Der Neurologe

Die Neurologie ist eine biologische Wissenschaft, die Funktionen und Struktur des Nervensystems in der Pathologie und Norm untersucht sowie Wege zur Erkennung, Warnung und Behandlung von Erkrankungen entwickelt. Der Nervenarzt – also der Arzt, der für Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Nervenkrankheiten qualifiziert ist – beschäftigt sich mit pathologischen Veränderungen im peripheren und zentralen Nervensystem. Er erkennt funktionelle Störungen des menschlichen Organismus in enger Verbindung zur Psyche; diese Abweichungen manifestieren sich unmittelbar in den nervösen Abschlüssen. Zu den neurologischen Erkrankungen gehören verschiedene Erscheinungsformen der Atherosklerose der Hirngefäße (scharfe oder langdauernde Durchblutungsstörungen), entzündliche Krankheiten (Arachnoiditis, Meningitis), Schädel-Hirn-Traumen, Zitterlähmungen sowie neurologische Symptome der Osteochondrose der Wirbelsäule. Manchmal sind neurologische Erkrankungen mit psychiatrischen Störungen verbunden; in diesem Fall ist die Zusammenarbeit zweier Experten erforderlich.

Neurologe – Spezialist für Erkrankungen des Nervensystems

Die neurologische Diagnostik

Angesichts moderner Lebensweisen und des gestörten Rhythmus fordert die Statistik, dass jeder dritte erwachsene Mensch eine Beratung beim Neurologen benötigt. Patienten kommen mit unterschiedlichen Beschwerden zum Arzt, meist dann, wenn die Selbstheilung nicht mehr effektiv ist. Nach den Rezensionen wenden sich Patienten häufig bei Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel und Ohnmachten, Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden, Traumverwirrungen, Übelkeit, Erbrechen, Koordinationsstörungen und Sprachstörungen sowie Nervosität und Reizbarkeit an den Neurologen. Ein plötzlicher Sehverlust oder Schielen (Diplopie) sind ebenfalls direkte Indikationen für die Aufnahme beim Neurologen.

Basierend auf den Patientenaussagen hört der Neurologe die Beschwerden vor allem an, klärt Periodizität wiederkehrender Störungen und Schmerzen sowie deren Besonderheiten und Intensität auf. Da sich Erscheinungsformen bei vielen neurologischen Erkrankungen stark ähneln, bestellt der Arzt zur genaueren Diagnosestellung üblicherweise eine Elektroenzephalographie (EEG), eine Blickfeldprüfung, ein MRT des Gehirns sowie eine Ultraschalluntersuchung der Gefäße im Hals- und Kopfbereich. Zur Erstellung eines allgemeinen Krankheitsbildes können dem Arzt Daten aus der allgemeinen Blutanalyse, der Blutzuckermessung, der Infektionsdiagnostik, der Osteoporose-Analyse, toxikologischen Untersuchungen nach Giftstoffen sowie hormonellen Profilen notwendig sein. Sehr oft nutzt der Neurologe zudem Befunde immunologischer, zytologischer, biochemischer, bakteriologischer sowie allgemeinmedizinischer und kardioreumatologischer Untersuchungen.

Nach vollständiger Diagnostik und Feststellung der Diagnose ordnet der Arzt die Behandlung an. Verschiedene Erkrankungen erfordern unterschiedliche Therapieformen. Nach den Patientenaussagen verwendet der Neurologe üblicherweise sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapiemethoden. Zu den medikamentösen Methoden gehören die Verordnung von Arzneimitteln und Vitaminen; zu den nicht-medikamentösen zählen Bewegungstherapie, Diät, Physiotherapie und Massage.

Der Kinderneurologe

Der Kinderneurologe führt Diagnostik, Therapie und Prophylaxe bei funktionellen Störungen durch, die das periphere und zentrale Nervensystem betreffen. Regelmäßige vorbeugende Untersuchungen ermöglichen es, Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und Diagnose sowie Behandlung festzulegen. Die Vorsorgeuntersuchung erfolgt in Abständen von drei Monaten, einem halben Jahr, neun Monaten und jährlich. Nach dem ersten Lebensjahr wird die jährliche obligatorische Beratung beim Neurologen durchgeführt.

Der Kinderneurologe behandelt Fazialisparese, Epilepsie, Psychoglossie, Enuresis, vegetative Dystonie, Aphasie, Meningitis sowie Hirntraumata. Hinzu kommen Kopfschmerzen bei Kindern, Konzentrationsstörungen, schnelle Ermüdbarkeit, Spielverweigerung, Schlaflosigkeit und übermäßige Wetterempfindlichkeit mit Schwindel und Ohrensausen.

Ein Kind sollte zum Neurologen überwiesen werden, wenn schwere oberflächliche Träume, Fieber oder Krämpfe beobachtet werden. Das Kind wacht oft unruhig auf, zieht die Finger bei Stütze am Fuß ein und geht auf den Zehenspitzen.

Bei der Vorstellung des Kindes an die neurologische Beratungsstelle erhebt der Arzt die Anamnese zu den ersten Krankheitszeichen und Beschwerden sowie zur Schwangerschafts- und Geburtsverlaufsgeschichte.

Der Neurologe führt bei der Vorstellung eine obligatorische neurologische Untersuchung durch, bestellt ggf. zusätzliche diagnostische Verfahren, plant die Behandlung und überwacht deren Verlauf.

Beim Neugeborenen beurteilt der Arzt die Beweglichkeit der Bulbi, Hautfarbe sowie Pigment- und Gefäßflecken, den Muskeltonus und prüft Schluckreflexe sowie Reflexe des Kriechens und Schluckens.

Zur Behandlung des kindlichen Nervensystems kommen neben medikamentösen Präparaten physikalische Verfahren wie Physiotherapie, Massage und Heilsport; zunehmend werden auch neue Rehabilitationsmethoden eingesetzt (Computersprachprogramme und verschiedene Methoden zur Verbesserung der motorischen Stimulation).

Ob Sie sollten wissen:

Zahnkaries ist die weltweit häufigste Infektionskrankheit und kann in ihrer Schwere der Grippe (Influenza) überlegen sein.


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