Rotauge

Das Rotauge gehört zur Familie der Karpfenfische. Es lebt in Seen und Flüssen, die in die Ostsee, das Kaspische Meer, das Nordmeer, das Schwarze Meer und das Aralsee münden.

Frische Rotfeder

Die Beschreibung

Das Rotauge zeichnet sich durch sein sehr schönes Aussehen aus. Sein Körper ist mit kleinen glänzenden Schuppen von gelblich-goldener Farbe bedeckt. Die Flossen haben eine Himbeer- oder hellrote Färbung. Nach dem Aussehen ähnelt das Rotauge der Plötze, unterscheidet sich jedoch durch den höheren Körper und die orangefarbenen Augen. In der Natur treffen gelegentlich Hybriden dieser beiden Fischarten aufeinander. Für sie ist das Vorhandensein von Merkmalen beider Arten charakteristisch.

Das Rotauge erreicht eine Länge von 20 bis 50 cm, sein Gewicht liegt zwischen 350 g und 2 kg.

Das Rotauge lebt üblicherweise in Gewässern mit reichlich Wasserpflanzen. Es hält sich bevorzugt in der Tiefe und in der Vegetationsschicht auf und vermeidet offene Bereiche.

Eigenschaften des Rotauges

Das Fleisch des Rotauges zeichnet sich durch seinen zarten und eigenartigen Geschmack aus. Der Fettgehalt ist gering (nur 3 %). Daher kann dieser Fisch bedenkenlos zur Nahrung verwendet werden, um überschüssiges Körpergewicht abzubauen – insbesondere für Personen, die auf eine harmonische Figur achten.

100,0 g des Fruchtfleisches enthalten 18,5 g hochwertiges Protein. Im Gegensatz zum normalen Fleischprotein wird es vom menschlichen Organismus praktisch vollständig aufgenommen. In diesem Zusammenhang empfehlen Ernährungsberater, Platten aus Krasnoperka in die Ration von Kindern, älteren Personen sowie Patientinnen mit langdauernden Erkrankungen aufzunehmen.

Das Rotauge ist reich an Chrom, Phosphor und Vitamin PP; der darin enthaltene Phosphor wird nicht nur für die ATP-Synthese benötigt, sondern trägt auch zur optimalen Kalziumaufnahme bei.

Im Sommer wird das Fleisch des Rotauges zäh, weshalb in dieser Jahreszeit der Handel damit eingestellt und seine Verwendung in der Nahrung vermieden wird.

Der Kaloriengehalt von 100,0 g Rotauge beträgt 100,5 Kilokalorien.

Die Verwendung von Rotauge.

Aufgrund des eigenartigen Geschmacks ist das Fleisch von Rotauge für viele Menschen nicht geeignet; doch verbessern sich bei der richtigen Zubereitung die Genusswerte dieser Fischgerichte erheblich, sodass Personen oft nicht erraten können, aus welcher Fischart sie zubereitet wurden. Man muss sich viel Mühe geben, um Rotauge tatsächlich und lecker zu servieren.

Meistens werden daraus die zartesten Fischkoteletts zubereitet: Der Fisch wird gereinigt, gespült und sorgfältig unter fließendem Wasser gewaschen; anschließend wird das Fleisch von den Knochen getrennt und zweimal durch einen Fleischwolf mit Zwiebeln, Fett und geriebenem Weißbrot in Milch durchgerollt. Dem gewonnenen Hackfleisch werden feuchte Hühnereier beigefügt, es wird gesalzen und nach Geschmack gepfeffert. Die Koteletts werden von zwei Seiten auf vorgewärmtem Pflanzenöl gebraten; aus den verbleibenden Flossen und Knochen wird eine feste Fischbrühe gekocht. Die fertigen Koteletts werden in einen Topf gegeben, mit der heißen Brühe übergossen, abgedeckt und bei sehr kleiner Hitze 20–30 Minuten gegart.

Rotauge eignet sich tatsächlich nicht für die Zubereitung von Braten, da sein Fettgehalt minimal ist; gebratene Rotaugerichte zeichnen sich jedoch durch einen ausgeprägten Geschmack aus. Vor dem Braten müssen die Fischstücke in einer sehr konzentrierten Kochsalzlösung gewaschen werden, wodurch der spezifische Geruch des Fisches entfernt wird – ein Aspekt, aufgrund dessen viele Menschen auf dieses nützliche Produkt verzichten.

Gebratener Rotbarsch

Rotauge lässt sich hervorragend mit allen Gemüsesorten kombinieren; daher werden Fisch-Gemüse-Ragouts nicht selten zubereitet: Die Fischstücke werden in der Pfanne mit kleingeschnittenen Tomaten, Paprika, Oliven und Pilzen angebraten. Vor dem Servieren werden das kleingeschnittene Ei, das Kraut sowie das Olivenöl dem Ragout beigefügt; das Ragout wird erst ganz am Ende der Zubereitung gewürzt. Die Kost wird in kalter Form serviert.

Nicht weniger lecker ist der Rotauge geschmort mit Gemüse oder in Milch zubereitet; als Beilage dazu können Stampfkartoffeln oder gekochte grüne Erbsen gereicht werden.

In Geschäften ist salziger Rotauge keineswegs selten; er kommt als Imbiss zum Bier hervorragend heran.

Interessante Fakten

In Neuseeland und Kanada gilt der Rotauge als invasiver Fisch, da er einheimische wertvolle Fischarten aus den Gewässern verdrängt.

Fischer wissen sehr gut, dass der Rotauge auf künstliche Köder in heller-gelber Farbe hervorragend beißt, während alle anderen Köder einfach ignoriert werden.

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