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Lungen des Rauchers

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist das Rauchen eine Hauptursache für Todesfälle in der modernen Welt. Diese furchtbare Gewohnheit hat den Charakter einer globalen Epidemie angenommen und überholt jährlich etwa sechs Millionen Leben, die durch Herzkrankheiten und Krebs verloren gehen. Das Rauchen verursacht einen massiven Schaden an der Lebensqualität und dem gesamten menschlichen Organismus; dabei übernehmen die Atmungsorgane, unter anderem die Lungen des Rauchers, einen der Hauptstoße.

Lungen des Rauchers

Die Lungen des Rauchers: Die Karte im Licht

Im Frühstadium des Reizprozesses werden die Flimmerhärchen des Epithels, das die mediale Oberfläche der Atemwege auskleidet, gelähmt. Die Funktion dieser Härchen besteht in der Reinigung toxischer Substanzen sowie von Viren und Bakterien; daher leiden Raucher häufiger unter verschiedenen Erkrankungen der Atmungsorgane und lagern gefährliche Substanzen für Gesundheit und Leben in den Lungen ab.

Eine langdauernde obstruktive Lungenerkrankung (COPD), eine unheilbare Krankheit, betrifft in 80–90 % der Fälle vorwiegend die Lungen von Rauchern. Die Bronchien verengen sich, das Lungengewebe wird zerstört, es entsteht eine chronische Entzündung und entwickelt sich ein Emphysem. Patientinnen, die an COPD und Emphysem leiden, empfinden den ständigen Luftmangel zunächst bei der Bewegung und später auch im Ruhezustand.

Der negative Einfluss des Rauchens auf eine schwere Lungenerkrankung – die Tuberkulose – ist ebenfalls bewiesen: Laut Statistik bilden etwa 95 % der Patientinnen mit Tuberkulose gerade Raucher. Die überwiegende Mehrheit der verstorbenen Patienten litt bei Lebzeiten an dieser verderblichen Gewohnheit.

Bei der visuellen Analyse der Lungen des Rauchers fällt das Foto in erster Linie durch das Vorhandensein von Ruß auf, der die Alveolen verstopft, den Gasaustausch erschwert und eine Grundursache für bösartige Tumore darstellt. Zudem werden Bilder schwerer Raucher oft durch schwere Störungen der Blutversorgung charakterisiert, wie Arteriosklerose und Thrombosen der Gefäße, die zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen können.

Der Vergleich der Lunge eines gesunden Rauchers mit der eines Nichtrauchers verdeutlicht den gewaltigen Unterschied: Während die Lunge des Gesunden hellrosa, elastisch und von intakten Blutgefäßen durchzogen ist, erscheint sie beim Raucher schwarz, abgenutzt und funktionsunfähig – ein Organ, das kaum noch Gemeinsamkeiten mit dem gesunden Zustand aufweist.

Lungenkrebs und die weltweite Tabakepidemie

Die Harze, die bei der Herstellung von Tabakerzeugnissen vorkommen, zählen zu den stärksten Karzinogenen. Ohne Übertreibung sind sie so gefährlich, dass sie im Laufe des Lebens die Oberfläche der Lunge eines Rauchers bedecken und zur Entstehung onkologischer Prozesse beitragen.

Die Tücke des Lungenkrebses liegt in der langdauernden Symptomfreiheit: Atemnot, Rasselgeräusche, Husten und Brustbeschwerden treten meist erst auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Selbst mit modernster Hochtechnologie lässt sich das Leiden nicht immer vollständig heilen; eine Lebensverlängerung des Patienten ist in einigen Fällen nur begrenzt möglich.

Der psychologische Zustand von Rauchern mit Lungenkrebs kann den Krankheitsverlauf und die Prognose verschlechtern, da das Bewusstsein der Schuld für die Entstehung dieser tödlichen Erkrankung zu einem Gefühl der Ohnmacht führt. Zwar belegen wissenschaftliche Studien, dass Nikotin in bestimmten Fällen positive Effekte auf die Wundheilung haben könnte, doch bleibt unbestritten: Die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Lungenkrebs ist das vollständige Aufgeben des Rauchens.

Ob Das sollten Sie wissen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungenabdruck.


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