Diät Nr. 4

Die Heildiät 4 (Kost 4) wird bei Kolitiden in scharfer und langdauernder Form, bei Enterokolitiden im Anfangsstadium der akuten Gastroenterokolitis sowie bei Dysenterie, Bauchtyphus und Darmtuberkulose verordnet. Die Diät hilft, Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darmkanal zu verringern, den entzündlichen Prozess zu stillen und die geschädigten Funktionen des Verdauungstrakts wiederherzustellen sowie dessen Arbeit in ein Schonregime umzuwandeln. Die Diät 4 wird verordnet, um die Menge an Fetten und Kohlenhydraten in der Ernährungsration des Patienten zu reduzieren. Die Zusammensetzung der Diät erfolgt so, dass die Aufnahme von Nahrung gewährleistet ist, welche keinen thermischen oder mechanischen Reiz für die Organe des Verdauungstrakts auslöst und die Gallenabsonderung nicht verstärkt. Bei der Diät 4 wird die Nahrung gekocht oder in Form eines Pürees zubereitet, damit sie leichter vertragen und schneller verdaut werden kann. Ernährung bei Kolitis und Dysenterie – Diät 4 Die Diät hilft, die Gärungs- und faulen Prozesse im Darmkanal zu verringern, den entzündlichen Prozess anzuhalten und, die verletzten Funktionen des Verdauungstraktes wieder herzustellen, sowie, seine Arbeit in die mehr Schonregime zu übersetzen. Die Diät 4 wird zu den Ärzten ernannt, um die Anzahl der Fette und der Kohlenhydrate in der Nahrungsration des Patienten zu verringern. Die Diät bilden, so, dass den Eingang jener Nahrung zu gewährleisten, die den thermischen oder mechanischen Reiz der Organe der Verdauung nicht herbeirufen wird, sowie wird die Absonderung der Galle nicht verstärken. Bei der Diät die 4 Nahrung kochen oder bereiten auf ein Paar vor. Damit die Nahrung leichter behalten wurde und wurde schneller verdaut, machen sie peretirajut oder das Püree.

Der energetische Wert der Ernährungsration soll bei der Kost 4 bei 8583 kJ (nicht mehr als 2050 kcal) liegen. Davon stammen die Fette nicht mehr als 70 Gramm (50 g Butter), das tierische Eiweiß beträgt 100 Gramm (davon 70 % des Gesamteiweißgehalts), die Kohlenhydrate betragen 250 Gramm (40–50 g Zucker). Das Natriumchlorid soll in der Ration nicht mehr als 8–10 Gramm und das freie Flüssigkeitsvolumen mindestens 1,5 l betragen. Während der Diät ist es wichtig, Bettruhe einzuhalten. Die Nahrung wird bei dieser Diät viermal täglich in warmer Form bis zu fünf- oder sechsmal pro Tag eingenommen.

Ausgeschlossene und empfohlene Lebensmittel bei Diät 4 (Kost 4)

Bei Diät 4 ist der Verzehr von fein geriebenem, nicht gebratenem Zwieback aus zweihundert Gramm Weizenbrot erlaubt. Frischbrot, Roggenbrot, Gebäck aus Kuchenteig sowie Pfannkuchen sind untersagt.

Der Verzehr von Fadennudeln (offen), Reis-, Haferflocken- und Grießbrei, abgeriebenem Buchweizenbrei, der auf klarem Brühe oder Wasser gekocht ist, sowie in Form von Dampfpuddings wird erlaubt. Während der Diät 4 sind Perl-, Erbsen- und Linsenbrei sowie Bohnenaufgüsse verboten.

Der Verzehr von nicht fettigen Sorten des Kalbfleisches, Rindfleisches, Kaninchenfleischs, Truthahns und Hühnerfleischs wird erlaubt. Das Fleisch wird vorläufig gekocht; Sehnen und Muskelbinden werden entfernt. Aus dem Fleisch werden auf klarem Wasser oder als Dampfgerichte zubereitet: Frikadellen, Knödel und Koteletts. In das Hackfleisch für die Koteletts statt Brot wird gekochter Reis eingearbeitet, worauf das Gemisch dreimal durch ein kleines Sieb des Fleischwolfes hindurchgeht. Aus offenerem Fleisch wird Soufflé zubereitet. Während der Diät 4 ist es bei der Zubereitung von Platten verboten, fettige Sorten und gebratenes oder geschmortes Fleisch vom Stück sowie Räucherwaren und Wurstwaren zu verwenden.

Bei Diät 4 werden Suppen auf schwach geklärter Fleischbrühe mit Reis- oder Grießbrei, abgeriebenem oder gekochtem Fleisch, Frikadellen und Dampfknödeln sowie Joghurt zubereitet. Milchsuppen sowie Suppen auf fettiger und fester Brühe aus Gemüse oder Teigwaren sind bei dieser Diät nicht gestattet.

Zum Menü der Diät 4 können Fischplatten aus mageren Sorten (in Form von Knele, Frikadellen oder Koteletts) gehören. Diese Platten werden im Wasser gekocht oder auf einem Dampfgarer zubereitet. Salziger Fisch, fettige Fischarten, Konserven und Kaviar sind ausgeschlossen. Täglich dürfen ein bis zwei Eier verzehrt werden; diese können weichgekocht oder als Dampfomelett zubereitet sowie in verschiedene Gerichte eingearbeitet werden.

In die fertigen Gerichte kann eine kleine Menge Butter (5 g) gegeben werden. Für die Zubereitung der Speisen sind jedoch kulinarische und tierische Fette untersagt.

Die Aufnahme von Milchprodukten ist bei dieser Diät verboten. Stattdessen dürfen nur geriebener ungesalzener oder kalzinierter Quark verwendet werden.

