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Alzheimer-Krankheit

Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit wurde erstmals beschrieben und vom deutschen Psychiater Alois Alzheimer detailliert untersucht.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine häufige Form der Demenz, die vor allem bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr auftritt.

Die Krankheit zeichnet sich durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn sowie die Unfähigkeit zur Bildung neuer neuronaler Verbindungen aus; dies hat schwerwiegende Folgen für Gedächtnis, Intellekt des Patienten sowie Verhalten und Umweltwahrnehmung.

Symptome der Alzheimer-Krankheit

Die ersten Symptome der Alzheimer-Krankheit können bereits im Alter von 40 Jahren auftreten; doch wie viele Menschen entwickeln eine ausgeprägte Form? Die Krankheit schreitet fort: dabei treten die Merkmale nur intermittierend auf – einige erscheinen und wieder verschwinden.

Nach dem 65. Lebensjahr manifestiert sich die Krankheit deutlich, wodurch die ständigen Symptome der Alzheimer-Krankheit nicht nur das Leben des Patienten, sondern auch das seiner Angehörigen belastend beeinflussen.

Bei jedem Menschen können primäre Symptome der Alzheimer-Krankheit auftreten: Ein Mensch kann beim Blick in den Spiegel in den ersten Sekunden sein eigenes Gesicht nicht erkennen; bei anderen kann sich das Gedächtnis verschlechtern oder Vergangenheit und Gegenwart vermischt werden. Auf Basis dieser Symptome bestimmen die Nervenärzte das Stadium der Alzheimer-Krankheit.

In der Regel zeigen sich im ersten Stadium der Alzheimer-Krankheit keine wesentlichen Veränderungen von Bewusstsein und Verhalten; tiefe Gedächtnisstörungen lassen sich bei der medizinischen Überprüfung nicht feststellen, während sich Apathie gelegentlich äußert.

Die Symptome des zweiten Stadiums können mit gewöhnlichen Altersveränderungen verwechselt werden; dieses Stadium wird durch unbedeutende Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie Zerstreutheit charakterisiert, wobei ältere Menschen beispielsweise die Anordnung von Gegenständen im Heim vergessen können, was bei der medizinischen Untersuchung jedoch nicht zwingend auffällt.

Im dritten Stadiums zeigen sich bei einer ausführlichen medizinischen Besichtigung deutliche Abweichungen in Gedächtnis und Aufmerksamkeit; beim Patienten beginnen Schwierigkeiten im Sprachgebrauch, da Wörter vergessen oder durch sinnwidrige Begriffe ersetzt werden, es entstehen Defizite bei der Aufnahme und dem Behalten neuer Informationen. Die Patientin fühlt sich unterdrückt und verloren, wobei in dieser Phase das frühe Stadium der Alzheimer-Krankheit üblicherweise diagnostiziert wird.

Bei der medizinischen Untersuchung des Patienten im vierten Stadium treten ausgeprägte Störungen zutage: In der Gesellschaft zeigt die Patientin Verwirrung und Niedergeschlagenheit, sie weiß nicht mehr, wie in bestimmten Situationen zu handeln ist, verwechselt Ereignisse, kann keine Pläne erstellen oder über Finanzen verfügen.

Im fünften Stadium – mittlerer Schweregrad – wird zunehmend Hilfe benötigt, um elementare Funktionen auszuführen (beispielsweise das Anziehen entsprechend dem Wetter oder das richtige Knöpfen). Die medizinische Untersuchung zeigt, dass sich der Patient nicht mehr an wichtige biografische Details erinnern kann; zudem können Schwierigkeiten bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung entstehen.

Im sechsten Stadium wird die Persönlichkeit durch die Alzheimer-Krankheit zerstört. Beim Patienten treten verschiedene Zwänge, unbegründete Verdächtigungen und Befürchtungen auf; zudem werden Luftzug als Landstreicherei interpretiert. Es kommt zu Depressionen mit Aggressionsattacken sowie Halluzinationen. In dieser Phase ist eine Dauerpflege notwendig, doch selbst bei der Nutzung der Toilette können Schwierigkeiten auftreten. Der Patient erinnert sich zwar noch an Namen, sagt sie aber kaum oder nur isolierte Phrasen.

