Hexenschmerzen

Hexenschuss Hexenschusswiesen ist eine mehrjährige Graspflanze mit einem mächtigen vertikalen Wurzelstock. Die Pflanze blüht, bis die Blätter ausgereift sind. Es gibt zahlreiche Volksnamen für diese Pflanze: Traumgras, owetschja-trawa (Schafgras), strelnaja-trawa (Pfeilgras), Hündinnenkraut, sonnik, urtschuj und Hexenschussborowoj (Hexenschusswiesen). Die grundständigen Blätter des Grases sind in drei Segmente gesenkt und gezähnt; sie sind auf zwei Bereiche geteilt, wobei jeder Bereich spitzzähnige Dolke trägt (in einer Höhe von 2–4 cm).

Während der Blütezeit sind die Stängel weich und behaart. Das Traumgras besitzt eine 'Decke', die aus drei zusammenwachsenden, bei der Grundung linearen und sehr haarigen Ästchen besteht. Die Zweige sind schirmtraubig. Auf dem Hexenschusswiesen sitzen sechs spitze, silber-violettblättrige Haare mit einer Länge von 3–4 cm; siehe Tytschinki beim Hexenschusswiesen: gelb, sie sind als Blättchen etwas kürzer.

Die Blütezeit fällt in die zweite Hälfte des Frühlings (Ende April bis Mai). Das Gras ist im europäischen Teil Russlands, in Weißrussland und der Ukraine verbreitet. Meist wächst es am Waldrand, an trockenen Abhängen, auf offenen Sandhügeln sowie in Kiefernwaldungen.

Anwendung des Hexenschusswiesens

Als therapeutisches Mittel dienen ausschließlich die während der Blütezeit geernteten Blätter.

Die Pflanze enthält das Steroid Sitosterin, das Triterpenoid Beta-Amin, das Gamma-Lakton Ranunkulin, Cholidonsäure sowie deren Derivate; in den Wurzeln sind Saponine enthalten. Das Anwendungsspektrum des Hexenschusswiesens umfasst organische Säuren, das Gamma-Lakton und ätherisches Öl. Die Stängel weisen Spuren von Alkaloiden auf, die auch in den Blättern vorkommen. Zudem sind die Blätter reich an Askorbinsäure. In Zwetschken wurden während der Forschungen Anthocyane (Delphinidin) sowie Glykoside und Spuren von Alkaloiden nachgewiesen.

In der Volksmedizin wird das Hexenschusswiesens als Schlafmittel und Laudanum eingesetzt. Die Pflanze wirkt bakterizid, fungizid, expectorant, antiphlogistisch und antibakteriell. Der Aufguss des Grases findet breite Anwendung bei rheumatischen Gelenkerkrankungen, Keuchhusten, gynäkologischen Beschwerden, Bronchialasthma und Bronchitis.

In der Homöopathie wird das Hexenschusswiesen zur Behandlung nervöser Störungen, Amenorrhoe, Masern, Gastritis, Mittelohrentzündungen sowie bei Zyklusstörungen eingesetzt; zudem auch bei Konjunktivitis, Stoffwechselstörungen und Erkrankungen des Verdauungs- sowie Harnsystems.

In Nordostchina wird ein Sud aus den oberirdischen Pflanzenteilen als Expektorans verwendet, während in Weißrussland ein Wasserauszug aus dem Traumgras bei Pilzinfektionen der Haut und zur Wundbehandlung eingesetzt wird.

Zur Zubereitung des Aufgusses werden 10 g fein gehackte Pflanze mit kaltem Wasser übergossen; die Mischung wird über mehrere Tage stehen gelassen und anschließend abfiltriert. Sie dient ausschließlich topisch bei Hauterkrankungen. In Weißrussland wird der Aufguss in kleinen Dosen zur Behandlung von Husten und gynäkologischen Beschwerden empfohlen. Eine Tinktur auf Wodka-Basis wird beim Rheuma reibend angewendet. Das frische Gras des Hexenschusswiesen wird im Ofen getrocknet, um einen speziellen Saft zu gewinnen, der zur Behandlung von Verbrennungen geeignet ist. Mlekoin – ein Präparat, das Hexenschuss enthält

Die bulgarische Volksmedizin empfiehlt Präparate aus dem Hexenschusswiesen bei Neuralgien, gynäkologischen Erkrankungen, Bronchitis, Keuchhusten, Migräne, Rheuma und Gicht. In Bulgarien wird das Traumgras zudem als Schweiß- und harntreibendes Mittel eingesetzt.

Die Pflanze wird häufig als kalter Aufguss verwendet: Hierzu werden zwei Teelöffel fein gehacktes Gras mit abgekochtem Wasser auf Zimmertemperatur übergossen, über mehrere Tage stehen gelassen und anschließend abfiltriert. Der Aufguss sollte nur in kleinen Schluckdosen eingenommen werden.

Kontraindikationen zur Anwendung des Hexenschusswiesens.

Da das Hexenschusswiesen eine hochgiftige Pflanze ist, muss bei der innerlichen Einnahme äußerste Vorsicht walten.

Präparate aus dem Hexenschusswiesen sind bei Gastritis, Nephritis und anderen Magen-Darm-Erkrankungen streng kontraindiziert. Historisch bestand in vielen russischen Regionen der Volksglaube, wonach diese Pflanze die Gottesmutter verflucht habe.

Ob Dass Sie dies wissen:

Nach Angaben der WHO erhöht ein tägliches, halbstündiges Gespräch am Smartphone das Risiko für die Entwicklung eines Hirntumors um 40 %.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt