Omnadren

Omnadren 250 ist ein androgenes Präparat, das zur Steigerung des Testosteronspiegels bei Männern und Frauen sowie zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt wird; es wirkt einem Hormonmangel entgegen. Androgenes Präparat Omnadren 250

Pharmakologische Wirkung von Omnadren

Die flüssigen Komponenten von Omnadren stellen ein Gemisch verschiedener Testosteron-Isomere dar, die im Organismus eine wichtige Rolle spielen: Testosteron.

  • Bei Männern: Es fördert die Spermatogenese, die Körperkonstitution, die Bildung von Hautausschlägen, die Prostatafunktion, die Hodenentwicklung sowie die Ausbildung der sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmale. Zudem mildert es die negativen Erscheinungsformen des männlichen Klimakteriums.
  • Bei Frauen: Es unterdrückt die Funktion der Milchdrüsen (als Antagonist der weiblichen Sexualhormone) und hemmt die gonadotropen Funktionen der Hypophyse.

Das Testosteron entfaltet eine ausgeprägte anabole Wirkung: Es verstärkt die Kalziumfixierung in den Knochen, fördert die Eiweißsynthese und die Erythropoetinbildung in den Nieren, vergrößert die Muskelmasse sowie den Hämoglobinwert im Blut.

Die bildenden Testosteron-Ester von Omnadren weisen unterschiedliche Resorptions- und Freisetzungsgeschwindigkeiten auf. Sie tragen zur schnellen Entwicklung des Heileffekts bei und gewährleisten eine Dauerwirkung, die bis zu einem Monat nach der einmaligen Gabe anhalten kann.

Darreichungsform von Omnadren

Das Medikament Omnadren 250 wird als fettige, transparente Injektionslösung in hellgelber Farbe mit einem Inhalt von 1 ml geliefert.

  • 60 mg Testosteronfenilpropionat
  • 30 mg Testosteronpropionat
  • 60 mg Testosteronisocaproat
  • 100 mg Testosteroncaproat
  • Hilfsstoffe: Benzylalkohol und Erdnussöl für die intramuskuläre Anwendung.

In Ampullen à 1 ml.

Analoga von Omnadren

Zu den florierten Komponenten der Analoga zu Omnadren 250 gehören die Präparate Sustanon-250, Testenat und Tetrasteron.

Zu den Analoga von Omnadren zählen im Hinblick auf ihren Wirkmechanismus folgende Präparate:

  • Nebido und Testosteronpropionat (in Form einer Lösung zur intramuskulären Anwendung).
  • Andriol TK (in Form von Kapseln)
  • Metiltestosteron (in Form von Tabletten)
  • Androgel (als Gel zur topischen Anwendung)

Anwendungshinweise zu Omnadren

Laut Packungsbeilage von Omnadren werden Männern bei der Behandlung folgende Indikationen zugewiesen:

  • Oligospermie
  • Unfruchtbarkeit infolge einer Störung der Spermatogenese
  • Postkastrierationssyndrom
  • Hypophyseninsuffizienz
  • Eunuchoidismus
  • Männerklimakterium
  • Impotenz
  • umfassendes Syndrom des Androgenmangels, Adiposogenitalsyndrom und Addison-Syndrom

Die Anwendung von Omnadren 250 bei der Behandlung ist für Frauen wirksam

  • und von Brust- sowie Eierstockkrebs
  • der Osteoporose (im Kontext eines Androgenmangels)
  • Zuständen, die mit der Menopause einhergehen (üblicherweise in Kombination mit Östrogenen)
  • Uterusmyomen
  • Dysfunktionale menstruelle Blutungen bei Hyperöstrogenismus
  • Syndrom der prämenstruellen Spannung
  • Endometriose

Zusätzlich werden Omnadren gemäß den Angaben in der Packungsbeilage bei Frauen mit verschiedenen Formen des Hermaphroditismus zur Virilisierung der äußeren Geschlechtsorgane verschrieben.

Gegenanzeigen

Gemäß den Angaben in der Packungsbeilage sind folgende Gegenanzeigen für die Anwendung von Omnadren:

  • Gynkomastie
  • Prostatakarzinom (bei bestätigtem Befund oder bei Verdacht)
  • Hyperkaliurie
  • Asthenie
  • Laktation
  • Hyperkalzämie
  • Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz
  • Schwangerschaft
  • Überempfindlichkeit gegenüber den aktiven Wirkstoffen und Hilfskomponenten

Omnadren ist für die Anwendung bei Jungen in der präpubertären Phase sowie bei Männern im fortgeschrittenen Alter nicht indiziert.

Anwendungsprotokoll von Omnadren

Omnadren sollte gemäß der Packungsbeilage tief intramuskulär (in den Gesäßmuskel) injiziert werden.

Die Dosierung des Medikaments wird individuell je nach Indikation und dem Ansprechen auf die durchgeführte Therapie festgelegt.

