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Die Verbrennungswunde

Verbrennung Unter einer Brandwunde versteht man eine Schädigung der Gewebe infolge der Einwirkung von übermäßiger Hitze, elektrischem Strom, ionisierender Strahlung oder chemischen Substanzen. Diese Verletzungsfaktoren führen zu einem ähnlichen Krankheitsbild, da sie die Denaturierung von Proteinen auslösen. Neben den lokalen Schäden kann eine Brandwunde auch eine systemische Infektion des Organismus verursachen, bedingt durch die Freisetzung und das Einbringen nekrotischen Gewebematerials in den Blutkreislauf. Eine solche systemische Infektion, ausgelöst durch die Verbrennung, wird als Verbrennungskrankheit bezeichnet. Bei einer Infektion von mehr als 30 % der Hautoberfläche führt die Menge an giftigen Substanzen aus dem nekrotischen Gewebe zu einer Schockreaktion, die mit dem Leben unvereinbar ist.

Die Infektion des Gewebes bei der Verbrennungswunde umfasst drei Zonen:

  • Die Nekrosezone, oder die Blutkruste in der Mitte der Brandwunde dort, wo die Wirkung des traumatischen Faktors am stärksten ist;
  • Die Paranekrosezone (oder Zwischenzone): Der normale Blutkreislauf hört hier auf; bei Nicht-Rekanalisation kann sich diese Zone zur Nekrosezone entwickeln, wodurch die Verbrennungswunde nach Abklingen der Verletzungswirkung durch Gewebeschwund zunimmt.
  • Die Hyperämiezone an der Peripherie der Brandwunde: Diese Zone grenzt an das gesunde, nicht vom pathologischen Prozess erfasste Gewebe. Hier sind die Gewebe intakt und strukturiert.

Stadien der Verbrennungswunde

Die Stadien der Verbrennungswunde werden je nach Tiefe des Gewebeschadens unterschieden. Man unterscheidet vier Stadien der Verbrennungswunde:

  • Verbrennungswunde ersten Grades (epidermale Verbrennung). Dieser Grad geht mit einer Zerstörung der oberflächlichen Hautschicht, des Epithels, einher. Klinisch manifestiert sich die Wunde durch Hyperämie (Rötung), Ödeme und Blasenbildung. Die kleinen Blasen enthalten flüssigen, hellserösen Inhalt. Obwohl der Schmerz erheblich sein kann, heilen solche Verbrennungen selbstständig; das Gewebe wird vollständig ohne Narbenbildung wiederhergestellt. Die Heilungsphase dauert anderthalb bis zwei Wochen.
  • Verbrennungswunde zweiten Grades (oberflächlich-dermale Verbrennung). Neben dem Epithel sind auch die tieferen Hautschichten betroffen, wobei sich die Infektionszone jedoch innerhalb der Dermis befindet. In der Nekrosezone bilden sich dichtere, angespannte und umfangreichere seröse Blasen. Die Paranekrosezone liegt außerhalb der Dermis im subkutanen Fettgewebe; bei Rückgang des Gewebes in dieser Zone erstreckt sich die Nekrose über das Dermis hinaus und wird zur Verbrennungswunde dritten Grades.
  • Brandwunden dritten Grades oder tiefe Dermis-Verbrennungen: Bei diesem Grad sind nicht nur die Haut in ihrer gesamten Tiefe, sondern auch ihre Anhangsgebilde bis zum subkutanen Fettgewebe betroffen. Blasen dieses Verbrennungsgrades bilden sich nicht aus, da das gesamte Epidermis und Dermis verletzt ist; in der Nekrosezone bildet sich eine Blutkruste. Die Tiefe der Brandwunde kann die oberflächliche Muskulatur erreichen.
  • Brandwunden vierten Grades: Dies ist der schwerste Verbrennungsgrad, bei dem die direkte Wirkung des schädigenden Agens tiefe Gewebeschichten erreicht: Sehnen, Gefäße, Nerven, Muskel, Knochen und Gelenke; manchmal auch innere Organe. Bei Brandwunden dritten und vierten Grades entsteht eine Verbrennungskrankheit unvermeidlich, und die Heilung der Gewebe erfolgt durch die Bildung von Narben.

Eine Besonderheit bei Verbrennungen ist, dass das Ausmaß tiefer oder ausgedehnter Verletzungen oft erst später, etwa 48 Stunden nach dem Trauma, festgestellt werden kann. Selbst nach Entfernung des schädigenden Agens kann die Gewebeschädigung fortlaufen.

