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Diät bei Pankreaserkrankungen

Die Ernährung bei einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung ist ein Behandlungspunkt In letzter Zeit leiden Menschen zunehmend an verschiedenen Erkrankungen der Organe des Gastrointestinaltrakts. Ärzte verbinden diese Erkrankungen in der Regel mit einer minderwertigen oder falschen Ernährung, die nicht durch den Lebensstil bedingt ist. Auch organische Schäden, die Aufnahme bestimmter Medikamente und eine ungünstige ökologische Situation können solche Krankheiten provozieren. Am häufigsten tritt unter diesen Organerkrankungen eine Pankreasinfektion auf. Bei der Erkrankung kommt es zu einer Wassereinlagerung (Ödem) und Entzündung der Drüse; diese vergrößert sich, und auf ihr bilden sich nekrotische Herde, aus denen die Infektion in das umgebende Gewebe des Organismus übergeht. Die rechtzeitige Behandlung spielt hier eine entscheidende Rolle, wobei bei der Therapie der Bauchspeicheldrüse die Diät keineswegs an letzter Stelle steht.

Die Bauchspeicheldrüse erfüllt im menschlichen Körper eine wesentliche Funktion: Sie scheidet Pankreassaft aus, der die Nahrung verdaut. Zudem befinden sich in der Bauchspeicheldrüse die Langerhans-Inseln. Diese Inselzellen sind für die Insulinsynthese verantwortlich; ohne dieses Hormon ist eine normale Glukoseverwertung unmöglich.

Erkrankungen des Pankreas

Die häufigste Erkrankung des Pankreas ist die Pankreatitis (entweder chronisch oder akut). In der Regel verursacht diese Erkrankung Schwäche im gesamten Körper, Fieber, Appetitverlust, Erbrechen und Übelkeit sowie starke Schmerzen in der Magengegend, die oft in den Rücken ausstrahlen. Die Behandlung der Pankreatitis sollte operativ erfolgen.

Grundlagen einer Heilernährung und Diät bei Pankreaserkrankungen

Neben der medikamentösen Therapie spielt die Ernährung bei Pankreaserkrankungen eine entscheidende Rolle. Eine gezielte Heilernährung ist unverzichtbarer Bestandteil des erfolgreichen Behandlungskonzepts. Die spezifische Diät bei Pankreatitis hemmt das Fortschreiten der Erkrankung, bremst den Verlauf chronischer Prozesse und wirkt insgesamt prophylaktisch sowie regenerativ auf den Organismus.

Grundprinzipien der Diät bei Pankreaserkrankungen

  • Ein striktes Ernährungsregime ist essenziell. Die Nahrungsaufnahme muss zu festen Zeiten und in regelmäßigen Abständen erfolgen.
  • Das Ernährungsangebot muss unbedingt abwechslungsreich und nährstoffreich gestaltet sein.
  • Bei Pankreasschmerzen wird die Diät individuell unter Berücksichtigung des Schweregrads der Erkrankung sowie der Bedürfnisse des Organismus ausgewählt.
  • Bei der Auswahl der notwendigen Lebensmittel ist deren chemische Zusammensetzung sowie der Kaloriengehalt zu beachten.
  • Alle Lebensmittel müssen vor dem Servieren den entsprechenden kulinarischen Verfahren unterzogen werden, die für die Pankreasdiät vorgesehen sind.
  • Bei einer Pankreatitis sollte die Ernährung in das Gesamtschema der medizinischen Behandlung (medikamentöse Therapie, körperliche Aktivität, Physiotherapie, Anwendung von Mineralwässern usw.) integriert werden.

Die akute Pankreatitis – Ernährungsweise

Bei akuter Pankreatitis beginnt die Ernährung mit einer Hungerkur. In den ersten Tagen nach dem Ausbruch der Erkrankung ist nur ungasertes Mineralwasser erlaubt. Bei Mangel an diesem können abgekochtes Wasser bei Raumtemperatur sowie Aufguss von Hagebutten oder schwacher Tee getrunken werden. Die Dauer der Hungerkur hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Ein Fasten wird nicht länger als zwei Wochen zugelassen, da der Organismus den akuten Mangel an nützlichen Substanzen spürt, die normalerweise mit der Nahrung aufgenommen werden.