Bei der Heildiät 4 sind Beeren und Früchte in natürlicher Form sowie Kompotte, getrocknete Früchte, Konfitüren, Honig und andere Süßigkeiten ausgeschlossen. Aus Kornelkirschen, Heidelbeeren, Quitte, Birnen oder Faulbäumen können Gelees hergestellt werden. Zucker darf in den Gerichten nur in begrenzter Menge (nicht mehr als 50 g pro Tag) verwendet werden. Gemüse ist ausschließlich in Form von Brühen erlaubt, die in Suppen eingearbeitet werden. Imbisse, Würzigkeiten und Soßen sind von der Diät ausgeschlossen.

Es ist gestattet, Tee, Kakao auf Wasserbasis, Kaffee sowie Säfte aus nichtsauren Früchten und Beeren ungemischt mit Wasser zu trinken. Der Verzehr von Brühen aus getrockneten Heidelbeeren, Kornelkirschen, Heckenrose, Quitte oder schwarzen Johannisbeeren ist erlaubt. Kakao, Milchkaffee, kalte Getränke sowie Weinsäfte und Kwas sind untersagt.

Beispiele für das Menü der Diät 4

Ein mögliches Tagesmenü nach Diät 4 könnte wie folgt gestaltet sein:

  • Erstes Frühstück: Haferbrei (in Wasser gekocht), geriebener Quark, Tee mit einem Teelöffel Zucker
  • Zweites Frühstück: Apfelpüree
  • Mittagessen: Fleischbrühe mit Reisgrütze, Fleischfrikadellen (im Dampfgarer), Brei und Kompott.
  • Nachmittagsmahlzeit: eine kräftige Brühe aus schwarzen Johannisbeeren
  • Abendessen: Dampfomelett, Buchweizenbrei (in Wasser gekocht und püriert), Tee.
  • Vor dem Schlafengehen ein Kompott. Beispielmenü der Diät 4

Allgemeine Charakteristik der Heilnahrung 4b.

Die Heilnahrung 4b wird bei Verschlimmerung chronischer Darmerkrankungen sowie bei akuten Erkrankungen des Verdauungstrakts in Stadien der Besserung verordnet. Diese Diät dient der Reduktion entzündlicher Prozesse und der Normalisierung der Verdauungsarbeit. Bei dieser Ernährungsform sind Lebensmittel, die Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm verstärken, sowie Leberfleisch und eine starke Förderung der Sekretion von Bauchspeicheldrüse und Magen untersagt. Die Diät 4b sieht eine fünffache oder sechsfache Ernährung vor. Der energetische Wert der Ration der Diät 4b sollte nicht mehr als 2600 Kilokalorien betragen. Davon entfallen auf Proteine 100–110 Gramm, auf Fette 80–90 Gramm, auf Kohlenhydrate 350–400 Gramm, 8–10 Gramm Salz und anderthalb Liter freier Flüssigkeit. Nach chemischer Zusammensetzung und energetischem Wert ist die Heilnahrung 4b nicht vollwertig, jedoch ist in ihr der Proteingehalt leicht erhöht.

Empfohlenen sowie untersagten Lebensmitteln und Gerichten der Diät 4b.

Bei dieser Diät sind gestrichenes oder getrocknetes Weizenbrot aus Mehl der ersten oder höchsten Sorten sowie trockenes Biskuit und trockenes Gebäck erlaubt. Roggenbrot, Blätterteigprodukte sowie Weizenbrot aus grob gemahlenem Mehl sind untersagt.

Es ist empfehlenswert, Suppen auf Fleischbrühe oder Gemüsedecken zuzubereiten. Untersagt sind Milchsuppen, Suppen mit Hülsenfrüchten, Fleischsuppen mit sauren Gurken, Kohlsuppen, Rettichsuppe sowie kalte Kwas-Suppen.

In die Nahrung werden nichtfettige Sorten sowie mageres Fleisch zugelassen. Fettreiche Fleischsorten sind bei der Heildiät 4b untersagt. Der Verzehr von Gans- oder Entenfleisch, vielfältigen Wurstwaren, geräucherten Erzeugnissen und Konserven ist nicht gestattet. In die Gerichte können Koteletts, Knödel und Frikadellen aus magerem Fisch eingearbeitet werden. Der Verzehr von salzigem, geräuchertem oder fettigem Fisch sowie Konserven ist verboten. In die Gerichte können Milch, Sahne und nicht saurer Sauerrahm eingearbeitet werden. Azidophilusmilch, Kefir und andere milchsauer fermentierte Getränke können verzehrt werden. Der Verzehr von trockenen Pasteten, frischem Quark, Puddings sowie nicht scharfen Käsesorten ist erlaubt. Gut durchgekochte Breis sind gestattet. Bei der Zubereitung des Breis kann dem Wasser ein Drittel Milch zugesetzt werden. Das Essen von frischen und reifen Tomaten (50–100 g pro Tag) ist bei dieser Diät erlaubt. Der Verzehr süßer, gereifter Früchte, die vorläufig vom Häutchen befreit sind (bis zu 100 g pro Tag), wird empfohlen. Gemüsebrühen oder schwache Fleischbrühen werden als Soßen empfohlen. Fruchtsoßen und Milchsoßen sind erlaubt. In die Gerichte können Dill, Petersilie, Zimt, Vanillin und Lorbeerblatt eingearbeitet werden.

Ob Das sollten Sie wissen:

In Großbritannien gibt es eine Rechtsvorschrift, wonach Chirurgen einem Patienten die Operation verweigern können, wenn dieser raucht oder Übergewicht hat. Dem Betroffenen wird empfohlen, auf diese schädlichen Gewohnheiten zu verzichten; eine operative Intervention ist nicht zwingend erforderlich.


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