Atektase

Atelektase – Lungenpathologie Unter Atektase versteht man den pathologischen Zustand, bei dem ein Verlust der Lungenbelüftung in einem Bereich (Segment oder Lappen) oder der gesamten Lunge auftritt. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet 'unvollständige Ausdehnung'.

Atektasen können angeboren sein oder als erworbene Erkrankung auftreten. Die erworbenen Formen werden in Kompressions- und Obstruktionsatelektase unterteilt.

Eine Ursache für die Entstehung einer Kompressionsatelektase ist eine von außen erfolgende Kompression der Bronchien. Die Obstruktionsatelektase entwickelt sich infolge einer Verlegung des bronchialen Lumens.

Ätiologie und Pathogenese der Lungenatelektase

Für die Entstehung einer Atelektase kommen folgende Ursachen in Frage:

  • Pathologie der medialen Bronchialschleimhaut: Dysplasie, Bronchomalazie, Ödem oder Tumor.
  • Eine Erhöhung der Oberflächenspannung an den Alveolenwänden kann verursacht werden durch ein Lungenödem (kardiogen und nekardio-gen), infektiöse Prozesse oder einen Mangel an Surfactant.
  • Die Obstruktion des Bronchuslumens durch Fremdkörper, verkäste Massen bei Tuberkulose, Schleim oder Tumoren der Schleimhaut.
  • Einfall der Lunge und/oder der Atemwege, bedingt durch verschiedene extrinsische Faktoren wie Tumore des Mediastinums, Lymphadenopathie, Anomalien der Entwicklung großer Blutgefäße oder Hypertrophie des Herzmuskels.
  • Erhöhung des intrapleuralen Drucks in den Höhlen infolge von Hämorthorax, Hydrothorax, Empyem oder Pneumothorax.
  • Verletzung der normalen Exkursion des Brustkorbes durch allgemeine Anästhesie, Lähmung des Zwerchfellnervs, neuro-muskuläre Erkrankungen oder Skoliose;
  • Massive akute Lungenatelektase als Komplikation nach Operationen infolge langdauernder Unbeweglichkeit des Patienten, Überdosierung von Sauerstoff in der Atemmischung, Anwendung großer Dosen Beruhigungsmittel und Opiaten sowie gefäßverengender Mittel oder Hypothermie.

Risikofaktoren für die Entwicklung einer Lungenatelektase sind Fettstoffwechselstörungen sowie Rauchen. Zudem tritt diese Erkrankung häufiger bei Patienten mit Bronchialasthma und Mukoviszidose auf.

Pathomorphologie der Erkrankungen

Ein unzureichender Luftzufluss führt zu einem Gewebssauerstoffmangel im betroffenen Bereich des Lungengewebes. Dies bewirkt, dass der mediale Alveolenraum durch Transsudat (Exsudat), Schleim von Epithelzellen und Bronchialsekret ausgefüllt wird. In der betroffenen Zone entstehen sehr schnell infektiöse Prozesse, die zur Entwicklung einer Fibrose sowie zum Entstehen von Bronchiektasien führen.

Klinikbild der Atelektase

Das klinische Bild der Atelektase hängt vom Charakter des zugrundeliegenden Prozesses ab, der zur Entstehung der Erkrankung geführt hat. So lassen sich bei einer obstruktiven Atelektose meist mühelos Merkmale einer Lungenobstruktion erkennen, während bei kompressiver Atelektose die Mehrheit der Patienten Symptome eines Lungentumors oder eines Mediastinaltumors aufweist.

Umfassende Atelektasen werden begleitet von Störungen von Frequenz und Charakter der Atmung, dem Auftreten einer Tachykardie sowie einer zyanotischen (bläulichen) Färbung der Hautdecken.

Über dem Bereich der Atelektase ist es häufig, in 1–2 Segmenten die geschwächte Atmung und das perkutane Auffangen des verkürzten Klangs zu erkennen.

Bei der Durchführung radiologischer Untersuchungen zeigen sich auf den Röntgenaufnahmen Schatten mit deutlichen konkaven Grenzen. Bei der Bronchoskopie bei Patienten mit Lungenatelektase kann man das Symptom von Jakobson-Gelznecht (ringförmige Abschnürungen des Schattens des Mediastinums, seitwärts gerichtete Infarkte) feststellen.

Verlauf und Prognose

Bei Aufrechterhaltung der Ursache, die zur Entwicklung der Atelektase führte, verläuft die Erkrankung chronisch. Wird ein entzündlicher Prozess hinzugefügt, entwickelt sich eine Lungenentzündung. Persistiert der Bereich der Lungenatelektase, so bildet sich nach etwa einem halben Jahr eine Pneumosklerose, gefolgt von einer langdauernden Lungenentzündung.

Behandlung der Atelektase

Die Therapie der Lungenatelektase soll primär auf die Beseitigung der Ursache ihrer Entstehung gerichtet sein. Bei obstruktiver Atelektase wird eine Bronchoskopie durchgeführt, um Fremdkörper oder verkäste Massen aus dem Bronchuslumen zu entfernen. Nach Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Bronchus erfolgt die Resolution der Atelektase.

Behandlung der Atelektasen: Die Therapie hängt von der Genese ab. Bei einer Atelektase durch Schleimprobleme erfolgt die Behandlung durch Methoden zur Beschleunigung der Bronchialreinigung (Stimulation des Hustens, Massage, posturale Drainage). Arten der Atelektase der Atelektasen reflektornogo der Genese oder verbunden mit der Obliteration des Lichtstreifens der Bronchien vom Schleim besteht in der Anwendung der Methoden der der Säuberung beschleunigenden Bronchien (die Stimulation des Hustens, die Massage, posturalnyj die Drainage).

Bei der Kompressionsatelektase, insbesondere in Fällen, die durch Tumore oder Lymphknotenschwellungen verursacht wurden, ist eine chirurgische Behandlung indiziert.

Bei schwerer Atelektase wird die Therapie oft zunächst durch eine kontrollierte Beatmung eingeleitet.

Atelektase beim Neugeborenen

Zu den Hauptursachen für die Verkleinerung des Lungengewebes und das Entstehen einer Atelektase bei Neugeborenen zählen eine verminderte Erregbarkeit des Atemzentrums sowie Unterentwicklung der Lungen- und Bronchialtextur, was insbesondere bei Frühgeborenen häufiger auftritt. Zudem können Verschlüsse der Atemwege durch Schleim, Blut oder Fruchtwasser die Ursache sein.

Das Krankheitsbild einer Atelektase beim Neugeborenen manifestiert sich klinisch durch Atemnot, Tachykardie und Zyanose.

In den meisten Fällen normalisieren sich die Bereiche mit unregelmäßigem Lungengewebe im Laufe der ersten Lebenswoche des Kindes selbstständig.

Die Prognose der Erkrankung verschlechtert sich erheblich bei Auftreten eines pulmonal-hämorrhagischen Syndroms, infektiös-entzündlicher Prozesse oder bei der Bildung hyaliner Membranen.

Ob Sind Sie sich dessen bewusst?

Bei regelmäßigem Sonnenbad erhöht sich das Risiko für eine Erkrankung an Hautkrebs um 60 %.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt