Pankreatitis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Pankreatitis – Entzündung der Bauchspeicheldrüse Die Pankreatitis ist eine Entzündung des Bauchspeicheldrüsengewebes. In einem gesunden Zustand erfüllt die Bauchspeicheldrüse zwei wesentliche Funktionen: Erstens produziert sie Verdauungsenzyme, die in den Dünndarm gelangen und dort aktiviert werden, um Proteine, Fette und Kohlenhydrate zu verdauen. Zweitens bildet dieses Organ das Hormon Insulin, welches den Blutzuckerspiegel reguliert.

Wenn infolge verschiedener Faktoren die Pankreasenzyme innerhalb des Organs aktiviert werden, kommt es zur Autolyse der Drüse sowie zum Entzündungsprozess.

Man unterscheidet zwei Formen der Pankreatitis: die akute und die chronische Form.

Akute Pankreatitis

Die Erkrankung betrifft vor allem Frauen im Alter von 30 bis 60 Jahren. Der Beginn wird durch einen heftigen, umgreifenden Schmerz im Oberbauch charakterisiert, meist nach Alkoholkonsum oder fettreicher Ernährung. Der Schmerz kann mild, tolerierbar oder sehr stark sein und in Schulterblatt oder Brustbein ausstrahlen. Die Schmerzen können so intensiv sein, dass bei einigen Patienten ein Schock oder Kollaps eintritt. Es werden Übelkeit, Erbrechen sowie Stuhlgang beobachtet. Durch den erschweren Gallenabfluss kann es zu einer Xanthochromie der Haut und Skleren kommen. Eine Zyanose der Bauchhautdecken ist gelegentlich möglich. Symptome einer Intoxikation treten auf; die Zunge ist trocken und belegt mit einem Belag.

Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu einer Bauchauftreibung, während die Bauchdecke weich bleibt. Mit dem Fortschreiten der akuten Pankreatitis entwickeln sich Muskelspannung und Reizerscheinungen des Bauchfells.

Die akute Pankreatitis kann in eine Heilung übergehen oder in die chronische Form überleiten. Schwere Verläufe können tödlich enden.

Chronische Pankreatitis

Das Hauptsymptom der Pankreatitis ist ein Schmerz in der oberen Hälfte des Bauchraums Man unterscheidet verschiedene Formen dieser Erkrankung: rezidivierende, latente, pseudotumoröse und sklerosierende Pankreatitis. Die Schmerzempfindungen bei der langdauernden Pankreatitis können unterschiedlicher Intensität sein; sie treten entweder paroxystisch (anfallsweise) oder kontinuierlich auf. Die Hauptlokalisation des Schmerzes liegt im Oberbauch mit Ausstrahlung in den Rücken sowie in den linken Brustkorb und den unteren Bauchbereich. Das Entstehen des Schmerzes kann durch fettreiche Nahrung, die Aufnahme von Alkohol, Stress und andere Faktoren provoziert werden. Der Verlauf der chronischen Pankreatitis wird häufig von Übelkeit, Appetitverlust, Bauchauftreibung, Stuhlveränderungen und gelegentlichem Erbrechen begleitet. Eine Gelbsucht ist möglich, wenn der Gallenabfluss gestört ist.

Die chronische Pankreatitis verläuft in Phasen der Remission und Exazerbation. Im Krankheitsverlauf treten die akuten Schübe häufiger auf; möglich sind eine Entwicklung von Verdauungsstörungen, ein Versagen der normalen Verdauung sowie Gewichtsverlust. Zudem kann sich eine Diabetes mellitus entwickeln.

Zu den Komplikationen der chronischen Pankreatitis gehören unter anderem Gastrorrhagien, Krebszysten, Abszesse, Leberinfektionen sowie Diabetes mellitus und Enterokolitiden.

Ätiologie der Pankreatitis

Die Hauptursachen einer Pankreatitis sind Gallenblasenerkrankungen, Alkoholkonsum, Bauchtraumen, die Einnahme bestimmter Medikamente, verschiedene Infektionen, hormonelle Störungen, vaskuläre Erkrankungen sowie parasitäre Invasionen und operative Eingriffe im Gastrointestinaltrakt. Bei etwa einem Drittel der Patientinnen lässt sich die wahre Ursache des Krankheitsentstehens nicht feststellen.

Symptome der Pankreatitis

Ein Hauptsymptom der Pankreatitis ist ein Schmerz in der oberen Bauchgegend. Dieser kann umgreifend, paroxysmal oder konstant sein. Die Gabe von Analgetika und Spasmolytika lindert den Zustand nicht immer vollständig. Zusätzlich treten Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit, Schwindel sowie Schwäche auf. Auch eine Bauchdehnung und Aufstoßen können vorkommen. Der Patient verliert an Gewicht, der Appetit verschwindet.

Die Symptome einer Pankreatitis sind ausgeprägt; der Krankheitsverlauf verläuft schwerwiegend und erfordert eine zwingende ärztliche Betreuung.

