Metazin

Metazin in Tablettenform Metazin – ein krampflösendes Arzneimittel.

Darreichungsform und Lagerung

  • Tabletten (in Umrissschachteln à 10 Stück);
  • Die Injektionslösung (in Ampullen à 1 ml, in der Pappschachtel 10 Ampullen).

Der Wirkstoff – Metazin-Jodid: 2 mg pro Tablette bzw. 1 mg pro ml Lösung.

Anwendungshinweise

  • Krämpfe der glatten Muskulatur innerer Organe (viszeraler Spasmus, Nierenkolik, chronische Gastritis sowie Magengeschwüre und Zwölffingerdarmulkus).
  • Hypersekretion der Bronchialdrüsen
  • Hypersekretion der Speicheldrüsen

Während der Schwangerschaft wird Metazin zur Verringerung der mütterlichen Übererregbarkeit bei drohender Frühgeburt oder späteren Auswürfen sowie als Vorbehandlung für die Durchführung einer Kaiserschnitt-Operation eingesetzt.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Metazin ist bei Prostatahyperplasie und Glaukom kontraindiziert.

Anwendungsform und Dosierung

Metazin wird in Tablettenform eingenommen; die empfohlene Erwachsenendosis beträgt 1 bis 2 Tablette(n) dreimal täglich. Die Toleranzdosen betragen einmalig 5 Milligramm und tagesbezogen 15 Milligramm.

Metazin wird als Lösung zur Injektion subkutan, intramuskulär oder intravenös verabreicht; die Einzeldosis beträgt 0,5 bis 2 ml. Die maximale Tagesdosis liegt bei 6 Milligramm.

Nebenwirkungen

  • Mundtrockenheit
  • Harnverhalt
  • Verstopfung

Besondere Hinweise

Bei Anwendung des Arzneimittels ist Vorsicht geboten bei:

  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Erkrankungen des kardiovaskulären Systems, bei denen eine Erhöhung der Herzfrequenz unerwünscht ist (z. B. langdauernde Herzmangelhaftigkeit, Koronarkrankheit/ischämische Herzkrankheit, Tachykardie, arterielle Hypertonie, Mitralstenose, Vorhofflimmern)
  • Tachykardie
  • Thyreotoxikose
  • Refluxösoophagitis
  • Hiatushernie mit kombinierter Refluxösoophagitis
  • Erkrankungen des Schluckakts, die von Dysphagie begleitet werden (Pylorusstenose, Achalasie)
  • Darmatonie bei älteren Patienten und geschwächten Patientinnen
  • Paralytische Darmatonie
  • Ulzerative Kolitis
  • Mundtrockenheit
  • Leber- und Niereninsuffizienz
  • Erkrankungen mit erhöhtem Augeninnendruck (sekundäres und primäres Glaukom)
  • Das Alter ist mit 40 Jahren zu betrachten (aufgrund des Risikos für die Entwicklung eines nicht diagnostizierten Glaukoms); höheres Alter
  • Langdauernde Lungenerkrankungen (insbesondere bei geschwächten Patienten und Kindern im jüngeren Alter)
  • Myasthenia gravis
  • Vegetative Neuropathie
  • Hypertrophie der Vorsteherdrüse ohne Obstruktion der Harnwege
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Harnretention oder Erkrankungen, die durch Obstruktion der ableitenden Wege verursacht werden (einschließlich Blasenhalsinfarkt infolge einer Prostatahyperplasie)
  • Hirnverletzungen bei Kindern
  • Down-Syndrom
  • Zerebralparese im Kindesalter

Medikamenteninteraktion

Bei gleichzeitiger Anwendung von M-cholinoblockern oder Mitteln mit anticholinergischer Wirkung kann es zu einer Verstärkung der anticholinergen Effekte kommen.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Das Arzneimittel sollte vor direktem Lichteinfall an einem für Kinder unzugänglichen Ort aufbewahrt werden.

Haltbarkeit: 3 Jahre

Ob Dies sollten Sie beachten:

Bei 5 % der Patienten kann das Antidepressivum Klomipramin einen Orgasmus auslösen.


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