L-DOPA

L-DOPA – Wirkstoff zur Behandlung der Parkinson-Krankheit L-Dopa-Formel

Eine wirksame Substanz des Präparats ist der Vorläufer des Dopamins, das L-DOPA (das linksdrehende Isomer von DOPA).

Der pharmakologische Effekt von Levodopa.

Die antiparkinsonische Wirkung von Levodopa beseitigt Erscheinungen wie:

  • Hypokinese;
  • Rigor
  • Erhöhte Speichelabsonderung und Hypersekretion
  • Zittern
  • Schluckstörung

Der Effekt der Aufnahme des Präparats Levodopa wird dadurch erreicht, dass Levodopa im Zentralnervensystem (ZNS) direkt in Dopamin umgewandelt wird und so das Defizit an diesem Neurotransmitter ausgleicht.

Eine größere Menge von Levodopa wird im peripheren Gewebe in Dopamin umgewandelt. Das hier gebildete Dopamin nimmt nicht am antiparkinsonischen Effekt teil, sondern verursacht vor allem unerwünschte Nebenwirkungen der Levodop-Aufnahme. Aus diesem Grund wird Levodopa üblicherweise in Kombination mit anderen peripheren Wirkstoffen wie DOPA-Decarboxylase-Hemmern verabreicht. Dadurch lässt sich die Dosierung von Levodopa sowie deren Nebenwirkungen verringern.

Die Wirksamkeit der Levodopa-Therapie kann beim Patienten über einen Zeitraum von 6 bis 8 Tagen nach Therapiebeginn beobachtet werden; die positive Wirkung zeigt sich zunehmend und erreicht ihren Gipfel am 25. bis 30. Tag.

Hinweise zur Anwendung von Levodopa.

Das Präparat Levodopa ist zur Behandlung der Parkinson-Krankheit wirksam; eine Ausnahme bilden Fälle, bei denen das Syndrom durch antipsychotische Medikamente verursacht wurde.

Kontraindikationen für die Anwendung.

Das Präparat Levodopa weist eine Reihe von Kontraindikationen auf; es darf nicht verordnet werden, wenn einer der unten genannten Faktoren vorliegt:

  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen.
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Bei Kindern unter 12 Jahren sollte L-Dopa nicht verabreicht werden.

Auch bei einer medikamentösen Therapie mit MAO-Hemmern ist die Gabe von L-Dopa kontraindiziert.

Nach ärztlicher Anordnung und unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen ist die Anwendung des Arzneimittels zulässig bei:

  • Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Erkrankungen des endokrinen Systems sowie Lungenerkrankungen.
  • Psychosen
  • chronisches Glaukom sowie eine Neigung dazu
  • Chronisches offenes Glaukom
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Leber- und/oder Niereninsuffizienz
  • Melanome
  • Zustände mit Unterdrückung des Zentralnervensystems
  • Krampfanfälle
  • Bronchialasthma und Lungenemphysem
  • Magengeschwüre sowie Erkrankungen des Zwölffingerdarms
  • Herzinfarkt (auch in der Anamnese; auch in Kombination mit verschiedenen Arrhythmie-Typen)
  • Herzrhythmusstörungen

Einnahme und Anwendungshinweise

Die Kapseln sollten während einer Mahlzeit eingenommen, vollständig geschluckt und ohne Flüssigkeit getrunken werden.

Die Gabe von L-Dopa beginnt mit einer minimalen Dosis. Je nach individuellen Besonderheiten des Patienten wird die Dosierung schrittweise erhöht. Von der Anfangstagesdosis, die in 2–3 Einzeldosen verabreicht wird, erfolgt eine Steigerung um 0,125 bis 0,75 g in gleichmäßigen Zeitabständen (alle 2–3 Tage). Die Entscheidung zur Dosiserhöhung liegt beim behandelnden Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Empfindlichkeit des Patienten gegenüber L-Dopa. Die höchstzulässige Tagesdosis darf 8 g nicht überschreiten.

Die Einstellung der L-Dopa-Therapie erfolgt schrittweise, da bei einer abrupten Absetzung der Behandlung negative Folgen auftreten können, die denen eines malignen neuroleptischen Syndroms ähneln.

Patienten, bei denen die Dosis aus verschiedenen Gründen reduziert wurde oder bei denen die L-Dopa-Therapie abgesetzt ist, sollten kontinuierlich überwacht werden.

Während der gesamten Therapie ist eine Kontrolle der Laborwerte sowie des psychischen Status des Patienten erforderlich.

Bei Patienten mit Glaukom ist eine kontinuierliche Überwachung des Augeninnendrucks erforderlich.

Sollte ein chirurgischer Eingriff unter Allgemeinanästhesie geplant sein, muss das Präparat L-Dopa 48 bis 72 Stunden vor der Operation abgesetzt werden.

Bei einer langdauernden L-Dopa-Therapie ist eine Kontrolle der Funktion aller Organsysteme erforderlich.

Eine Nahrungsaufnahme mit erhöhtem Eiweißgehalt verschlechtert die Resorption des Präparats. L-Dopa

L-Dopa kann die Aufmerksamkeit und Konzentration mindern sowie psychomotorische Reaktionen verschlechtern; daher ist besondere Vorsicht bei Fahrern von Kraftfahrzeugen und Personen in potenziell gefährlichen Produktionsbereichen geboten.

Nebenwirkungen der L-Dopa-Einnahme

Die Einnahme des Präparats L-Dopa kann folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Seitens SCHKT (Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Magengeschwüre, Schluckbeschwerden, Appetitsteigerung sowie Blutungen im Magen und Darmkanal u.ä.):
  • Seitens ZNS: Schwindel, Angstzustände, Verwirrtheit des Bewusstseins, Paranoia, euphorische Zustände, Depression, Krampfanfälle sowie unkontrollierbare Bewegungsstörungen u.ä.
  • Durch Störungen der Herz- und Gefäßfunktion (Senkung des arteriellen Blutdrucks, Arrhythmie, Tachykardie, orthostatischer Kollaps u.ä.):
  • Bei Organschädigungen (z. B. bei der Feltyschen Krankheit mit Thrombozytopenie)
  • Eine Polyurie tritt häufiger auf als eine Diplopie.
Ob Es ist wichtig zu beachten, dass

Die mittlere Lebenserwartung von Linkshändern liegt tendenziell niedriger als die von Rechtshändern.


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