Amenorrhö

Unter dem Begriff 'Amenorrhö' versteht man das Fehlen der monatlichen Blutungen, also der Menstruation. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Syndrom, das für viele verschiedene Zustände charakteristisch ist; dies betrifft sowohl den weiblichen Sexualbereich als auch einige allgemeine Bereiche. Zudem kann die Amenorrhö physiologisch auftreten, das heißt normal für einen bestimmten Lebensabschnitt der Frau. Dazu zählen die Altersamenorrhö (bei Mädchen im präpubertären Alter und bei Frauen in der Menopause), die Schwangerschaftsamenorrhö sowie die Stillamenorrhö.

Ursachen der Amenorrhö

Ursachen der Amenorrhoe

Der Eintritt der Menstruation wird durch einen neurohumoralen Mechanismus reguliert, der von Gehirn, Nervensystem und Hormonen gesteuert wird. Eine Störung in einer dieser Phasen kann eine Ursache für die Amenorrhö darstellen. Auch physiologische Prozesse im weiblichen Organismus, die keine Abweichungen vom Normalzustand sind, gelten als Gründe. Eine weitere Ursachengruppe stellt anatomische Defekte dar, die angeboren oder erworben sein können.

Alle Ursachen der Amenorrhö lassen sich in primäre und sekundäre Formen unterteilen.

Die primäre Amenorrhö ist definiert als das Fehlen der ersten Menstruation bis zum erreichten Alter. Die sekundäre Amenorrhö bezeichnet den Ausfall bereits etablierter Zyklusfunktionen.

Zu den Ursachen der primären Amenorrhö gehören...

  • Anatomische Ursachen der Amenorrhö: Verzögerung der Entwicklung des Sexualsystems sowie Anomalien im Aufbau der äußeren Geschlechtsorgane (dazu zählt die sogenannte falsche Amenorrhö, bei der Sekrete gebildet werden, jedoch aufgrund von Verwachsungen am Hymen oder in der Scheide nicht austreten können).
  • Genetische oder erbliche Ursachen der Amenorrhö, verursacht durch Anomalien in der Entwicklung der inneren Geschlechtsorgane infolge erblicher Erkrankungen (z. B. das Turner-Syndrom, das Kallmann-Syndrom, das Syndrom der feminisierenden Hoden) oder anderer intrauteriner Entwicklungsstörungen.
  • Physiologische Ursachen der Amenorrhö: Das Fehlen von Menstruationen bis zum Einsetzen der Pubertät stellt einen normalen physiologischen Zustand dar.

Eine erneute Aussetzung des Zyklus kann durch folgende Faktoren ausgelöst werden:

  • Psychosoziale Ursachen der Amenorrhö:
  • Physische Überlastungen: Schwere körperliche Belastung oder exzessive sportliche Aktivität können als Auslöser für eine Amenorrhö wirken.
  • Hypophysäre Funktionsstörungen, die meist durch einen Tumor im Hypophysenvorderlappen verursacht werden;
  • Langdauernde entzündliche Erkrankungen der Gebärmutteranhänge (chronische Adnexitis);
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS);
  • Umwandlung des normalen Eierstockgewebes in eine narben- oder fibroseartige Struktur infolge einer vorangegangenen Adnexitis;
  • Eierstock- und Eileitertumore
  • Endokrine Störungen
  • Stoffwechselstörungen des Fettgewebes: Adipositas oder im Gegenzug eine kritische Verminderung des Fettgewebes, die für den normalen Östrogenaustausch notwendig ist

Diagnostik der Amenorrhö

Diagnose und Symptome der Amenorrhoe

Die Diagnose einer pathologischen Amenorrhö wird gestellt, wenn nach Eintritt des geschlechtsreifen Alters keine Menstruation eintritt (primäre Amenorrhö) oder wenn die Unterbrechungsdauer mehr als sechs Monate beträgt (sekundäre Amenorrhö)

Die diagnostischen Maßnahmen dienen der Klärung der Ursache der Abweichung; je nach Form (primäre oder sekundäre Amenorrhö) bestehen dabei einige Unterschiede

