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Versteifende Wirbelsäulengelenkentzündung

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Entzündung der Zwischenwirbelgelenke – Morbus Bechterew Die versteifende Wirbelsäulengelenkentzündung ist eine Entzündung der Zwischenwirbelgelenke. Im Verlauf des Krankheitsprozesses kommt es zur Versteifung, wodurch die Beweglichkeit der Wirbelsäule erheblich eingeschränkt wird. In der internationalen medizinischen Praxis wird diese Erkrankung als "Bechterew-Krankheit" oder "Spondylitis ankylopoetica" bezeichnet. Weltweit sind 0,5 bis 2 % der Bevölkerung betroffen. Männer erkranken im jungen Alter häufiger; das Geschlechterverhältnis liegt bei etwa 8 Männern zu 1 Frau.

Die Ursachen des Auftretens dieser Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Forscher gehen davon aus, dass genetische Faktoren und langdauernde Infektionen des Gastrointestinaltrakts eine große Rolle spielen. Zudem wird die versteifende Wirbelgelenkentzündung bei Frauen und Männern durch sexuell übertragbare Infektionen (STI), Stress sowie Traumen des Stütz- und Bewegungsapparates provoziert. Leichte Formen der Erkrankung führen in der Regel nicht zu schwerwiegenden Komplikationen. Eine andere Situation liegt vor, wenn beim Menschen eine fortgeschrittene versteifende Wirbelgelenkentzündung diagnostiziert wird – hier ist die Invalidität unvermeidlich. Es ist auch wichtig festzustellen, dass bestimmte Probleme bei der Erstellung einer korrekten und termingemäßen Diagnose bestehen. Gewöhnlich achten Patienten auf unangenehme Symptome nicht hin und wenden sich zu spät zum Arzt, wenn die Behandlung des entzündlichen Prozesses keinen Effekt zeigt.

Die versteifende Wirbelgelenkentzündung – die Symptome der Erkrankung

  • Schmerzen im Kreuz- und Lendenbereich; die Gelenke sind oft eingeschränkt beweglich. Der Schmerz kann sich auf die unteren Gliedmaßen ausstrahlen und wird in den Gesäßmuskel zurückgegeben, wobei er in der zweiten Hälfte der Nacht deutlich zunimmt, was das normale Einschlafen erschwert.
  • Starke Schmerzen in den Fersenbeinen, die im Laufe der Zeit nicht nachlassen.
  • Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Bereich der Brustwirbelsäule;
  • Bei der Blutbilduntersuchung des Patienten zeigt sich eine signifikante Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit.

Die beschriebenen Symptome sind zwar charakteristisch für die versteifende Wirbelgelenkentzündung, treten jedoch nicht immer auf; andauern sie länger als einen Monat, ist eine sofortige Konsultation eines Rheumatologen erforderlich. In manchen Fällen manifestieren sich die ersten Schmerzen nicht in der Wirbelsäule, sondern in den Gelenken von Händen und Füßen, wobei sie rheumatoide Arthritis ähneln. Zudem kann die Krankheit mit entzündlichen Prozessen im Auge, einer Herzinfektion oder einer Aortitis beginnen. Das langsame Fortschreiten des Krankheitsverlaufs ist äußerst selten; stattdessen entwickelt sich der Entzündungsprozess in den meisten Fällen sehr rasch und innerhalb kurzer Zeit befallen er tatsächlich die gesamte Wirbelsäule.

Je nach Stadium der Erkrankung nimmt die Bewegungseinschränkung der Gelenke zu, es kommt zur Verkürzung der Wirbelsäule sowie zu starken Schmerzen bei einfachen Bewegungen, beispielsweise seitlichen Neigungen. Zudem leiden Patienten unter Atembeschwerden und heftigen Schmerzen beim Husten oder Niesen. Viele Betroffene versuchen, den unangenehmen Empfindungen durch eine ruhige Lebensweise und die Einschränkung körperlicher Aktivität auszuweichen; dies ist jedoch irreführend, da diese Maßnahmen lediglich das Fortschreiten der Gelenkentzündung fördern. Ist bei einem Patienten die versteifende Wirbelgelenkentzündung diagnostiziert, basiert die Behandlung auf einer aktiven Lebensführung und moderater körperlicher Belastung. Andernfalls kann es zur vollständigen Versteifung der Wirbelsäule kommen, wodurch der Mensch irreversible Veränderungen des Körpers (wie den geneigten Kopf, gebeugte Hände oder eine gekrümmte Haltung) für immer erleidet.

Behandlung der versteifenden Wirbelgelenkentzündung

Behandlung von Morbus Bechterew

Um die Entwicklung der Unbeweglichkeit des Brustkorbs zu verzögern, helfen tiefe Atemübungen sowie intensive Sportarten, die die Rücken- und Gesäßmuskulatur stärken, beispielsweise Skilanglauf oder Rudern. Es ist ratsam, auf weiche Betten und Kissen zu verzichten, da eine harte Matratze das Auftreten starker Rückenschmerzen in der zweiten Nachthälfte verhindern kann. Da die versteifende Wirbelgelenkentzündung, deren Symptome bei jungen Männern zunehmend häufiger auftreten, einen fortschreitenden Verlauf nimmt, ist der Kampf gegen sie besonders schwierig. Die Hauptaufgabe von Arzt und Patient besteht darin, den Entzündungsprozess zu stoppen und ihn davon abzuhalten, auf noch gesunde Gelenke überzugreifen. Diese Aufgabe ist zwar komplex, aber lösbar. Denken Sie daran: Bei der Diagnosestellung der versteifenden Wirbelgelenkentzündung befreit die Behandlung nicht nur von Schmerzen, sondern garantiert auch einen hohen Lebensstandard, indem sie die Symptome der Steifigkeit der Wirbelsäule reduziert. Aus diesem Grund ist es unzulässig, sich auf eine Selbstheilung in jedem Krankheitsstadium zu verlassen.

Komplikationen der versteifenden Wirbelgelenkentzündung

Die schwerwiegendste Gefahr stellt das fortgeschrittene Stadium der Ankylosierenden Spondylitis dar. Eine Behinderung im Spätstadium der Erkrankung ist tatsächlich unvermeidbar; dabei betreffen irreversible Veränderungen nicht nur die Wirbelsäule und die Körperhaltung, sondern auch andere Organe. Insbesondere sind bei 20 % der Patientinnen Aorta und Herz-Kreislauf-System betroffen. Dies manifestiert sich als anhaltende Atemnot, retrosternale Schmerzen sowie kardiale Funktionsstörungen. Zudem wird bei Patienten eine Niereninsuffizienz beobachtet, die auf eine Amyloidose zurückzuführen ist – also eine häufige Ablagerung von Proteinen in den Nieren.

Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Bei 5 % der Patientinnen kann das Antidepressivum Klomipramin einen Orgasmus auslösen.


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