Das annuläre Granulom ist eine langdauernde Hauterkrankung, die durch das Auftreten dichter Knötchen gekennzeichnet ist. Diese bilden einen Ring, wobei die zentrale Hautpartie leicht eingesunken oder normal erscheint.
Der Verlauf der Erkrankung verläuft meist asymptomatisch, sodass keine spezielle Behandlung erforderlich ist. Der Arzt kann jedoch zur Beschleunigung der Heilung Kortikosteroid-Cremes verschreiben oder Kortikoide subkutan applizieren. Nach statistischen Befunden tritt das annuläre Granulom bei 0,4 % aller Patientinnen mit dermatologischen Erkrankungen auf.
Die Ursache für die Entstehung eines granulomatösen Geschwülsts bleibt unbekannt; es werden jedoch immunologische Pathologien vermutet, auf deren Hintergrund sich allergische Spätreaktionen entwickeln und die zellvermittelte Immunität beeinträchtigt wird. Zu den auslösenden Faktoren des annulären Granuloms gehören:
Unterteilen Sie das annuläre Granulom in folgende Formen
In der medizinischen Praxis treten Fälle häufig auf, bei denen sich das annuläre Granulom an Stellen entwickelt, die zuvor Narben, Tätowierungen, Rotlauf oder Hautwarzen waren.
Ein Hauptsymptom des annulären Granuloms ist das Auftreten gelblicher Knötchen auf der Haut oder eine Verfärbung des umgebenden Gewebes. Diese Knötchen können einen oder mehrere Ringe bilden und treten häufig an Händen, Füßen sowie bei Erwachsenen und Kindern auf; sie verursachen gewöhnlich kein Jucken oder Schmerzen.
Die häufigste Form des annulären Granuloms bei Kindern ist lokalisiert und tritt in 90 % der Fälle an den Oberflächen von Händen, Füßen und Unterschenkeln sowie seltener im periorbitalen Bereich auf. Hier erscheinen ein oder mehrere Herde mit dicht gedrängten papulösen Elementen. Die Farbe dieser Bildungen entspricht meist dem Ton der umgebenden Haut oder ist leicht rötlich; die Papeln haben eine Bogen- oder Ringform mit einer Größe von 2–5 cm und mehr, wobei der zentrale Bereich des Herdes sowie die Oberhaut gewöhnlich unversehrt bleiben.
Das lokale annuläre Granulom bei Kindern breitet sich nach der Peripherie aus, rezidiviert teilweise oder entscheidend an derselben Stelle. In der medizinischen Praxis wurden Fälle registriert, bei denen bei Kindern Ringe entstanden, die einem anderen Ring ähneln und ein polyformiges exsudatives Erythem bilden.
Die subkutane Form des annulären Granuloms tritt ausschließlich bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr auf; sie manifestiert sich als einzelne oder mehrere tief gelegene, klinisch unauffällige Knötchen an Ellbogen, periorbitaler Zone, Unterarmen, Unterschenkeln, Fingern, der Rückseite der Hände sowie auf behaarter Kopfhaut. Eine Besonderheit dieser Variante ist, dass Knoten auf der behaarten Kopfhaut in allen Fällen mit einer dichten Knochenplatte verbunden sind, während Knoten an den Gliedmaßen beweglich sind und nur in seltenen Fällen mit Muskelbändern verbunden werden.
Das disseminierte annuläre Granulom bei Kindern ist äußerst selten; hauptsächlich leiden daran Erwachsene im Alter von 50 Jahren und darüber. Die Erscheinungsformen der Erkrankung betreffen den gesamten Körper, insbesondere distale Bereiche der Gliedmaßen und den Rumpf, wobei die Papeln häufig eine violette Schattierung oder Hautfarbe aufweisen; eine Neigung zu kolbenartigen Strukturen fehlt, stattdessen wird ein polyformer Charakter der Effloreszenzen beobachtet.
Das ulzerierende annuläre Granulom tritt hauptsächlich bei Kindern und Erwachsenen bis zum 30. Lebensjahr auf; an Händen oder Fingern erscheinen Papeln mit Pfropfen am Mittelpunkt, die einen scheibchenartigen Inhalt absondern, woraufhin sich Herde und Schalen mit nabelartiger Einbuchtung im Zentrum bilden. Diese Bildungen entwickeln sich im Laufe der Zeit zu großen Plaques mit atrophischen oder pigmentierten Narben (Hyper- bzw. Hypopigmentierung).
Bei Auftreten von Knötchen muss sich der Patient an einen Dermatologen oder Dermatovenereologen wenden, um eine genaue Diagnose basierend auf dem klinischen Bild zu erhalten; bei zweifelhaften Fällen kann eine Hautprobe am betroffenen Bereich entnommen werden.
Die Erkrankung erfordert in der Regel keine spezielle Therapie und heilt spontan aus; zur Beschleunigung des Heilungsprozesses kann der Arzt kortikosteroidhaltige Cremes verschreiben oder eine intrakutane Kortikosteroid-Injektion durchführen. Wichtig ist nach dem Auftragen der Salbe das Anlegen einer okklusiven Binde.
Das Präparat muss täglich für zwei Wochen und anschließend alle zwei Tage einmalig aufgetragen werden.
Die Behandlung des annulären Granuloms kann auch durch oberflächliche Skarifikation erfolgen; manchmal führt eine Biopsie zur Lösung der Herde.
Zur Therapie der Granulationsgeschwulst zählen die Lichtbehandlung, die PUVA-Therapie, die UV-Bestrahlung sowie die Anwendung von Retinoiden und Antimalariamitteln. Diese Verfahren sind jedoch nicht sicher ergebnisbringend und bei Kindern nicht empfehlenswert.
Klinische Studien belegen, dass die Kryodestruktion – ein in der Dermatologie zur Behandlung des annulären Granuloms eingesetztes Verfahren – das Fortschreiten der Erkrankung sowie das periphere Wachstum der Herde auslösen kann.
Für die Therapie der lokalisierten Form des annulären Granuloms bei Kindern gilt eine kortikosteroidhaltige Salbe der vierten Generation (z. B. Psoriderm) als sicheres Mittel; aufgrund der niedrigen Dosierung und der lokalen Anwendung auf den Hautbereich ist das Risiko für Nebenwirkungen sehr gering, was auch klinische Studien bestätigen.
Das annuläre Granulom ist eine gutartige Hautformation, die sich aus Knötchen zusammensetzt und einen Ring bildet; sie verursacht in der Regel weder Schmerzen noch Juckreiz. Diese Bildungen heilen meist spontan aus, doch sollte bei Auftreten einer für den Patienten ungewohnten granulierenden Geschwulst ein Dermatologe konsultiert werden.
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