Therapie der Pankreatitis

Die Behandlung der Pankreatitis umfasst Präparate, die proteolytische Enzyme inaktivieren Die Behandlung der akuten Pankreatitis erfordert eine stationäre Aufnahme des Patienten. Zur Schmerzlinderung wird Kälte auf das Gebiet der Bauchspeicheldrüse angewendet; zusätzlich ist die Hungerkur und die Gabe alkalischer Getränke indiziert. Eine Entleerung des Mageninhalts über eine Sonde ist möglich. Die Ernährung folgt einem fettarmen, kohlenhydratreichen Schema mit Salzrestriktion und dem Verzicht auf Milchprodukte. Je nach Abklingen der Symptome wird die Diät schrittweise erweitert.

Die medikamentöse Therapie der Pankreatitis umfasst die Gabe von Analgetika und Spasmolytika (z. B. Metamizol, Baralgin), Substanzen zur Hemmung der sekretorischen Funktion von Bauchspeicheldrüse und Magen (z. B. Zimethidin, Atropin) sowie inaktivierenden proteolytischen Enzympräparaten (z. B. Pancreatin, Contrikal).

Bei fehlenden Ergebnissen der konservativen Therapie einer Pankreatitis ist eine chirurgische Intervention erforderlich.

Diätetik bei Pankreatitis

Bei chronischem Verlauf sowie während des Genesungsprozesses ist eine spezielle Ernährung bei Pankreatitis erforderlich.

Das Ernährungsregime sieht eine Reduktion der energetischen Zufuhr, eine strenge Einschränkung von Fetten und Kohlenhydraten vor. Lebensmittel, die zur Gasbildung im Darm beitragen, groben Zellstoff enthalten oder die Magensaftsekretion anregen, sind zu vermeiden.

Bei der Pankreatitis ist die Zubereitung der Nahrung durch Dämpfen oder Kochen erforderlich.

Sehr heiße oder kalte Speisen sollten vermieden werden. Erlaubt sind Tee mit Zitrone, verdünnte Fruchtsäfte und -birrensaft ohne Zucker sowie leichtes Weißbrot. Schweres Gebäck sollte nicht konsumiert werden. Zudem können milchsauer vergorene Lebensmittel und fettarmer Quark verzehrt werden.

Suppen müssen ohne Fleischergänzung mit verschiedenen Gemüsesorten wie Möhren, Kartoffeln, Melonenkürbissen sowie Getreide oder Nudeln zubereitet werden. Ein wenig Butter oder fettarme saure Sahne können der Suppe beigefügt werden.

Das Fleisch sollte nicht fettreich sein; bevorzugt werden Rindfleisch, Kalbfleisch, Huhn, Truthahn und Kaninchen. Diese können gedämpft oder als Paar zubereitet werden, wobei auch gehackte Koteletts möglich sind. Von Fisch sollten nur fettarme Sorten in gekochter Form konsumiert werden.

Eine Diät bei Pankreatitis ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie Bei der Pankreatitis wird in der Diät empfohlen, halbfeste Breis aus verschiedenen Getreidesorten wie Buchweizen, Haferflocken, Grieß oder Reis sowie Teigwaren zu verzehren.

Die Buttermenge sollte auf maximal 30 Gramm pro Tag beschränkt werden. Pflanzliche Fette dürfen nicht mehr als 10 bis 15 Gramm täglich verwendet und den verschiedenen Speisen zugesetzt werden.

Patientinnen können verschiedene Gemüsesorten verzehren: Möhren, Kartoffeln, Kürbis, Rüben, grüne Erbsen sowie Melonenkürbisse.

Wählen Sie reife und nicht saure Früchte.

Fruchtkompotte sollten wenig Zucker enthalten.

Verzehr von gasbildenden Getränken wie Kaffee, Traubensaft oder Kakao ist bei Pankreatitis verboten.

Bei Pankreatitis sind frisches Brot, Backwaren, Fleischbrühen sowie kalte Suppen (wie Kwas) und Borschtsch ausgeschlossen.

Die Zufuhr von hartgekochten Eiern und Eierspeisen ist bei Pankreatitis verboten.

Fettiges Fleisch, Räucherwaren und Wurstwaren sind untersagt.

Erbsen sowie grobkörnige Breis sollten vermieden werden; der Verzehr von Hirse-, Mais-, Perlgrütze- oder Gerstengrütze ist zu beschränken.

Rettich, Kohl, Radieschen, Knoblauch, Sauerampfer, Zwiebeln, scharfe Gewürze, Weintrauben, Datteln, Feigen und Bananen sind nicht erlaubt.

Patientinnen müssen auf Konditoreiwaren, Schokolade, gefrorene Produkte, Gewürze, alkoholische Getränke sowie Fette und Speisefette verzichten.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Laut Statistik steigt das Risiko für Rückentraumata am Montag auf 25 % und das Risiko eines Herzinfarkts auf 33 %. Seien Sie bitte vorsichtig.


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