  • Bei der Behandlung primärer männlicher Hypogonadismus werden 250 mg Omnadren (entspricht 1 ml) einmal alle 7 bis 14 Tage verabreicht;
  • Für die Therapie des männlichen Klimakteriums erfolgt eine Injektion von 1 ml Omnadren alle 14 Tage; nach Erreichen des therapeutischen Effekts wird das Medikament alle 21 Tage verabreicht.
  • Zur Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit wird das Medikament in einer Dosierung von 2 ml alle 14 Tage injiziert.
  • Für die Behandlung des klimakterischen Syndroms bei Frauen wird eine Einzeldosis von 1 mg alle 14 bis 21 Tage verabreicht.
  • Zur Therapie von Brustkrebs und Eierstockkrebs erfolgt die Langzeittherapie mit einer Dosierung von 1 bis 2 mg alle 7 bis 14 Tage.

In der Fachinformation liegen keine Daten zur Überdosierung von Omnadren vor. Darreichungsform von Omnadren – Injektionslösung

Zu den Arzneimittelwechselwirkungen von Omnadren.

Bei Diabetes mellitus kann das Medikament zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels sowie zu einem erhöhten Insulinbedarf führen.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Antikoagulanzien ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutgerinnungswerte erforderlich. Bei Kombination mit Glukokortikoiden steigt das Risiko für periphere Wassereinlagerungen, insbesondere im Kontext von kardiovaskulären und Lebererkrankungen.

Die Wirksamkeit von Omnadren kann durch Medikamente verringert werden, die eine Induktion mikrosomaler Leberenzyme bewirken; dazu zählen Salicylate, Rifampicin, Carbamazepin, Barbiturate, Phenytoin, Phenylbutazon und Primidon.

Zu den Nebenwirkungen von Omnadren gehören gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Magenschmerzen sowie zentralnervöse Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen. Zudem können sich bei längerer Anwendung Gelenkbeschwerden, Hautausschläge oder eine Vergrößerung der Prostata (bei Männern) entwickeln.

Basierend auf klinischen Beobachtungen kann die Anwendung von Omnadren zu Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme führen, was sich in folgenden Symptomen äußert:

  • Haarausfall nach männlichem Muster (dermatologische Reaktionen);
  • Verlust der sexuellen Lust (Störungen des Sexualsystems)
  • Kopfschmerzen, Angstzustände sowie Kribbeln oder Taubheitsgefühle (Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems)
  • Übelkeit sowie Leberfunktionsstörungen, Purpura, Tumorerkrankungen der Leber und cholestatische Gelbsucht (Störungen des Verdauungssystems)
  • Erhöhungen des Cholesterinspiegels im Blutplasma (Stoffwechsel)

Endokrine Störungen im Rahmen der Omnadren-Anwendung können laut Rezensenten wie folgt auftreten:

  • Dysmenorrhöe, Unterdrückung der Gonadotropin-Sekretion sowie Maskulinisierung und Hirsutismus (bei Frauen)
  • Gynäkomastie, Priapismus, Oligospermie sowie Störungen der Spermatogenese (bei Männern)
  • Vorzeitige Geschlechtsreife und Epiphysenfugenverschluss (bei Jugendlichen)

Lokale Reaktionen auf Omnadren führen nach den Erfahrungsberichten meist zu Schmerzen und Entzündungen am Injektionsort.

Omnadren sollte bei verzögerter Geschlechtsreife mit Vorsicht verschrieben werden; zudem ist eine Kontrolle des Knochenzustands alle sechs Monate erforderlich.

Bei der Behandlung von Brustkrebs mit Omnadren kann durch die Stimulation einer Osteolyse eine Erhöhung des Kalziumspiegels entstehen, was das Risiko für Knochenmetastasierung verstärken kann.

Im Falle von Symptomen einer Leberentzündung oder bei Auftreten einer Gelbsucht ist die Anwendung von Omnadren 250 bis zur Klärung der Ursache der Verschlechterung der Leberwerte einzustellen.

Im Falle von peripheren Wassereinlagerungen im Zusammenhang mit Erkrankungen des kardiovaskulären Systems, der Nieren oder der Leber ist das Medikament abzusetzen.

Lagerungsbedingungen

Omnadren 250 zählt zu den androgenen Arzneimitteln und wird ausschließlich nach ärztlicher Verordnung abgegeben; die Haltbarkeit beträgt 36 Monate bei Einhaltung der Standardlagerung bei einer Temperatur von 15–25 °C.

Bei Ablagerungen in Form von Flocken in der Lösung ist es erforderlich, die Ampulle für einige Minuten in warmes Wasser (nicht höher als 37 °C) zu tauchen.

Ob Wissenswertes:

Eine regelmäßige Nutzung eines Solariums erhöht das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs um bis zu 60 %.


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