Das siebente Stadium – das letzte und äußerst schwere Stadium: Der Patient kann die Toilette nicht mehr benutzen; es kommt häufig zu Inkontinenz. Er spricht kaum noch, lächelt nicht mehr und ist unfähig, den Kopf zu halten. Oft liegt er, da er ohne fremde Hilfe weder gehen noch sitzen kann.

Ursachen der Alzheimer-Krankheit

Frauen sind bei der Alzheimer-Krankheit stärker gefährdet als Männer. Dies erklärt sich damit, dass die Lebenserwartung von Männern tendenziell niedriger ist und sie das Alter nicht erreichen, in dem die Krankheit typischerweise auftritt.

Früher bestand die Annahme, dass diese Krankheit vor allem bei Menschen mit geringem Bildungsstand auftritt. Dies ist teilweise zutreffend, da bei Personen mit niedrigem intellektuellen Niveau die Gehirnverbindungen schwächer ausgeprägt sind.

Man muss jedoch betonen, dass ein nicht hoher Intellekt allein noch kein entscheidendes Merkmal darstellt. Vielmehr spielt der erbliche Faktor die Hauptrolle in der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit und erhöht das Erkrankungsrisiko um ein Vielfaches.

Zu den Hauptursachen der Alzheimer-Krankheit zählen auch Hypertonie, Diabetes und Atherosklerose. Gerade deshalb ist es wichtig, diese Erkrankungen rechtzeitig zu behandeln, bevor sie schwerwiegendere Folgen auslösen.

Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Derzeit gibt es keine Medikamente, die diese Krankheit heilen können; die Therapie beschränkt sich ausschließlich auf die Linderung der Symptome.

Bei häufigen Aggressionsattacken werden zur Senkung der Erregbarkeit üblicherweise Tranquilizer und krampflösende Präparate eingesetzt.

Um depressive Patienten über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu unterstützen, können nicht-medikamentöse Methoden angewendet werden: Alles, was positive Emotionen weckt – sei es Lieblingsmusik, das Zussein naher Menschen, angenehme Aromen oder sogar Sonnenbäder –, stabilisiert die Stimmung und erleichtert den Krankheitsverlauf.

Unruhe und Halluzinationen können mit Antidepressiva behandelt werden; zudem schützen diese Medikamente Patienten vor Eile und Unannehmlichkeiten. Das tägliche Führen eines Krankenberichts ermöglicht es, Gedächtnisverlust in frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit zu kompensieren.

Prophylaxe der Alzheimer-Krankheit

Symptome der Alzheimer-Krankheit

Heute gehören etwa 30 % aller Personen über 65 Jahre zur Risikogruppe; mit fortschreitendem Alter wird dieser Anteil voraussichtlich um das Zwei- bis Dreifache steigen. Aus diesem Grund sollte man sich bereits jetzt fragen, wie man im Alter so handelt, dass eine Erkrankung vermieden werden kann.

Zur Prophylaxe der Alzheimer-Krankheit ist belegt, dass Omega-3-Fettsäuren – wie sie in Lachs und anderen fetthaltigen Fischen vorkommen – den Ausbruch der Krankheit verzögern sowie ihren Verlauf mildern können.

Allerdings wird diese Erkrankung primär durch geistige Inaktivität und nicht durch eine falsche Ernährung ausgelöst. Aktivitäten wie Schachspiel, das Erlernen von Sprachen oder die Beherrschung eines neuen Musikinstruments zwingen das Gehirn dazu, neue neuronale Verbindungen aufzubauen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Alzheimer weder Sie noch Ihre Angehörigen betrifft.

Ob Bitte beachten Sie:

Ein regelmäßiger Sonnenbadbesuch erhöht das Hautkrebsrisiko um 60 %.


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