Bei primärer Amenorrhö ist eine Karyotypisierung – die genetische Diagnostik – zwingend erforderlich, um den Chromosomensatz zu untersuchen. Es wird eine Familienanamnese erhoben, um mögliche erbliche Veranlagungen aufzuspüren. Zudem werden Ultraschalluntersuchungen der Beckenorgane, gynäkologische Untersuchungen sowie die Bestimmung des Hormonstatus in der Dynamik durchgeführt. Je nach festgestellten Abweichungen können weitere zusätzliche Untersuchungen angeordnet werden

Die Diagnostik der sekundären Amenorrhö umfasst die gynäkologische Untersuchung, Ultraschalluntersuchungen (einschließlich transvaginal), Blut- und Urintests, bakteriologische Kultur von Scheidenabsonderungen, hormonelle Diagnostik sowie immunologische Untersuchungen. Bei Verdacht auf einen Tumorprozess werden Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt

Therapie der Amenorrhö

Das therapeutische Vorgehen bei Amenorrhö zielt auf die Beseitigung der zugrundeliegenden Ursache ab. Das allgemeine Behandlungsschema lautet wie folgt:

  • Bei Amenorrhö aufgrund hormoneller Insuffizienz wird die zugrundeliegende Ursache behandelt; ist eine Beseitigung nicht möglich, erfolgt eine Hormonersatztherapie zur Korrektur des Defizits.
  • Die Therapie einer durch gynäkologische Entzündungen bedingten Amenorrhö umfasst antiphlogistische Maßnahmen. Gegebenenfalls ist ein chirurgischer Eingriff notwendig (zur Entfernung von Adhäsionen oder zur Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit).
  • Die Behandlung einer auf psycho-emotionale Faktoren zurückzuführenden Amenorrhö setzt die Korrektur des neurologischen Status voraus: Es werden milde Beruhigungsmittel verschrieben, Entspannungstechniken angewendet; eine notwendige Voraussetzung ist die Normalisierung von Erholungs- und Aktivitätsregimen, gelegentlich wird ein Arbeitsplatzwechsel empfohlen.

Die wichtigste Bedingung für den erfolgreichen Behandlungserfolg der Amenorrhö in jeder Form ist die umfassende Normalisierung des Lebensstils: Es ist erforderlich, ein Gesundheitsverhalten zu pflegen, das eine ausreichende, jedoch nicht übermäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung umfasst.

Die Behandlung der Amenorrhö mit Volksheilmitteln.

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Eine Therapie der Amenorrhö mittels Volksheilmitteln kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Ausfallerscheinung auf entzündliche Prozesse oder psycho-emotionale Faktoren zurückzuführen ist; bei allen anderen Formen einer Regelstörung ist eine Korrektur ausschließlich durch einen qualifizierten ärztlichen Eingriff möglich.

Zur Beseitigung entzündlicher Ursachen der Amenorrhö werden Volksheilmittel in Form von medizinischen Kräutern als Auszüge und Aufgüsse eingesetzt oder lokal in Form von Bädern und Spülungen verwendet; alternativ dienen sie zur allgemeinen Stärkung des Organismus als Tees. Als antiphlogistische Mittel kommen Auszüge und Aufgüsse aus Kalmus, Eukalyptus, Schafgarbe, Sauerampfer, Wundkräuter, Mutter-und-Stiefmutter, Salbei sowie Kamillen-Apotheken-Kräutern zum Einsatz. Zur allgemeinen Stärkung werden Saft der Aloe, Wundkräuter und duftende Ringelblume verwendet; zudem dienen Honig und andere Produkte der Bienenzucht (Blütenstaub, Bienenmilch) als allgemein stärkende und immunstimulierende Volksheilmittel bei Amenorrhoe.

Bei Vorliegen psycho-emotionaler Ursachen der Amenorrhö werden Volksheilmittel als milde Beruhigungsmittel eingesetzt: Es handelt sich um Tinkturen oder Tees aus Baldrian, Zitronenmelisse, Pfefferminze und Hopfen.

Vor der Anwendung von Volksheilmitteln zur Behandlung der Amenorrhö ist eine ärztliche Konsultation unerlässlich, um eine fundierte Diagnostik durchzuführen und die Abwesenheit allergischer Reaktionen auf die eingesetzten Mittel sicherzustellen.

Ob Bitte beachten Sie:

Früher wurde die Auffassung vertreten, dass Schlaf den Organismus mit Sauerstoff anreichert; diese Meinung wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Schlafen das Gehirn kühlt und seine Arbeitsfähigkeit verbessert.


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