Das Piercing

Nabelpiercing – eine der beliebtesten Piercing-Formen bei Frauen In den letzten Jahrzehnten hat sich die Entwicklung etwas ungestümer gestaltet. Das Piercing ist einer der modernen Trends in der Körper- und Schmuckästhetik.

Der Begriff "Piercing" leitet sich vom englischen Wort "pierce" ab, was so viel wie "durchbohren" oder "durchstechen" bedeutet. Unter Piercing versteht man das Durchstechen bestimmter Körperabschnitte mit einer Nadel sowie das Einsetzen von Schmuck in diese Öffnungen. Diese Praxis ist sehr alt; in früheren Zeiten war sie bei Männern weit verbreiteter und signalisierte Zugehörigkeit zu einem bestimmten Rang oder Stamm, sowie Macht und Mut. Heute erfüllt das Piercing vor allem eine ästhetische Funktion und dient als Körperschmuck. Zu durchbohren, zu durchstechen. Eigentlich versteht man unter dem Piercing das Durchstechen bestimmter Körperabschnitte mit einer Nadel und das Einziehen von Schmuck in diese Öffnungen. Diese Kunst ist sehr alt. In früheren Zeiten war das Piercing bei der männlichen Hälfte der Menschheit weit verbreiteter und signalisierte Zugehörigkeit zu einem bestimmten Rang oder Stamm, sowie diente zur Demonstration von Macht und Mut. Heute erfüllt das Piercing eine außerordentlich ästhetische Rolle und dient als Schmuck.

Arten des Piercings

Es gibt eine Vielzahl von Piercing-Arten. Die am häufigsten durchgeführten Durchstechungen betreffen die Ohren, Augenbrauen, den Nabel, die Zunge, die Brustwarzen, die Nasenflügel sowie die Geschlechtsorgane und Lippen.

Das Ohr-Piercing ist das klassische Verfahren und heilt in der Regel innerhalb von zwei Wochen bis Monaten aus. In jüngerer Zeit gewinnen Durchstechungen des Ohrenknorpels zunehmend an Popularität; diese Wundheilung dauert länger, nämlich etwa zwischen 2 und 3 Monaten. Zur extremen Form des Piercings zählt das Tunnel-Piercing der Ohrmuschel.

Nabelpiercings werden vorzugsweise von Frauen gewählt. Die Wundheilung des Nabellochs dauert etwa drei bis vier Monate; dabei ist größte Vorsicht geboten, um die Heilung nicht zu verzögern. Solange der Nabel noch nicht vollständig verheilt ist, sollten Sportarten vermieden werden, bei denen die Bauchmuskulatur belastet wird.

Nasen- oder Augenbraupiercings kommen seltener vor. Das Nasenpiercing ist für manche Personen weniger beliebt, da es den Träger stört. Das Augenbrauenpiercing stellt hingegen eine recht schmerzvolle Prozedur dar. Solche Wunden heilen etwa in einem bis drei Monaten aus.

Lippenpiercings heilen durchschnittlich in 1 bis 2 Monaten aus. Zungenpiercings verheilen bei Beachtung der Keimfreiheit oft innerhalb von 1 bis 2 Wochen; dennoch sind diese Verfahren im Heilungsprozess mit unangenehmen Empfindungen und Einschränkungen verbunden, wobei Lippenpiercings zunächst die Artikulation beeinträchtigen können und Zungenpiercings den Traktoren durch mechanische Reibung stören.

Intime Piercings dienen primär der Verstärkung sexueller Empfindungen. Frauen legen hierfür meist ein Loch in die Klitoris oder das darüberliegende Gewebe an, das etwa 1,5 Monate heilt. Männliche intime Piercings sind vielfältiger und betreffen unter anderem das Vorhautfleisch, den Glanspenis, die Hoden sowie das Ligamentum suspensorium.

Nippelpiercings dienen ebenfalls der Intensivierung sexueller Empfindungen. Zudem kann das Loch nach dem Eingriff größer werden und ein mögliches Problem des sogenannten "Eingefallenseins" (Inversion) lösen; die Heilungsdauer beträgt dabei etwa 3 bis 5 Monate. Bei geplanten Schwangerschaften wird jedoch von einem Nippelpiercing abgeraten, da es die Milchproduktion beeinträchtigen kann.

