Mentoplastik

Mentoplastik – Korrektur der Kieferknochenform Die Schönheit einer Person ergibt sich aus den harmonischen Proportionen aller ihrer Linien. Das Kinn spielt dabei bei weitem die letzte Rolle. Selbst wenn es vom Ideal abweicht, erlaubt die moderne Chirurgie, Mängel zu korrigieren. Plastische Operationen am Kinn werden unter dem allgemeinen Begriff Mentoplastik zusammengefasst.

Gesichtsproportionen

Das Kinn ist ein Faktor, der die Gesichtsform bestimmt. Sein Aussehen hängt vom lateralen Kieferwinkel und dem Entwicklungsgrad des 'Kinn-Dreiecks' ab. Bei einem Kieferwinkel von mehr als 125° und einem spitzen Kinn-Dreieck erscheint das Gesicht oval oder dreieckig. Bei einem Kieferwinkel von weniger als 125° erscheint das Gesicht rechteckig oder rund.

Bei der Analyse von Bewertungen zu Mentoplastiken, insbesondere bei Patienten mit bereits durchgeführten Eingriffen, lässt sich feststellen, dass Operationen hauptsächlich in extremen Fällen durchgeführt werden, wenn ein Kinn-Defekt die Gesichtsproportionen deutlich verzerrt. Daher wird eine Mentoplastik empfohlen, wenn Folgendes beobachtet wird:

  • Ein kleines, schräg stehendes Kinn, wodurch das Obergesicht optisch vergrößert wirkt;
  • Ein auffällig hervorstehendes Kinn;
  • Ein zu rundes und weibliches Kinn bei Männern bzw. ein quadratisches Kinn bei Frauen;
  • Ein Doppelkinn, das durch Fettansammlungen entsteht;
  • Ein asymmetrisches Kinn
  • Ein deformiertes Kinn infolge von Traumata
  • Kinn mit angeborenen Defekten.

Vor der Mentoplastik wird stets eine präoperative Modellierung durchgeführt, um den zu erwartenden kosmetischen Effekt der Operation beurteilen zu können. Dazu sind eine Röntgenaufnahme des Unterkiefers sowie eine Reihe von Analysen erforderlich, die die chirurgische Eignung des Patienten bestätigen.

Technik der Mentoplastik

Je nach dem angestrebten Ziel des Patienten kommen verschiedene Techniken der Kinnchirurgie zur Anwendung:

  • Vergrößernde Mentoplastik
  • Verringernde Mentoplastik
  • Korrektur des Doppelkins

Die Eingriffe werden in lokaler Betäubung durchgeführt und dauern zwischen 30 Minuten und 2,5 Stunden. Der Operationszugang erfolgt entweder über eine Hautfalte unter dem Kinn (externer Schnitt) oder von der medialen Seite der Unterlippe (medialer Schnitt). Jede Technik weist spezifische Besonderheiten auf.

Kinnvergrößerung – eine Variante der Mentoplastik zur Korrektur eines unzureichenden Kinnumfangs; dabei wird das untere Zahnfragment nach vorne verschoben, ggf. durch ein Implantat ergänzt oder mittels Fetttransfer (Liposkulptur) vergrößert.

Die vergrößernde Mentoplastik dient bei Mikrogenie – angeborenen, traumatischen oder postoperativen Defekten des Unterkiefers – zur Korrektur eines kleinen oder schräg stehenden Kinns. Sie wird häufig von Männern für eine maskulinere Gesichtsform gewählt, kommt aber auch Frauen zugute, um das Profil durch Silikon-Endoprothesen ideal zu proportionieren.

Die verkleinernde Mentoplastik ist ein knochenchirurgischer Eingriff: Der Unterkiefer wird reseziert oder osteotomiert, nach hinten verschoben und mit Schrauben fixiert; es handelt sich um eine anspruchsvolle Operation mit einer Dauer von etwa zwei Stunden.

Dieser chirurgische Eingriff ist bei starker Kinnprotrusion indiziert, die beim Mann oft als attraktiv gilt, während Frauen ihn zur Reduktion eines massiven Kinns wählen; daher dominieren in den Statistiken der verkleinernden Mentoplastik weibliche Patienten.

Die Korrektur des Doppelkins orientiert sich an technischen Prinzipien, die denen der verkleinernden Mentoplastik ähneln; dabei wird jedoch eine abweichende Technik angewendet: Ein lateraler Schnitt erlaubt das Entfernen von Fett und Haut sowie das Anheben des unteren Gesichtsanteils zur Verbesserung der Gesichtsform.

Kontraindikationen und Komplikationen der Mentoplastik

Die Operation sollte erst nach Abschluss der Knochendehnung bei Jugendlichen bis zum etwaigen Alter von 23 Jahren erfolgen; eine frühere Durchführung ist lediglich bei schweren angeborenen Defekten oder Folgen von Unfällen indiziert.

Absolute Kontraindikationen umfassen systemische Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Infektionen, Gerinnungsstörungen, schwere Hypertonie sowie Diabetes. Zudem zählen lokale Hautdefekte im Operationsbereich (bei intraoraler Schnittführung) zu den Ausschlusskriterien.

Patienten sollten bedenken, dass die Operation Lebensgewohnheiten anpassen kann; bei Implantaten besteht ein Abstoßungsrisiko, weshalb kontaktreiche Sportarten wie Boxen vermieden werden sollten; zudem ist das Infektionsrisiko bekannt, das ggf. eine Entfernung des Implantats erfordert.

Postoperative Rehabilitation nach Mentoplastik

Arten und Methoden der Mentoplastik In der Regel ist nach dem Eingriff (meistens bei Verwendung eines Implantats) eine körperliche Belastung, insbesondere auf das Kinn, nicht ratsam. Das Heben schwerer Lasten oder das Ausüben von Sport sollte im Verlauf des ersten Monats nach der Operation vermieden werden. Zudem ist es am Anfang empfehlenswert, Belastungen auf das Gebiss auszuschließen und ausschließlich flüssige sowie weiche Nahrung wie Püree oder Säfte zu sich zu nehmen, um eine Verschiebung des Implantats oder der Knochen sowie starke Schmerzen zu vermeiden.

Postoperative Rehabilitation nach Mentoplastik

Trotz aller Unannehmlichkeiten, die mit dem Wiederaufbauprozess verbunden sind, entscheiden sich immer mehr Männer und Frauen für eine Mentoplastik. Das ästhetische Ergebnis der Operation ermöglicht es ihnen jedoch, ihre Selbstwahrnehmung grundlegend zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Viele Substanzen rückten auf dem Markt, während andere Medikamente von vornherein als solche etabliert wurden. Heroin wurde beispielsweise ursprünglich wie ein Hustenmittel für Kinder eingeführt. Kokain wurde von Ärzten ebenfalls als Anästhetikum und zur Steigerung der Zähigkeit empfohlen.


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