Die Himbeere

Die Himbeere gehört zu den aromatischsten medizinischen Beeren.

Himbeere

Beschreibung

Die Himbeere gehört zur Gattung Rubus innerhalb der Familie Rosaceae. Sie bildet ein mehrjähriges Gebüsch, das bis zu anderthalb Meter hochwächst. Die Triebe des Gebüsches sind mit kleinen Dornen sowie essbaren Früchten besetzt.

Die Stiele des Gebüsches stehen aufrecht und tragen ovale Blätter dunkelgrüner Farbe, die unten mit feinen Haaren behaart sind. Die Himbeere blüht aus weißen Blütenknospen, die in kleinen traubenförmigen Blütenständen gesammelt sind und sich an den Spitzen der Stiele zwischen den Blättern befinden.

Die Himbeere stammt ursprünglich aus Nordeuropa. Wilde Gebüsche findet man in Schluchten, dunklen Wäldern sowie an Flussufern. Die Himbeere wird in vielen Ländern kultiviert, vorzugsweise jedoch in Russland, Amerika, Serbien und Montenegro.

Die wilde Himbeere war bereits im antiken Rom und Griechenland bekannt. Die erste Erwähnung dieser Pflanze als Gartenpflanze findet sich in Manuskripten aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Im 16. Jahrhundert verbreitete sie sich auf dem Territorium Westeuropas, während sie ab dem 18. Jahrhundert auch in den USA kultiviert wurde.

Wie in vielen Volkslegenden üblich, werden diese Beeren in Märchen und Legenden erwähnt; sie spielten eine wichtige Rolle im Leben der Bauern. Aufgrund ihres einzigartigen Geschmasks verbinden die Menschen die Beere mit etwas Angenehmem. Oft sagen die Menschen, wenn sie betonen wollen, dass jemand gut lebt: „Bei ihm schmeckt das Leben wie Himbeeren!"

Die Früchte der Himbeere sind kleine, haarige Beeren mit zartem süßem Geschmack und angenehmem Aroma; am weitesten verbreitet ist die rote Sorte, deren Farbpalette von dunkelweinrot bis hellrosa reicht. Daneben existieren weiße Sorten mit gelblichen Beeren sowie schwarze Johannisbeeren.

Himbeerfrüchte finden Anwendung in der Kochkunst und Volksmedizin: Sie werden frisch verzehrt, konserviert, zu Saft und Sirup verarbeitet oder getrocknet. Daraus lassen sich Saft, Kompotte, Gelees, Kinderpürees sowie Morsy herstellen; der Saft dient zudem zur Zubereitung von Joghurt, Cremes, Nachtischen, Bonbons und Quark. Aus Himbeeren lässt sich eine schöne Füllung für Kuchen gewinnen; sie werden in Torten und Kuchen eingearbeitet. Gefrorene frische Früchte können über lange Zeit gelagert werden, ohne ihre wertvollen Eigenschaften zu verlieren.

Der Gehalt an Inhaltsstoffen und Kalorien der Himbeere.

In 100 g frischen Himbeeren sind enthalten: 85,75 g Wasser, 6,5 g Zellstoff, 1,2 g Eiweiß, 5,45 g Kohlenhydrate, 0,46 g Asche und 0,65 g Fett; Vitamine wie B1, B2, PP, B5, B9, C, E sowie Zink, Eisen und Mangan.

Der Kaloriengehalt der Himbeere ist gering und beträgt etwa 52 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Die nützlichen Eigenschaften der Himbeere.

Himbeeren wirken besonders bei Erkältungen, Harnwegsinfekten und Angina pectoris. Dies liegt daran, dass sie Salicylsäure enthalten, eine stark fiebersenkende und schweißtreibende Substanz. Daher gehören zur Wirkung der Himbeere die Senkung der Körpertemperatur ohne die Nebenwirkungen, die vielen Medikamenten eigen sind; insbesondere wilde Sorten verfügen über stärkere fiebersenkende Eigenschaften. In therapeutischen Zwecken werden getrocknete Früchte aufgegossen und als Tee getrunken. Die schweißtreibenden Eigenschaften sind auch für Hypertoniker zur Senkung des arteriellen Blutdrucks vorteilhaft.

Himbeer-Marmelade

Der Nutzen der Himbeere umfasst zusätzlich entzündungshemmende, giftbindende, blutstillende sowie schmerzstillende Wirkungen. Der regelmäßige Verzehr wirkt sich dank des hohen Vitamin-B-Gehalts günstig auf den Zustand der Haut aus, beeinflusst Erkrankungen des Darmkanals, Magens und der Nieren positiv und ist auch bei Arteriosklerose und Anämie hilfreich. Besonders wird geschätzt, dass die meisten nützlichen Eigenschaften auch nach Wärmebehandlung erhalten bleiben; daher sind Himbeerkonfitüren ebenso wertvoll wie frische Beeren.

Der Nutzen der Himbeere beschränkt sich nicht auf die Früchte, sondern erstreckt sich auch auf die Blätter, die in der Volksmedizin zur Stimulation der Uterusmuskulatur und als Mittel gegen Wochenfluss eingesetzt werden.

Zu beachten ist, dass Himbeeren bei Gicht und Nephritis nicht empfohlen werden.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Der gebildete Mensch ist weniger anfällig für Hirnerkrankungen. Die intellektuelle Aktivität fördert die Bildung einer zusätzlichen Struktur, die krankmachende Prozesse kompensiert.


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