass sich der Nonkonformismus in der Kunst als so populär und interessant erwiesen hat – ein Bild, das unter Androhung des Todes entstand und dem Zuschauer innere Anstrengung abverlangt.

Die eigenartige Vielfalt künstlerischer Manieren und Stile, die den Nonkonformismus auszeichnet, ist auf einzigartige hellenische Persönlichkeiten und starke Individualitäten in der Kunstgeschichte zurückzuführen.

Oft werden Nonkonformisten als Oppositionelle bezeichnet, da sie Regeln nicht gedankenlos einhalten und versuchen, gegen diese zu rebellieren; jedoch darf man sie nicht mit Nihilisten verwechseln, die allen Autoritäten ablehnen sowie Moralnormen und kulturelle Werte ablehnen. In jedem Beispiel des Nonkonformismus präsentiert der Autor seine eigene Vision; Nonkonformisten verneinen übernommene Normen nicht, sondern äußern lediglich eine alternative Meinung in diesem Kontext.

Ob Sie wissen das:

Das menschliche Blut „läuft" durch die Gefäße unter hohem Druck; bei deren Versagen kann es bis zu zehn Meter weit spritzen.


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