Hirnhypoxie

Hauptsymptome der Hirnhypoxie Definition der Hirnhypoxie: Unter dieser Erkrankung versteht man einen Zustand, bei dem das menschliche Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Dieser pathologische Zustand kann schwerwiegende Folgen haben, bis hin zum Koma oder zum Tod. Oft tritt der Tod bei Betroffenen plötzlich ein. Die Symptome und die Behandlung der Hirnhypoxie hängen direkt von den Ursachen ab, die die Erkrankung ausgelöst haben.

Ursachen der Hirnhypoxie

Wie bereits erwähnt, ist die häufigste Ursache einer Hirnhypoxie ein Sauerstoffmangel, der dieses lebenswichtige Organ versorgt. Diese Pathologie kann durch verschiedene Zustände hervorgerufen werden, beispielsweise durch Aufstiege in große Höhen, Arbeit in Bergwerken oder in U-Booten. Zudem wird ein Sauerstoffmangel auch durch andere Faktoren ausgelöst: Die Atemwege können häufig von Fremdkörpern oder Schleim verschlossen sein. Auch ein akuter Mangel an bestimmten Vitaminen im menschlichen Organismus kann als Ursache für eine Hirnhypoxie auftreten.

Zu den weiteren verbreiteten Ursachen, die das Entstehen dieser Erkrankung auslösen, gehören:

  • Das Einatmen von Kohlenmonoxid, beispielsweise bei einem Brand;
  • Eine Kohlenmonoxidvergiftung;
  • Erkrankungen, die die Funktion der Atemmuskulatur beeinträchtigen (z. B. Lähmungen)
  • Hoher Blutdruck im Bereich des Rachens (der Luftröhre)

Diese Pathologie kann aufgrund einer Hirnhypoxie wie folgt eingestuft werden:

  • Diffuse zerebrale Hypoxie
  • Zerebrale zentrale Ischämie
  • Zerebrale globale Ischämie
  • Der ischämische Hirninfarkt

Die zerebrale diffuse Hypoxie wird durch eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Blutes ausgelöst und zeichnet sich durch Funktionsstörungen von leicht bis mittelschwerer Schweregrad aus.

Unter zentraler zerebraler Ischämie versteht man eine Störung des Blutkreislaufs in einem lokalisierten Bereich, was die Untersuchung verschiedener Erkrankungen (z. B. Aneurysmen oder Embolien mit Gefäßverschlüssen) ermöglicht. Es ist wichtig zu beachten, dass bei diesem Zustand die Bereiche der klinischen Infarkte erweitert sind. Im Gegensatz dazu stellt die globale Ischämie eine vollständige Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns dar.

Ein schwerer ischämischer Hirninfarkt wird durch einen Sauerstoffmangel infolge eines gestörten Blutkreislaufs ausgelöst und erfasst dabei viele Bereiche des Organs.

Symptome der zerebralen Hypoxie

Das menschliche Gehirn benötigt pro 100 g Gewebe kontinuierlich etwa 3,3 ml Sauerstoff. Wird diese Menge nicht gewährleistet, treten die ersten Symptome einer zerebralen Hypoxie auf: In der Regel zeigen sich Schwierigkeiten bei der Ausführung geistiger Aufgaben sowie Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Zudem wird im Anfangsstadium der Erkrankung häufig ein Zustand der Übererregbarkeit beobachtet.

Der Patient kann übermäßige Energie und sogar Euphorie verspüren. Dies wird begleitet von einem Verlust der Kontrolle über die eigenen Bewegungen, einem wackeligen Gang, einem beschleunigten Puls sowie einer allgemeinen Verschlechterung kognitiver Funktionen. Für das erste Stadium der Hirnhypoxie sind Hautverfärbungen charakteristisch: Meistens ist sie blass mit bläulicher Schattierung, kann aber auch dunkelrot werden. Nicht selten tritt in diesem Stadium kalter Schweiß auf.