Nach Abschluss der Hungerkur erhält der Patient die Ernährungsweise bei Pankreaserkrankungen. Diese Diät erlaubt keinen Konsum von Brühen, Fetten und Lebensmitteln, die durch frittierte Verfahren zubereitet wurden. Der Salzkonsum wird ausgeschlossen. In die Nahrung sollten Plättchen aufgenommen werden, die auf ein Paar in flüssiger oder halbflüssiger Form zubereitet sind; die Temperatur sollte ungefähr 20–50 Grad betragen. Hervorragend geeignet sind verschiedene vegetarische Suppen mit Kartoffeln, Melonenkürbissen und Möhren. Haferflocken-, Grieß- und Buchweizenbrei können in Milch gekocht werden, die teilweise mit Wasser verdünnt ist. Weizenbrot wird in 1–2 Sorten angeboten; es wäre vorzugsweise gestrig oder vorgetrocknet.

Die Portionen sollten klein sein; die Anzahl der Nahrungsaufnahmen pro Tag beträgt 6–8 Mal. Unter den Getränken sind besonders nützlich Aufguss aus Hagebutten, schwarzen Johannisbeeren, Moosbeer-Mus sowie Fruchtsäfte. Das Flüssigkeitsvolumen sollte 2 bis 2,5 Liter pro Tag betragen.

Am vierten Tag dieser Diät können bei Pankreatitis schrittweise Milchprodukte (geronnener Quark und Kefir) sowie Eiweißkost (Omelett aus Eiklar) in die Ernährung aufgenommen werden. In das Menü können halbflüssige Breis auf Milchbasis, magerer Quark und leichte Fleischsorten (Kalbfleisch, Truthahn, Kaninchen, Huhn, Rindfleisch) integriert werden. Der Fisch sollte fettarm sein und portionsweise (ein Paar) zubereitet werden.

Nach einigen Tagen der Diät können bei einer Pankreatitis vorsichtig Lebensmittel mit höherem Kaloriengehalt in die Ration aufgenommen werden; dazu gehören kleine Butterstücke, 1–2 Löffel saure Sahne sowie etwas Sonnenblumenöl. Erlaubt sind Gelees, abgeriebene Kompotte, verschiedene Säfte aus getrockneten Früchten, schwacher Tee mit Zitrone sowie weiche Früchte und Gemüse.

Untersagt sind Alkohol, Schokolade, Mayonnaise, Senf, süße Erfrischungsgetränke, Gewürze, Weintrauben, Bananen, Rosinen und Datteln.

Diätetik bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse: Langzeitpankreatitis.

Bei chronischen Pankreaserkrankungen ist die vollständige Vermeidung von Fleischbrühen erforderlich. Zudem müssen aus dem Speiseplan alle Bohnen (mit Ausnahme grüner Erbsen), Kohl, Pfeffer, Essig, Pilze, Knoblauch, Radieschen sowie Wurzelgemüse und scharfe Zutaten ausgeschlossen werden. Süßwaren wie Honig, Konfitüre, Schokolade, Kakao, Eis sowie Kuchenteig sind ebenfalls untersagt. Alkoholische Getränke, Bier, Kwass und Erfrischungsgetränke sind streng verboten.

Die Ernährung bei einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung beschränkt das Spektrum der zugelassenen Lebensmittel, doch der Ernährungsplan sollte reich an nützlichen Substanzen sein Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse können verschiedene vegetarische Suppen verwendet werden. Koteletts, Gulasch und andere Fleischgerichte dürfen ausschließlich in magerer Zubereitung (z. B. aus Kalbfleisch, Truthahn oder Hühnerfleisch) angeboten werden. Nützlich sind ein tägliches weiches Ei, Naturkäse sowie fettarmer Quark. Die Breis sollten aus Perlgerste, Hirse, Reis oder Haferflocken bestehen; diese müssen jedoch gut gekocht sein. Empfehlenswert sind auch Kartoffelpüree, Kürbis (inklusive Melonenkürbis), Möhren, grüne Erbsen und Rüben. Zur Anwendung kommen Kompotte aus getrocknetem Obst sowie pürierte Äpfel, Aprikosen und Birnen; zudem können verschiedene Fruchtmousses verzehrt werden. In fertige Gerichte kann eine kleine Menge Sahne oder Pflanzenöl beigefügt werden. Das Brot sollte nur leicht getrocknet (podsuschennyj) gegessen werden.

Das Wichtigste bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ist: Nicht überessen! Die Nahrung sollte häufig in kleinen Portionen bis zu 8-mal täglich eingenommen werden; die Temperatur der Speisen muss warm sein, kalte oder heiße Gerichte sollten vermieden werden.

Bei der Behandlung einer Pankreaserkrankung ist eine strikte Diät unerlässlich, da sie maßgeblich für den Erhalt Ihrer Gesundheit und Ihres Wohlbefindens ist.

Ob Bitte beachten Sie:

Menschen, die sich an ein regelmäßiges Frühstück gewöhnt haben, neigen seltener zu Übergewicht.


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