Wie verläuft das Piercing-Verfahren?

Das Piercing-Verfahren ist relativ einfach und besteht darin, zunächst ein Loch im entsprechenden Körperteil zu erzeugen und daraufhin Schmuck einzuführen. Dieser kann aus Elfenbein, Holz, Kunststoff oder Metall bestehen sowie als gewöhnlicher Faden oder kleiner Anhänger mit Edelsteinen wie Bernstein, Brillanten oder Perlen gestaltet sein.

Die moderne Piercing-Industrie bietet eine Vielzahl von Schmuckmaterialien an, darunter Silber, Gold, Platin oder chirurgischen Stahl. Die Formen sind dabei vielfältig: Ringe, Fasszangen, Ketten, Fäden und andere Designs. Zungen- und Ohrpiercings

Wie pflegt man ein Piercing?

Unabhängig vom gewählten Piercing-Typ sollte das Besuchen von Wasserbecken, Saunen oder natürlichen Gewässern wie dem Meer in den ersten zwei Wochen nach der Durchstichung vermieden werden. An exponierten Stellen ist die Infektionsgefahr durch offene Wunden erhöht.

Beim Einstichpunkt ist besondere Vorsicht geboten, da Nachlässigkeit zu Abszessen, lokalen Infektionen oder sogar Blutvergiftungen führen kann. Zum Reinigen der Wunde sollten ausschließlich vom Experten empfohlene Mittel verwendet werden, und bis zur vollständigen Heilung ist das Herausnehmen des Schmucks nicht ratsam, um eine Infektion im Loch zu verhindern.

Nach einem Nabel- oder Nippelpiercing sollte nachts ein sauberes Baumwollunterhemd oder T-Shirt getragen werden. Bei intimen Piercings sind sexuelle Kontakte bis zur vollständigen Heilung des Lochs nicht empfohlen.

Beim Lippen- oder Zungenspangling sollten alkoholische Getränke vermieden sowie das Rauchen bis zur vollständigen Wundheilung unterlassen werden. Zudem ist nach jeder Nahrungsaufnahme ein Spülen mit Desinfektionslösung erforderlich.

Bei Nasenpiercings ist besondere Vorsicht geboten, um eine Verschlimmerung von Erkältungen zu vermeiden, da Schnupfen den Heilungsprozess erheblich verzögern kann.

Mögliche Komplikationen

Bei Auftreten von Komplikationen sollte unverzüglich ein Dermatologe konsultiert werden. Zudem können die Risiken bei der Inanspruchnahme von Laiendienstleistungen erheblich steigen, insbesondere das Risiko einer Gesichtsnervschädigung. Fern besteht die Gefahr einer Infektion mit Virushepatitis oder HIV aufgrund unzureichender Hygiene. Daher ist eine sorgfältige Auswahl eines qualifizierten Facharztes unerlässlich; alle Instrumente und Schmuckstücke müssen professionell sein und den europäischen Qualitätsstandards entsprechen.

Kontraindikationen beim Piercing

Es gibt mehrere Kontraindikationen für Piercings: So sollten sie beispielsweise nicht durchgeführt werden, wenn akute oder chronische Erkrankungen wie Geschwüre, Gastritis, Mittelohrentzündung, Kolitis, Pankreatitis, Rheuma oder Kieferhöhlenentzündungen vorliegen, sowie bei systemischen Hauterkrankungen (z. B. Psoriasis) oder anderen dermatologischen Problemen.

Piercings können gesundheitsschädlich sein, wenn sie bei Fieber durchgeführt werden; zudem sollten keine Piercings bei Blutgerinnungsstörungen, Diabetes oder Leberzirrhose vorgenommen werden, da diese Erkrankungen den Heilungsprozess und die Wundheilung beeinträchtigen können.

Der Facharzt sollte über eventuelle allergische Reaktionen auf Lokalanästhetika (z. B. Lidocain) sowie auf bestimmte Metalle informieren.

Frauen sollten Piercings vermeiden, wenn sie in der Menstruation sind oder schwanger; zudem ist es ratsam, keine Piercings bei psychischen Störungen oder Epilepsie durchzuführen, da das Risiko eines epileptischen Anfalls besteht.

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Bei fünf Prozent der Patientinnen ruft das Antidepressivum Klomipramin einen Orgasmus hervor.


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