Kaliumnitrat

Was ist Kaliumnitrat

Kaliumnitrat – die unorganische binäre Verbindung, die von der Formel KNO3 vorgestellt wird, bekannt auch unter den Namen Kaliumsalpeter, kalischer Salpeter, Kalisalpeter. Die Verbindung KNO3 stellt ein farbloses kristallines Pulver dar, das nicht flüchtig ist und keinen Geruch hat; es besitzt hygroskopische Eigenschaften. Die Substanz ist gut wasserlöslich. Für Tiere ist sie nicht giftig. In der Natur tritt die Substanz KNO3 in Form des Minerals Nitrokalit auf, dessen größte Vorkommen in Ostindien und Chile entdeckt wurden. In geringen Mengen kommt sie in Pflanzen und tierischen Organismen vor. Kaliumnitrat wird als Düngemittel eingesetzt

Chemische Eigenschaften und Gewinnungsarten von Kaliumnitrat

Kaliumnitrat KNO3 zerfällt bei einer Temperatur von 400 °C unter Bildung von Kaliumnitrit KNO2 sowie Sauerstoff О2 Die Substanz wirkt als starkes Oxidationsmittel, reagiert mit brennbaren Materialien und Reduktionsmitteln KNO3 Wird das Kaliumnitrat durch Wasserstoff während der Abtrennung wiederhergestellt

Unter Laborbedingungen KNO3 wird Kaliumcarbonat mittels der Reaktion von (NO3) 2 Kaliumcarbonat und Kaliumnitrat K2CO3 erhalten, was die älteste Methode zur Gewinnung dieser Substanz darstellt. Heute wird anstelle von Kaliumcarbonat Kaliumsulfat K2SO4 verwendet Das Kaliumnitrat wird unter modernen Verfahren mittels derselben Reaktion hergestellt KNO3 Verfügbares und kostengünstiges Kaliumchlorid sowie Natriumnitrat NaNO3 .

Anwendungsbereiche von Kaliumnitrat

Kaliumnitrat KNO3 Sowohl das Kaliumnitrat als auch seine Lösung werden wie stickstoff- und kaliumreiche Düngemittel (eine für die Pflanzenwachstum notwendige Komponente) verwendet; zudem findet die Substanz Einsatz in der Elektrovakuumindustrie, Metallurgie, Glasoptik sowie bei der Pulverproduktion.

Nahrungsmittelspezifische Eigenschaften von Kaliumnitrat

In der Lebensmittelindustrie wird Kaliumnitrat als Zusatzstoff E252, der zur Kategorie der Konservierungsmittel zählt, weit verbreitet eingesetzt.

Konservierungsstoffe sind chemische Substanzen (Zusatzstoffe E200–E299), die das Wachstum von Mikroorganismen im Produkt unterdrücken sowie das Auftreten unangenehmen Geruchs und Geschmacks verhindern; sie hemmen zudem die Entwicklung von Schimmelprozessen und die Bildung mikrobieller Toxine.

Kaliumnitrat wird in der Produktion eingesetzt:

  • Käse (fest, halbfest, weich);
  • Milchbasierte Käsealternativen;
  • Wurst- und Fleischprodukte (salzig, gekocht, geräuchert), Fleischkonserven;
  • Fischprodukte (Hering, Strömling salzig und in der Marinade);
  • Produkte aus Gänseleber.

Der Nahrungszusatzstoff E252 dient auch als Farbstoff. Die Substanz wird den Lebensmitteln zur Verlängerung der Haltbarkeit des attraktiven Aussehens zugesetzt und besitzt einen schwachen antibakteriellen Effekt. Kaliumnitrat ist ein Lebensmittelzusatzstoff, der in der Herstellung von Wurst und Fleischprodukten verwendet wird

Wirkung von Kaliumnitrat auf den Organismus

Kaliumnitrat kann krebserzeugend wirken – die Entstehung bösartiger Neubildungen unter dem Einfluss karzinogener Faktoren. Jedoch übt Kaliumnitrat in den empfohlenen Dosen keine schädliche Wirkung auf den Organismus des erwachsenen Menschen aus. Die negativen Effekte der Nitrate klären sich durch ihre Umwandlung im menschlichen Organismus zu Nitriten (in Lebensmitteln erfolgt die unkontrollierte Umwandlung von Kaliumnitrat zu Nitriten) und krebserzeugende Nitrosamine. Die Menge an Nitraten, die mit Nahrungszusatzstoffen in den Organismus gelangen, unter anderem bei E252, ist im Vergleich zum Gehalt der Substanzen in Trinkwasser sowie in Gemüse (infolge übermäßiger Düngung) geringfügig.

Langzeitwirkung von E252 in kleinen Dosen auf den Organismus kann zur Entwicklung der folgenden Symptome und Erkrankungen führen:

  • Starke Bauchschmerzen
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Psychische Störungen
  • Orientierungsstörung
  • Arrhythmie
  • Nierenentzündung
  • Anämie

Rechtliche Informationen

Kaliumnitrat ist als Lebensmittelzusatzstoff für die Anwendung in der Lebensmittelherstellung in den Ländern der Russischen Föderation, der Ukraine sowie der EU zugelassen.

Lebensmittel, die Kaliumnitrat enthalten, werden nicht zum täglichen Verzehr empfohlen. Der Lebensmittelzusatzstoff E252 ist für die Anwendung in der Herstellung von Säuglingsnahrung verboten.

Ob Sie sollten wissen:

Im Bemühen, Kranke zu heilen, übertreiben Ärzte oft. So hat beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen durchgeführt.


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