Die Erbse

Seit langem werden die Erbsen in antiken Griechenland genutzt; von dort aus verbreiteten sie sich über Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung nach Asien und Europa. In Russland waren gelbe Sorten seit langer Zeit bekannt, während grüne Sorten erst im 18. Jahrhundert eingeführt wurden und sofort einen breiten Vertrieb erfuhren.

Erbsen

Die Erbse gilt als eine der nährstoffreichsten Gemüsekulturen dank ihres hohen Eiweiß- und Kohlenhydratgehalts. Die Proteine in den Samen ähneln chemisch denen des Fleisches und enthalten unverzichtbare Aminosäuren wie Lysin, Cystein, Methionin und Tryptophan. Dadurch ist der Nährwert der Erbse mehrfach höher als bei anderen Gemüsen, einschließlich Kartoffeln. Zudem enthält sie reichlich Vitamine, insbesondere Ascorbinsäure (Vitamin C). Zu den nützlichen Eigenschaften zählen ferner Vitamine der Gruppe B, Ballaststoffe, Vitamin PP (Niacin), Carotin sowie Zucker, Phosphor, Kalium und Eisen; zudem sind Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Kupfer, Kobalt und Mangan enthalten.

Erbsen sind bei Fettstoffwechselstörungen und Diabetes empfehlenswert, da ihre Kohlenhydrate aus Glukose und Fruktose bestehen.

Zu den wichtigsten nützlichen Eigenschaften der Erbse zählt ein hoher Gehalt an Antioxidantien. Ihre Aufnahme in die Ernährung verringert das Risiko für Herzinfarkt, onkologische Erkrankungen sowie Bluthochdruck. Für die Krebsprophylaxe tragen Karotin, Ballaststoffe und Ascorbinsäure sowie der geringe Fettgehalt bei.

Nützliche Substanzen finden sich nicht nur in den Samen, sondern auch in den Hülsen, die reich an Eisen, Chlorophyll und Substanzen sind, die den Kalziumspiegel im Organismus regulieren.

Anwendung der Erbse

Zur Verwirklichung therapeutischer Ziele können sowohl frische Erbsen als auch zubereitete Erbsen in Form verschiedener Gerichte verzehrt werden.

Frische Erbsen sind insofern nützlich, da sie eine vollere Vitaminversorgung bieten; daher ist es ratsam, sie nicht mit stark gewürzten Lebensmitteln zu kombinieren.

Bei Magengeschwüren ist Erbsenpüree hilfreich, da es den Säuregehalt senkt. Zudem sind Erbsen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wertvoll, weil sie kein Cholesterin und wenig Natrium enthalten; ihre Fasern tragen zur Senkung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels bei.

Erbsen sollten auch in die Ernährung aufgenommen werden, um Hautentzündungen und Krämpfe prophylaktisch zu bekämpfen. Dies ist auf ihre Fähigkeit zurückzuführen, Vitamin B6 freizusetzen und Aminosäuren zu synthetisieren.

In der Volksmedizin wird ein Aufguss aus Erbsenkraut und -früchten als wirksames Mittel zur Auflösung von Nierensteinen eingesetzt.

Um den Kaloriengehalt und Nährwert von Mehlerzeugnissen beim Backen zu erhöhen, können Erbsen dem Weizenmehl beigefügt werden.

Um die durch Erbsen oft verursachte Bauchdehnung zu verringern, empfiehlt es sich, sie mit Fenchel oder Dill zu essen; zudem sollten sie nicht in kaltem Wasser eingeweicht werden.

Die türkische Erbse ist zur Behandlung und Prophylaxe von Katarakten empfehlenswert, da die Verbesserung der Stoffwechselprozesse im Organismus die Normalisierung des Kammerwasserflusses fördert.

Zur Reinigung sowie zur Gewichtsreduktion und Vitaminversorgung wird empfohlen, Erbsen 8 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur in Keramikgeschirr einzuweichen. Anschließend sollten sie durch einen Fleischwolf püriert werden; der Verzehr erfolgt über den Tag verteilt in kleinen Portionen und kann zudem in Suppen, Brei oder Salate integriert werden. Nach einer Woche ist eine Pause von 7 bis 10 Tagen vorzusehen, um den Kurs wiederholt.

Erbsensuppe

Die türkische Erbse eignet sich als Maskenkomponente in der Kosmetik zur Verbesserung der Gesichtsfarbe sowie gegen Pickel und Schwellungen. Für die Zubereitung werden ¼ Glas eingeweichte Erbsen fein gehackt, mit einem Löffel Pflanzenöl und Honig gemischt, eine halbe Stunde aufgetragen und anschließend mit Wasser abgewaschen.

Brei aus unreifen Erbsensamen oder geriebenes Erbsenmehl ist zur Behandlung von Ekzemen, Dermatitisen, eitrigen Wunden, Pickeln, Furunkeln und Brandwunden empfehlenswert.

Kontraindikationen für die Anwendung von Erbsen

Frische oder zubereitete Erbsen sind bei akuter Nephritis und Gicht kontraindiziert. Die Verwendung von Erbsen ist ferner bei Verschlimmerung entzündlicher Prozesse im Magen-Darm-Trakt sowie bei Kreislaufstörungen, Thrombophlebitis und Cholezystitis nicht ratsam. Im fortgeschrittenen Alter sollte die Aufnahme nicht häufig erfolgen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Personen, die Antidepressiva einnehmen, leiden häufig wieder an Depressionen. Wer jedoch die Niedergeschlagenheit allein überwindet, hat alle Chancen, diesen Zustand endgültig zu vergessen.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt