Flechten

Eibischblütiger Boligolow (Erythronium) Flechtenartige Boligolow – eine giftige zweijährige Graspflanze, die in der Medizin verwendet wird. Sie gehört zur Gattung Boligolow und zur Familie Sontitschnyje.

Chemische Zusammensetzung

Die toxischen Eigenschaften des gefleckten Boligos werden durch die Alkaloide Konin, Kongidrin, Methylokoin, Konizein und Pseudokongidrin bestimmt; der höchste Gehalt an Alkaloiden findet sich in den Früchten und Samen der Pflanze. Der gefleckte Boligo enthält zudem fettes Öl, dessen Bestandteile die Glyzeride Petroselin und Petroselinsäure umfassen.

Therapeutische Eigenschaften

Aufgrund seiner Heilwirkung wurde die gefleckte Boligo bereits im Altertum als Arzneipflanze anerkannt; in früherer Zeit diente sie als Schmerzmittel. Heute werden Präparate aus der gefleckten Boligo in der offiziellen Medizin aufgrund häufiger Vergiftungsfälle und der Unzuverlässigkeit des therapeutischen Effekts faktisch nicht eingesetzt.

Hinweise zur Anwendung

Achtung: Die Pflanze ist hochgiftig.

In der Volksmedizin wird die gefleckte Boligo bei verschiedenen Krankheitszuständen, die von Krämpfen innerer Organe oder Konvulsionen begleitet werden, als Schmerzmittel und Antispasmodikum eingesetzt; dies betrifft unter anderem Chorea, Keuchhusten, Epilepsie und Migräne.

Die alkoholische Tinktur aus der gefleckten Boligo wird als Schmerzmittel bei onkologischen Erkrankungen sowie bei Erkrankungen des Verdauungstrakts und des Urogenitalsystems verwendet.

Kontraindikationen

Der gefleckte Boligo darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen die darin enthaltenen Wirkstoffe vorliegt.

Es ist zu beachten, dass alle Pflanzenteile hochgiftig sind; eine Vergiftung kann bereits beim Kontakt mit den Stielen entstehen (Kinder können diese für Dudnik halten und daraus Röhren herstellen). Beim Hautkontakt mit dem gefleckten Boligo können Kontaktdermatosen im Sinne einer chemischen Verbrennung auftreten.

Bei einer Vergiftung können folgende Symptome auftreten: Mundbrennen, Speichelfluss, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei schweren Fällen werden Atemnot, Erweiterung der Pupillen und Atemstillstand beobachtet.

Flechtenpilz (Tinea corporis)

Aufgrund des hohen Vergiftungsrisikos ist es nicht empfehlenswert, Extrakte oder Aufgüsse aus der Pflanze zur oralen Einnahme herzustellen.

Ob Wichtige Hinweise:

Das Leben von Linkshändern dauert im Durchschnitt kürzer als das von Rechtshändern.


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