Die Hallimasche ist ein Pilz mit konvexem braunem Hut, welligen Rändern und einem feinen, langen Stiel, der von schildchenartigen Schuppen bedeckt ist. Er gehört zur Familie der Röhrlinge und wächst meist in kleinen Gruppen auf lebenden Baumstämmen oder Baumstümpfen.
Die Erntezeit beginnt Ende August und dauert bis zum ersten Morgenfrost. Vorzugsweise sprießt der Pilz auf alten Baumstümpfen, Wurzeln von Nadel- und Laubbäumen; besonders häufig findet man ihn auf Birken- und Eichenstämmen. Das Verbreitungsgebiet reicht vom äußersten Norden bis in die Subtropen (mit Ausnahme von Dauerfrostgebieten).
In westlichen Regionen wird der Hallimasch oft nicht geschätzt oder als essbar abgelehnt, während er in Osteuropa und Russland zu den Lieblingepilzen zählt. Seine Hauptstärke liegt darin, dass er an derselben Stelle jedes Jahr zur selben Zeit erscheint; dies macht leidenschaftlichen Sammlern die Orte für eine reiche Herbst-Ernte bekannt.
Seit jeher wurden Hallimasche auf dem russischen Territorium wegen ihres hohen Ertrags geschätzt; in günstigen Jahren ergab ein Hektar bis zu 400 kg Pilze. Heute werden sie in einigen Ländern industriell angebaut, was die Ernte im Vergleich zur wilden Suche deutlich erleichtert und ihre ernährungsphysiologischen Vorteile voll ausschöpft.
Das Fruchtfleisch ist weiß und behält über die Zeit sein leichtes Aroma sowie den spezifischen Geschmack bei. Seine Popularität beruht primär auf seiner breiten Verwendbarkeit in der Küche für Suppen, Kuchen, Salate und Winterkonserven. Sie können mariniert, gebraten oder gesalzen werden; müssen jedoch mindestens eine halbe Stunde gekocht werden, bevor die Brühe eingedickt wird. Die einzige Ausnahme ist das Trocknen unter Sonneneinstrahlung, wodurch potenziell gefährliche Substanzen im Pilz zerfallen.
Der Hauptnutzen liegt im hohen Gehalt an Aneurin (Vitamin B1) sowie Kupfer und Zink – Mikroelementen, die für eine normale Blutbildung unerlässlich sind. Ein täglicher Verzehr von 100 g deckt den Tagesbedarf in diesen Elementen ab; weshalb diese Pilze zwingend zur Ernährung von Menschen mit Blutbildungsstörungen gehören sollten.
Der Pilz enthält neben 90 % Wasser auch Eichhornzellen, die vom Organismus hervorragend aufgenommen werden. Wichtig ist zu wissen, dass der Eiweißgehalt im getrockneten Pilz doppelt so hoch ist wie in Rindfleisch. Zudem umfasst die Zusammensetzung Zellstoff sowie Mono- und Disaccharide. Der Nutzen liegt ferner in einem hohen Gehalt an Phosphor und Kalzium. Ferner enthalten sie Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium sowie die Vitamine PP (Niacin), JE (Pantothensäure), B2 (Riboflavin) und andere B-Vitamine.
Aufgrund des niedrigen Kaloriengehalts eignen sich diese Pilze hervorragend als diätetische Lebensmittel. Der Kalorienwert beträgt 22 Kilokalorien pro 100 g Produkt.
Die Hallimasche weisen aufgrund ihres Inhalts an bioaktiven Substanzen abführende, bakterizide sowie antivirale Wirkungen auf.
Diese Pilze werden zur Behandlung von Kolibakteriose und Staphylokokken-Infektionen empfohlen. Es wird angenommen, dass sie die Funktion der Schilddrüse positiv beeinflussen. Zudem enthalten sie cholesterinsenkende Substanzen; daher ist ihre Anwendung im Rahmen prophylaktischer Maßnahmen gegen Krebs ratsam.
Der Nutzen der Hallimasche liegt in ihrer bakteriziden Wirkung bei pyogenen Infektionen und Tuberkulose.
Für häufige Pilzsammler gestaltet sich die Unterscheidung zwischen echten und falschen Hallimaschen oft als schwierig, obwohl der Unterschied prinzipiell offensichtlich ist: Der falsche Hallimasch enthält in seiner Zusammensetzung erhebliche Mengen an Toxinen, weist eine ziegelrote oder grau-gelbe Färbung auf, besitzt am Stiel keine Plättchen und keinen Ring. Zudem riecht er nach Geschmack intensiv unangenehm.
Das Sammeln von Hallimaschen ist ausschließlich für erfahrene Pilzsammler zu empfehlen, da bereits der geringste Fehler für Sie und Ihre Familie sehr teuer werden kann.
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