Natriumbromid

Natriumbromid Des Natriums bromid – das Mittel mit dem Beruhigungseffekt.

Der pharmakologische Effekt

Natriumbromid wirkt als Beruhigungsmittel, indem es die Prozesse der Rindenhemmung im Gehirn fördert.

Das Mittel wirkt krampflösend und stellt das Gleichgewicht zwischen Hemmung und Erregung wieder her; dies ist bei Übererregbarkeit des Nervensystems besonders wirksam.

Natriumbromid wird über den Darm aufgenommen und langfristig über die Nieren sowie über Milch und Schweiß ausgeschieden.

Die maximale Wirkstoffkonzentration im Blut halbiert sich nach 12 Tagen.

Darreichungsform

Nehmen Sie eine Lösung von Natriumbromid zur inneren Anwendung ein.

Anwendungshinweise zu Natriumbromid

Die Hauptindikation des Mittels ist die Behandlung von Schlaflosigkeit und Reizbarkeit. Zudem wird es erfolgreich in der komplexen Therapie bei Neurosen, Neurasthenie, Hysterie, arterieller Hypertonie im Anfangsstadium sowie bei Chorea und Epilepsie eingesetzt.

Kontraindikationen

Kontraindikationen für die Anwendung von Natriumbromid sind Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, Atemnot, Anämie, Atherosklerose, Depression, Hypotonie sowie Überempfindlichkeit.

Anwendungsanleitung für Natriumbromid

Die Dosierung von Natriumbromid beträgt bei Erwachsenen 1 bis 3 Gramm pro Tag; bei Kindern bis zum zweiten Lebensjahr 50 bis 100 Milligramm, im Alter von 2 bis 4 Jahren 150 Milligramm, von 4 bis 6 Jahren 200 Milligramm, von 6 bis 9 Jahren 250 Milligramm und von 9 bis 14 Jahren bis zu 500 Milligramm.

Bei der Behandlung von Epilepsie wird die Dosierung von Natriumbromid mit 1 bis 2 Gramm pro Tag begonnen und schrittweise auf das therapeutische Maximum von 6 bis 8 Gramm erhöht; es ist ratsam, während der Therapie den Salzkonsum zu begrenzen (auf maximal 5 bis 10 Gramm pro Tag bei einer Bromid-Dosis von 4 bis 5 Gramm), was den therapeutischen Effekt deutlich steigern kann.

Natriumbromid – Lösung zur oralen Anwendung Für die Behandlung von Kindern wird eine spezielle medikamentöse Form verwendet: Eine Lösung von Natriumbromid mit einem Gehalt von 1–3 % in Fruchtsirup. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter: Bis zum ersten Lebensjahr werden 5 ml, zwischen dem zweiten und zehnten Lebensjahr 10 bis 22,5 ml sowie ab dem elften Lebensjahr 30 ml pro Tag verabreicht.

Nebenwirkungen

Natriumbromid kann Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit, Hautausschlag, Husten, Rhinitis und Konjunktivitis verursachen.

Bei Auftreten der genannten Nebenwirkungen sollte dem Patienten eine Lösung von Natriumchlorid in einer Menge von 10 bis 20 g pro Tag verabreicht werden. Es ist ein reichliches Trinken von 3 bis 8 Litern pro Tag angezeigt, um den Darm regelmäßig zu entleeren, den Mund häufig auszuspülen und die Haut zu waschen sowie den Salzkonsum einzuschränken.

Ob Wissenswertes:

Selbst wenn das menschliche Herz nicht schlägt, kann der Mensch über einen langen Zeitraum weiterleben; dies demonstrierte beispielsweise der norwegische Fischer Jan Reisdal, dessen „Motor" (Herz) für vier Stunden stillstand, nachdem er sich im Schnee verirrt und eingeschlafen hatte.


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