Peak-Flow-Messung

Peak-Flow-Messung Peak-Flow-Messung (englisch: Peak Flow) – die Methode der Funktionsdiagnostik zur Bestimmung der maximalen Ausatemgeschwindigkeit. Mit anderen Worten ermöglicht diese Methode eine Bewertung, mit welcher Geschwindigkeit ein Mensch Luft ausatmen kann, sowie eine Einschätzung des Grades der Atemwegsobstruktion (Verengung). Die Peak-Flow-Messung ist für Patienten mit Bronchialasthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen von großer Bedeutung; sie erlaubt zudem die Beurteilung der Wirksamkeit der durchgeführten Therapie.

Für diese Untersuchungsmethode existiert ein spezielles Gerät – das Peak-Flow-Meter –, welches aus einem kompakten Rohr mit einer graduierten Skala besteht. Das moderne Messgerät ist in der Anwendung komfortabel und einfach; damit kann der Patient seinen Zustand selbstständig kontrollieren, die Dosierung der eingenommenen Medikamente steuern und Atemnotattacken vorbeugen. Die Peak-Flow-Messung wird sowohl für Erwachsene als auch für Kinder angeboten. In der Regel können Kinder das Gerät bereits ab dem Alter von 4 bis 6 Jahren nutzen.

Der Patient führt die Untersuchung zweimal täglich selbstständig durch und protokolliert alle Werte der Peak-Flow-Messung in sein Tagebuch, um mit dessen Hilfe den Verlauf von Bronchitis und Asthma besser einschätzen zu können.

Durchführung der Peak-Flow-Messung

Die Untersuchung wird sitzend (oder stehend) durchgeführt. Zuerst sind ruhige Atemzüge notwendig; danach wird das Mundstück des Peak-Flow-Meters für einen tiefen Atemzug von den Lippen umschlossen und eine tiefe forcierte Ausatmung erzeugt. Der Apparat muss dabei streng parallel zur Körperachse gehalten werden. Für jede Sitzung sind mindestens drei Ausatmungen über einen Zeitraum von 2 bis 3 Minuten erforderlich, wobei stets der maximale Wert gewählt wird.

Peak-Flow-Meter – Gerät zur Durchführung der Peak-Flow-Messung Die Peak-Flow-Messung sollte mindestens einmal täglich – am Abend und am Morgen – durchgeführt werden. Im Falle einer neuen Therapie ist es ratsam, die Messung dreimal pro Tag durchzuführen. Alle Werte der Peak-Flow-Messung sind im Krankenblatt festzuhalten oder können in speziellen Zeitplänen dokumentiert werden (beachten Sie dabei die mit dem Gerät verbundenen Angaben).

Auswertung der Ergebnisse der Peak-Flussmessung

Die Normwerte für die Peak-Flussmessung werden individuell für jeden Patienten je nach Geschlecht, Alter und Größe berechnet; bei Kindern wird lediglich das Alter berücksichtigt. Zu Beginn der Nutzung des Geräts über einen Zeitraum von drei Wochen wird ein individuelles Diagramm mit drei chromatischen Zonen erstellt. Dies setzt voraus, dass sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat – ohne Merkmale einer bronchialen Obstruktion. Bei Erreichen eines maximalen Ergebnisses (das der Norm angenähert sein sollte) wird dieser Wert mit dem Koeffizienten 0,8 multipliziert; beispielsweise ergibt die Multiplikation von 400 l/min mit 0,8 den Messwert von 320 l/min, welcher sich zur „grünen Zone" verhält – das heißt zum normalen Zustand der Atemwege. Die „gelbe Zone" entspricht einem maximalen Messwert, der mit dem Koeffizienten 0,5 multipliziert wird; so ergibt die Multiplikation von 400 mit 0,5 den Wert von 200 l/min (dies bildet die untere Grenze der gelben Zone). In diesem Fall definieren die Grenzen der „gelben Zone" Werte zwischen 200 und 320 l/min; befindet sich der Messwert in dieser Zone, so deutet dies darauf hin, dass eine Korrektur der laufenden Therapie unter Beteiligung des behandelnden Arztes notwendig ist. Der Wert, der mehrere untere Grenzen der „gelben Zone" unterschreitet, verhält sich zur „roten Zone". Befindet sich ein bestimmter Wert in dieser Zone, so weist dies auf eine schwere Ateminsuffizienz hin und erfordert eine dringende Intervention des Arztes. Über den Algorithmus der Reaktionen des Patienten bei Werten in der „roten Zone" sollte man sich im Voraus beim behandelnden Arzt konsultieren.

Die Peak-Flussmessung ermöglicht die Überwachung von Atemwegserkrankungen unter häuslichen Bedingungen und trägt zur Reduktion des Umfangs benötigter medikamentöser Therapien bei. Die Nutzung des Zonenkonzepts erlaubt es, rechtzeitig drohende Gefahren zu erkennen und einen Notfallbesuch im Krankenhaus zu vermeiden.

Ob Das ist bekannt:

Im Bestreben, Patienten zu heilen, überschätzen Ärzte häufig das eigene Können. So hat beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen durchgeführt.


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