Muskulatur des Halses

Wie beim gesamten Körper bilden die Muskeln auch den Hals. Der Hals ist ein eigenartiger, beweglicher Ständer für unseren Kopf, der alle seine Bewegungen gewährleistet. Zu den Hauptmuskeln des Halses gehören: der Treppenmuskel, der Schläfermuskel (remennaja), der Kopfmuskel sowie die Kopfnicker und Schulterblattbeuger. Die Muskeln des Halses, die entlang ihrer Mittellinie gelegen sind, weisen eine längsläufige Richtung der Muskelfasern auf. Bei den Muskeln, deren Fasern auf beiden Seiten charakteristisch schief verlaufen, ist dies ebenfalls der Fall.

Muskeln des Halses

Die Muskelaktionen des Halses

Die Muskulatur des Halses erfüllt mehrere wesentliche Funktionen: Sie stützt den Kopf, ermöglicht seine Bewegungen und ist zudem aktiv an der Sprachbildung sowie den Prozessen der Atmung und des Schluckens beteiligt.

Krämpfe der Halsmuskulatur

Aufgrund langanhaltender sitzender Tätigkeit oder einer fehlerhaften Kopfhaltung beim Gehen entwickelt sich der Krampf der Halsmuskulatur häufig. Daher leiden Menschen bestimmter Berufe (Fahrer, Buchhalter, Programmierer usw.) regelmäßig unter Schmerzen in den Halsmuskeln. Bei Überanstrengung der Muskulatur entsteht ein Krampf, wodurch die Blutgefäße komprimiert werden. Die daraus resultierenden Störungen der Durchblutung führen zur Entwicklung von Hypoxie, Ödemen und Schmerzen in den Muskeln. Der Krampf der Halsmuskulatur verursacht nicht nur lokale Schmerzen im Halsbereich, sondern auch Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen der Wirbelsäule sowie häufig psychische Verwirrungen.

Um die Entstehung eines Krampfs der Halsmuskulatur zu verhindern, ist es wichtig, während des Arbeitstages regelmäßige Pausen einzulegen. In diesen Pausen sollten einfache Übungen für die Halsmuskeln durchgeführt werden: Neigungen des Kopfes nach vorne und hinten sowie seitliche Bewegungen und Rotationen. Diese Übungen ermöglichen es, eine exzessive statische Belastung aufzuheben und die Durchblutung zu verbessern.

Hat sich ein Krampf der Halsmuskulatur bereits entwickelt, ist es ratsam, nicht sofort schmerzstillende Präparate einzunehmen. Für viele Fälle genügt es, hinzulegen, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, eine warme Dusche zu nehmen oder eine Massage durchzuführen. Die Massage ermöglicht nicht nur die Beseitigung der Krampferscheinungen, sondern trägt auch zur Stärkung der Halsmuskulatur bei.

Ursachen für Halsmuskelbeschwerden

Periodisch leiden etwa jeder dritte Mensch an Nackenschmerzen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Meist handelt es sich um Muskelkrämpfe, doch können auch andere Faktoren zu diesen Beschwerden führen.

  • Die zervikale Radikulopathie entsteht durch eine Entzündung der Nervenwurzeln, die vom Rückenmark ausgehen. In diesem Fall sind die Schmerzen oft sehr heftig und strahlen häufig ins Schulterblatt oder in den Arm aus; sie werden von Paresthesien (Gefühlstörungen) begleitet. Um erneute Attacken zu verhindern, ist es entscheidend, dem Aufbau eines "Muskelschutzes" für die Halswirbelsäule besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Dieser Schutz verhindert Überlastung und das spätere Einklemmen der Nervenwurzeln.
  • Dehnungsbeschwerden der Nackenmuskulatur: Solche Traumata treten häufig bei Personen auf, die Übungen für die Halsmuskeln ohne entsprechende Vorwärmung durchführen. Zudem können diese Beschwerden auch durch heftige Kopfbewegungen entstehen.
  • Miositis – eine Entzündung der Nackenmuskulatur, die sich durch einen langanhaltenden Verlauf auszeichnet. Die Miositis zeigt sich durch quälende Schmerzen. Bei der Palpation des betroffenen Muskels lässt sich eine leichte Verdickung und Verspannung feststellen.

In einigen Fällen treten Schmerzen in den Nackenmuskeln sowie bei weiteren Erkrankungen auf: die versteifende Wirbelgelenkentzündung, rheumatische Polymyalgie oder die ischämische Herzkrankheit. Daher ist es ratsam, bei häufigem Halsweh unbedingt einen Arzt aufzusuchen, der notwendige Untersuchungen durchführt, eine korrekte Diagnose stellt und die entsprechende Behandlung verschreibt.

Ob Das sollten Sie wissen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungendruck.


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