Fibrom

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Hautfibrom

Ein Fibrom ist eine Geschwulst aus faserigem Gewebe. Meist handelt es sich um ein gutartiges, festes und dichtes Gebilde kugel- oder ovaler Form.

Diese Geschwülste wachsen langsam, können jedoch sehr große Ausmaße erreichen; sie bilden sich vor allem im subkutanen Bindegewebe, auf der Haut sowie in Schleimhäuten.

Ursachen des Fibroms

Fibrome können durch Genmutationen, erlittene Traumata, erbliche Veranlagung oder infolge eines erhöhten Progesteron- und Östrogenspiegels entstehen; zudem begünstigen Medikamente, die das Gewebewachstum fördern, deren Auftreten.

Symptome des Fibroms

Geschwülste können an verschiedenen Körperabschnitten auftreten; ihre Symptomatik variiert je nach Lokalisation.

Am weitesten verbreitet und in der medizinischen Praxis am häufigsten anzutreffend sind das Uterusfibrom, das Fibrom der Brustdrüse, das Hautfibrom sowie das Plantarfibrom.

Uterusfibrome verlaufen meist schmerzfrei, was eine erhebliche Hürde für ihre fristgerechte Erkennung darstellt. Eine eigenständige Bestimmung des Ansatzes an den Gebärmutterwänden ist unmöglich; daher stellt für viele Frauen das Auftreten von Blutungen – insbesondere verlängerte Menstruation –, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie in den Gesäßbacken oder im unteren Rückenbereich das erste Symptom und der Anlass zur Untersuchung dar. Zudem können Druckgefühle auf die Harnblase entstehen, was zu einer Beschleunigung des Wasserlassens führt, sowie Druck auf die Beckenorgane.

Hautfibrome sind subkutare Formationen im Bindegewebe und in der Dermis. Die Läsionen weisen üblicherweise die körpereigene Farbe auf, fühlen sich weich an und sind fest; manchmal wachsen sie auf einem Stiel.

Brustdrüsengewebe: Fibrome erscheinen als kugelförmige Verdichtungen. Bei der Palpation lösen sie keine krankhaften Empfindungen aus, können jedoch im prämenstruellen Zyklus ein Spannungsgefühl in der Brust verursachen.

Plantarfibrom: Eine pathologische Formation des Fußgewebes, die sich durch Schmerzen beim Gehen oder bei längerem Stehen manifestiert.

Diagnostik des Fibroms

Die Diagnose eines Fibroms kann auf verschiedene Weise erfolgen.

Zur Abklärung von Uterus- und Brustdrüsengewebsveränderungen sind eine gynäkologische bzw. mammologische Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung erforderlich.

Für die Diagnosestellung von Hautfibromen und anderen Arten äußerer Geschwülste reicht in der Regel eine visuelle ärztliche Inspektion aus.

Zusätzlich erfolgt nach der Entfernung des Fibroms eine histologische oder zytologische Untersuchung des Gewebefragments zum Ausschluss einer Malignität sowie zur Bestätigung der ursprünglichen Diagnose.

Die Behandlung des Fibroids

Die Behandlung des Uterusfibroms erfolgt hauptsächlich über vier Methoden:

  • Die operative Methode, bei der das Fibrom entfernt (Myomektomie) wird;
  • Hysteroskopische Myomektomie: Diese Entfernung des Fibroms erfolgt nur in etwa 20 % der Fälle. Über das Hysteroskop werden spezielle Instrumente in die Gebärmutterhöhle eingeführt, um den Tumor zu entfernen.
  • Embolisation: Durch eine Substanz, die in die Arterie injiziert wird, wird das Fibrom von der Blutversorgung getrennt, verliert seine Nährzufuhr und schrumpft.
  • Pharmakotherapie: Patientinnen mit Tumoren, die keine großen Ausmaße erreichen, erhalten Medikamente (nichtsteroidale Hormone, Empfängnisverhütungspräparate), was zur Regression beiträgt.

Hautfibrom nach Entfernung Behandlung des Fibroids: Bei einem auf der Gebärmutter entstandenen Fibroid erfolgt die Abtragung durch Radiowellen-, Laser- oder chirurgische Verfahren.

Auch bei kleinen Hautfibromen ist eine Entfernung mittels chirurgischer Diathermie oder Elektrokoagulation möglich.

Bei stielständigen Hautfibromen kann das Fibrom mit Scheren durchtrennt oder (nach Volksmedizin) durch Ligatur entfernt werden.

Andere Formen der Fibrome werden primär durch Abtragung mittels Laser, klassisch-chirurgischen Methoden oder Radiowellen behandelt.

Prophylaxe des Fibroms

Die Prophylaxe des Fibroms ist ein Gesundheitsverhalten; eine Exklusion erhöht das Trauma-Risiko, daher sollten hormonelle Mittel (einschließlich Kontrazeptiva) ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Da der Einfluss erblicher Faktoren und Genmutationen tatsächlich nicht verhindert werden kann, sind regelmäßige Untersuchungen beim Gynäkologen, Mammologen sowie bei Allgemeinpraktikern im Falle verdächtiger Hautbildungen unerlässlich.

Ob Das sollten Sie wissen:

Wenn sich Liebende küssen, verlieren sie pro Minute 6,4 kcal, dabei tauschen sie jedoch fast 300 verschiedene Bakterienarten aus.


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