Chemische Brandwunde.

Hautregeneration nach Verbrennungen Die chemische Verbrennung entsteht durch die Wirkung eines chemischen Agens, das mit den Geweben des Organismus reagiert und deren Zerstörung auslöst. Chemische Verbrennungen weisen einige Besonderheiten auf, die sie von thermischen oder elektrischen Verbrennungen unterscheiden.

Das Ausmaß der Gewebeschädigung bei chemischen Verbrennungen hängt direkt von der Konzentration der chemischen Substanz, ihrer Aktivität sowie vom Charakter der ausgelösten Reaktion in den Geweben ab. Eine allgemeine Regel besagt, dass die Tiefe der Gewebeschädigung bei chemischen Verbrennungen oft größer ist als es auf den ersten Blick erscheint. Jedes ätzende Mittel löst beim Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten eine spezifische, ihm eigene Reaktion aus. Klinische Infektionen bei chemischen Verbrennungen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Säurebrand und Laugebrand.

Ein Säurebrand ruft eine schnelle Proteingerinnung in der Nekrosezone hervor; dabei bildet sich eine dichte, sogenannte „trockene" Blutkruste. Die Infektion ist hierbei deutlich von den umgebenden Geweben durch die koagulierten Gewebeschichten isoliert.

Ein Laugebrand ruft eine Kolliquationsnekrose hervor. Der Charakter der Infektion liegt darin, dass sich keine dichte Blutkruste bildet; stattdessen erfolgt das Erweichen („Rasschischenije") der Gewebe, wodurch die Nekrosezone keine scharfe Grenze aufweist und die geschädigten Gewebe „schwimmen"; zudem nimmt die Infektionszone zu. Der Verlauf und die Prognose eines Laugebrands sind ungünstiger als bei einem Säurebrand.

Ersteversorgung bei Verbrennungen.

Eine Verbrennung entsteht bei Unfällen häufig; daher sollte jeder die Grundsätze der Erstversorgung kennen. Die Hilfeleistung muss fachkundig erfolgen, da dies in manchen Fällen über Leben und Tod entscheiden kann.

Das Wichtigste ist, das schädigende Agens zu entfernen. Brennt Kleidung am Menschen, muss diese gelöscht werden. Dabei darf man nicht in Panik geraten und die Kleidung weiter anzünden, da dies das Feuer nur verstärken würde; Flammen breiten sich nach oben sowie seitlich von Kopf und Atemwegen aus. Der Mensch wird liegen gelassen, und die Kleidung wird gelöscht: Indem man eine dichte Textur (Decke, Mantel etc.) darüberlegt, wird der Sauerstoffzugang unterbunden und die Flamme erlischt.

Die Erstversorgung bei Verbrennungen erfolgt chemisch durch Verdünnung des auslösenden Stoffes mittels reichlicher Spülung mit Wasser.

Das weitere Ziel der Hilfe bei Verbrennungen ist die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes; dabei muss auf die Atmung geachtet und ggf. eine künstliche Beatmung eingeleitet werden.

Die Behandlung von Verbrennungswunden

Erste-Hilfe-Gel bei Verbrennungen Das weitere Ziel der Hilfe bei Verbrennungen ist die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes; dabei muss auf die Atmung geachtet und ggf. eine künstliche Beatmung eingeleitet werden.

Die Behandlung von Verbrennungswunden

Die Behandlung von Verbrennungen zweiten Grades umfasst eine Schockprophylaxe sowie das Auflegen einer biologischen Wundauflage unter dem Verband mit Medikamenten; alternativ ist auch eine offene Wundbehandlung möglich.

Bei Verbrennungen dritten und vierten Grades erfolgt die Therapie chirurgisch: Früher wurden Nekroseareale entfernt, um die Aufnahme von Toxinen ins Blut zu minimieren, während heute bei schweren Verletzungen oft ein Gewebeschluss zur Deckung des großen Defekts angestrebt wird.

Bei Verdacht auf eine Infektion ist in jeder Phase eine unverzügliche Behandlung erforderlich, da ohne qualifizierte Hilfe die Zerstörung von Gewebe und das Fortschreiten der Traumafolgen sowie die Aufnahme von Zerfallsprodukten den Zustand des Patienten erheblich verschlimmern können.

Ob Wissen Sie:

Studien zeigen, dass Frauen, die wöchentlich Bier oder Wein konsumieren, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.


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