Polyvinylpyrrolidon

Polyvinylpyrrolidon – das wasserlösliche Polymer, das aus dem Monomer N-Vinylpyrrolidon besteht; bekannt auch als Polividon oder Powidon. In trockener Form hat Polyvinylpyrrolidon die Gestalt eines weißen Pulvers bekannt wie poliwidon oder powidon.

Polyvinylpyrrolidon wurde erstmals von Walter Reppe synthetisiert. Das Patent darauf wurde 1939 als eines der interessantesten Acetylderivate in der Chemie registriert. Ursprünglich diente es als Plasmaersatzmittel; heute findet es jedoch vielfältige Anwendungen in Medizin, Pharmazie, Kosmetik und industrieller Produktion.

Eigenschaften von Polyvinylpyrrolidon

Polyvinylpyrrolidon ist in Wasser und anderen polaren Lösungsmitteln löslich. In trockener Form erscheint es als weißes oder hellgelbes Pulver mit mikroskopischer Struktur, das bis zu 40 % seines Gewichts an atmosphärisches Wasser adsorbiert.

Die molekulare Formel von Polyvinylpyrrolidon lautet C6H9NO; die molare Masse liegt zwischen 2.500 und 2.500.000 g/mol, die Dichte beträgt 1,2 g/cm³ und der Schmelzpunkt liegt im Bereich von 150 bis 180 °C.

Anwendung von Polyvinylpyrrolidon

In der Medizin wurde Polyvinylpyrrolidon nach 1950 als Plasmaersatzmittel eingesetzt. Heute dient es als Bindemittel in vielen pharmazeutischen Tabletten; es löst sich leicht in Wasser und Alkohol auf und verbessert durch die Bildung wasserlöslicher Komplexe die Löslichkeit und Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen (Chemotherapeutika, Analgetika und Antibiotika).

Polyvinylpyrrolidon bildet mit Jod einen Komplex, das sogenannte Povidon-Jodid, welches über entseuchende Eigenschaften verfügt; dieser Komplex wird in verschiedenen Arzneimitteln und Hygienemitteln wie Lösungen, Salben, vaginalen Zäpfchen, Schmierseifen sowie chirurgischen Skrabern eingesetzt.

Polyvinylpyrrolidon findet breite Anwendung auch in folgenden Bereichen:

  • Als Leim in Bleistiften und thermoschmelzbaren Leimen;
  • Als spezieller Zusatzstoff wird Polyvinylpyrrolidon (PVP) beispielsweise in Batterien, Keramik, Glasfasern sowie Tinten für die Strahlpresse eingesetzt.
  • Es fungiert zudem als Emulgator und als Rückstandsbildner bei der Polymerisation in Lösung.
  • Es dient als Vergrößerungsmittel in Fotoresistenzen bei Elektronenstrahlbelägen.
  • Als Bestandteil wird es für die Herstellung von Membranen, wie Dialysen- und Filtermembranen zur Wasserreinigung, eingesetzt.
  • Es fungiert als verbindendes Agens und Komplexbildner im agroindustriellen Bereich, beispielsweise für den Pflanzenschutz sowie zur Behandlung und Einbringung von Samen.
  • Als Verdickungsmittel wird es in entblähenden Gelen für die Zahnheilkunde eingesetzt.
  • Als Hilfsstoff zur Erhöhung der Löslichkeit von Arzneimitteln in flüssigen und halbflüssigen Darreichungsformen (Sirupen, weichen Gelatinekapseln) sowie als Hemmstoff der Rekristallisation.

Polyvinylpyrrolidon wird in Lösungen für Kontaktlinsen sowie in Mitteln der persönlichen Hygiene eingesetzt, wie etwa Shampoos, Duschgele, Haarkonditionierer, Körperlotionen (Skrubs), Zahnpasten, Nagellacke und Haargele. Polyvinylpyrrolidon wird in Lösungen für Kontaktlinsen verwendet wie die Shampoos, die Gele für die Dusche, die Klimaanlagen für das Haar, skraby für den Körper, der Zahnpasten, die Lacke und die Gele für das Haar auch verwendet.

In der Nahrungsmittelindustrie werden die stabilisierenden Eigenschaften von Polyvinylpyrrolidon genutzt, sodass es als Lebensmittelzusatzstoff E 1201 eingesetzt wird; dabei fungiert er als Glasierelement, Stabilisator, Krümpelungsmittel und pH-Regulator.

Aufgrund seiner adsorbierenden Eigenschaften kann Polyvinylpyrrolidon Bestandteile von Detoxikationsmitteln im Organismus binden.

Polyvinylpyrrolidon wird zur Verarbeitung von Polymeren eingesetzt und dient zudem zur Klärung von Getränken, insbesondere Weißwein und bestimmter Bierarten.

In der molekularen Biologie fungiert Polyvinylpyrrolidon als Puffer in Säulen-Chromatographie-Analysen; darüber hinaus ist es Bestandteil der Denhardt-Lösung.

Nebenwirkungen von Polyvinylpyrrolidon.

Polyvinylpyrrolidon gilt im Allgemeinen als sicher und verursacht keine ernsthaften Nebenwirkungen; dennoch wurden allergische Reaktionen dokumentiert, insbesondere bei subkutaner Anwendung oder in Kontakt mit Schleimhäuten.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die höchste Körpertemperatur wurde bei Uille de Jones (USA) gemessen; er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, da seine Temperatur 46,5 °C betrug.


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