Perikarditis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Akutes Perikarditis Perikarditis – Entzündung des Herzbeutels. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer sowie trockener und exsudativer Perikarditis.

Trockene akute Perikarditis – eine eigenständige Erkrankung, deren Verlauf in der Regel gutartig ist und innerhalb von ein bis zwei Monaten ohne Komplikationen abläuft.

Die exsudative Perikarditis verläuft meist im subakuten oder chronischen Stadium; sie wird durch die Ansammlung von Flüssigkeit im Perikardraum begleitet.

Ursachen für das Auftreten der Erkrankung

Eine Perikarditis entsteht infolge von Infektionen, die durch Bakterien, Tuberkelbazillen, Rickettsien, Pilze oder Viren verursacht werden. Zudem kann sie Folge einer rheumatoiden Arthritis, des Rheumatismus, eines Herzinfarkts, von Traumata (einschließlich radialer und postoperativer Verletzungen), von Tumoren, einer Harnstoffvergiftung sowie der systemischen Purpura sein. Ferner wird sie durch Vitamin-C-Mangel oder einen Mangel an Vitamin B1 ausgelöst.

Laut statistischen Daten tritt diese Erkrankung häufig im Rahmen von Autoimmunerkrankungen oder Allergien auf.

Symptome der Perikarditis

Die Symptome einer Perikarditis hängen vom Stadium der Erkrankung, von der Art des im Perikards befindlichen Liquors, ihrer Menge sowie der Geschwindigkeit ihrer Ansammlung ab.

Bei der akuten Form klagt der Patient über Herzschmerzen, die sich hinter dem Sternum oder an der Herzspitze lokalisiert fühlen; sie können in das linke Handgelenk, den Hals, das linke Schulterblatt und den Oberbauch ausstrahlen. Diese Schmerzen werden als quälend, stumpf und stark beschrieben. Solche Symptome ähneln einem Myokardinfarkt oder einer Pleuritis; der Patient klagt zudem über Schweregefühl und Unwohlsein im Herzen. Solche Herzschmerzen sind das Hauptsymptom bei trockener Perikarditis.

Das Auftreten von Exsudat (Liquor) führt bei schneller Ansammlung im Perikard zu Atemnot. Diese verschlimmert sich insbesondere in flacher Lagerung und wird häufig durch trockenen Husten begleitet. Wird der Zwerchfellnerv gereizt, kommt es zusätzlich zum Erbrechen.

Die exsudative Perikarditis geht mit einer Verkleinerung des Herzspitzenstoßes einher; dies ist oft auf die große Menge an Flüssigkeit im Perikard zurückzuführen. Es entwickelt sich eine Neigung zur Zunahme des absoluten Herzstumpfschalls (der Bereich des Brustkorbs, in dem bei Perkussion nach dem spezifischen Klang das Gebiet des Herzens abgegrenzt wird). Zudem ist ein Anschwellen der Venen am Hals zu beobachten.

Bei exsudativer Perikarditis sind die Herzgeräusche deutlich gedämpft; es entwickelt sich eine Sinustachykardie. Bei Ansammlung von Exsudat im Herzbeutel kann man das Reibegeräusch hören.

Diagnostik der Erkrankung

Die akute Perikarditis wird zunächst anhand der allgemeinen Symptome bestimmt: subfebrile Temperatur, Leukozytose mit Linksverschiebung sowie eine erhöhte Blutungsbeschleunigung (BSG). Es erfolgt eine röntgenologische Untersuchung zur Darstellung des Exsudats sowie ein EKG.

Behandlung der Perikarditis

Die Behandlung der akuten Perikarditis beginnt mit der intravenösen Verabreichung von 2 ml einer Analgin-Lösung Die Behandlung der akuten Perikarditis beginnt im akuten Stadium mit der intravenösen Gabe von 2 ml einer Analgin-Lösung (50 %) oder 2 ml einer Promedol-Lösung (2 %) – entweder subkutan oder intravenös –, alternativ auch 1–2 ml einer Pantopon-Lösung (2 %). Dem Patienten wird zudem empfohlen, eine Mischung aus Sauerstoff und Stickstoff einzuatmen. Ein gutes Behandlungsergebnis erzielen entzündungshemmende Mittel wie Salicylate und Kortikosteroide.

In manchen Fällen ist bei der Erstversorgung die Notwendigkeit einer Perkardpunktion gegeben, um 150–200 ml Flüssigkeit zu entleeren; befindet sich in der Höhle Eiter, muss Penicillin verabreicht werden.

Herzglykoside sind in diesem Fall zur Behandlung der Perikarditis nicht wirksam.

Die Prophylaxe der Erkrankung

Die Prophylaxe der Perikarditis umfasst die Warnung vor den Erkrankungen, die sie auslösen können: Rheuma, Lungenentzündung, Herzinfarkt, Tuberkulose, rheumatoide Arthritis, Histoplasmose, Amöbiasis, Lungenerkrankungen oder Brustkrebs, Sklerodermie, Melanom, Sarkoidose, Lymphom, Amyloidose, Kokzidioidose sowie Granuloze Gangraenese. Falls diese Erkrankungen doch auftreten, ist eine fristgemäße und adäquate Behandlung erforderlich.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Forscher der Oxford-Universität haben in einer Reihe von Studien gezeigt, dass eine vegetarische Ernährung das menschliche Gehirn schädigen kann, da sie zu einem Rückgang seiner Masse führt. Daher empfehlen die Experten, Fisch und Fleisch nicht vollständig von der Ernährung auszuschließen.


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