Das zweite Stadium der Erkrankung wird durch eine Funktionsstörung des Nervensystems gekennzeichnet. Beim Patienten treten regelmäßig Übelkeit und Schwindelanfälle auf; oft wird die Krankheit von starkem Erbrechen begleitet. Zu den zusätzlichen Symptomen der Hirnhypoxie im zweiten Stadium gehören häufig eine Verschlechterung der Sehkraft, häufiges Verdunkeln in den Augen, allgemeine Schwäche des Organismus sowie Ohnmachtsanfälle.

Schwere Verläufe dieser Erkrankung werden oft von einer Hirnwasserschwulst begleitet, die ernsthafte Verwirrungen in der Tätigkeit bedingt und später eine Unfähigkeit zur Reflexbildung provoziert. Wenn die Sauerstoffversorgung des Gehirns längerfristig unter dem Normalwert bleibt, verliert die Haut des Menschen die Sensibilität; daraufhin stellen sich alle Organe schrittweise auf das normale Funktionieren ein, was häufig zum Zustand eines tiefen Komas und zum Exitus führt.

Diagnostik und Behandlung der Hirnhypoxie

Eine erfolgreiche Behandlung der Hirnhypoxie ist erst möglich, nachdem die Ursache für das Krankheitsentstehen ermittelt wurde. Diese lässt sich sowohl anhand der Krankengeschichte des Patienten als auch durch diagnostische Verfahren verschiedener Methoden feststellen:

  • Blutanalysen;
  • Das Elektrokardiogramm (EKG) dient zur Messung der Herzaktivität.
  • Das Elektroenzephalogramm (EEG) dient zur Analyse der Aktivität der Hirnareale.
  • Das Echokardiogramm
  • Die Computertomographie des Kopfes
  • Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes
  • Pulsoximetrie zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung des Blutes (bei kranken Patienten oft unter 95 %)
  • Kapnografie sowie weitere Verfahren zur Analyse der Exspirationsgase.

Hirnhypoxie – Behandlung und Prävention Wie bereits erwähnt, richtet sich die Behandlung der Hirnhypoxie in erster Linie auf die Beseitigung der Grunderkrankung; daher wählt der Arzt je nach Fall unterschiedliche Prozeduren. So kann man bei leichter Form oft mit einfachem Lüften des Raumes oder Spaziergängen in frischer Luft auskommen, während schwere Zustände ernste ärztliche Maßnahmen erfordern. Folgend sind die verschiedenen Behandlungsmethoden der Hirnhypoxie je nach konkretem Krankheitsbild gegliedert:

  • Bei exogener Hypoxie wird die Anwendung von Sauerstoffausrüstung (Sauerstoffmaske, Ballon, Sauerstoffkissen) empfohlen.
  • Bei Atemhypoxie ist die Gabe von Mitteln zur Wiederherstellung der Atemfunktion indiziert; gelegentlich ist eine Beatmung notwendig.
  • Zur Behandlung der zentralen Hypoxie kommen Bluttransfusionen und Sauerstofftherapie zum Einsatz.
  • Bei zirkulatorischer Hirnhypoxie werden kardiotrope Präparate verabreicht, um den Mikrozirkulationsfluss zu verbessern.
  • Bei Gewebshypoxie werden Substanzen verabreicht, die den Sauerstoffverbrauch der Gewebe normalisieren; gelegentlich ist eine Lungenventilation erforderlich.

Zusätzlich wird bei Sauerstoffmangel oft empfohlen, Vitamine einzunehmen und frische Luft zu atmen.

Ob Bitte beachten Sie:

In Großbritannien gibt es ein Gesetz, das Chirurgen erlaubt, Operationen an rauchenden oder übergewichtigen Patienten abzulehnen. Die operative Intervention wird nicht gefordert, um den Patienten zur Änderung schädlicher Gewohnheiten zu motivieren.


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