Rapsöl

Rapsöl ist eine der am weitesten verbreiteten Ölsaaten weltweit; seine... Rapsöl – Öl, das aus Raps gewonnen wird Produktion bildet daneben 14 % vom Gesamtvolumen der Produktion der Pflanzenöle.

Raps ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler, die seit über 6.000 Jahren kultiviert wird. Die winterharte Pflanze gedeiht in gemäßigten Klimazonen hervorragend; nach Ansicht der Mehrheit der Forscher stammt die Heimat des Rapses jedoch vom Mittelmeer. Die Pflanzen sind feuchtigkeitsempfindlich.

Das Wurzelwerk des Raps ist stark verzweigt und wächst bis zu zwei Meter tief in den Boden. Der gerade, haarige Stängel wird von einem Überzug bedeckt. Die Blätter unterscheiden sich als grundständige Rosetten- und Stängelblätter. Die relativ großen Blütenstände haben die Form einer Hand und sind gelb oder weiß gefärbt. Sie enthalten viel Nektar und werden daher als stark nektarreich geschätzt.

Die Rapskapseln erreichen eine Länge von bis zu 10 cm und eine Breite von bis zu 3 cm; außen erscheinen sie glatt. In einer Kapsel befinden sich bis zu 15–30 kugelförmige Samen in schwarzbrauner Farbe mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 mm. Die Samen reifen ungleichmäßig entlang der Pflanze heran, weshalb sie für eine bestimmte Zeit vor der Ernte unbedingt gelagert werden müssen, um vollständig auszureifen.

In der Landwirtschaft wird Raps sowohl als Winter- als auch als Sommerkultur angebaut. Diese Pflanze verbessert die Bodenstruktur und den Ertrag des darauf wachsenden Bodens durch ihre Stickstoffanreicherung. Nach der Aussaat an dieser Stelle steigt der Ernteertrag der Getreidekulturen.

Anwendung von Rapsöl

Rapsöl wird in seiner natürlichen Form als Nahrungsmittel verwendet; daraus werden Mayonnaise und Margarine hergestellt. Hinsichtlich seiner Eigenschaften ähnelt es Olivenöl, verdirbt nicht durchsichtig und bleibt lange in der Luft stabil ohne ranzig zu werden. Das optimale Verhältnis physiologisch wichtiger Fettsäuren stellt Rapsöl im Vergleich zu anderen Pflanzenölen auf den ersten Platz.

Die Verwendung von Rapsöl ist nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Rohstoff für technische Erzeugnisse möglich; aus ihm werden Fettsäure-Ether gewonnen, die den Zetanzahl des Brennstoffs verringern und als Biodiesel eingesetzt werden.

Die Kautschukindustrie, die Stahlgießproduktion, Schmierstoffe sowie die Filmherstellung bilden nur einen Ausschnitt der vielfältigen Anwendungen von Rapsöl außerhalb der Ernährung.

Die Abfälle aus der Rapsölgewinnung (der Ölkuchen) stellen ein hochwertiges Tierfutter dar; zudem werden die grünen Pflanzenteile des Rapses aufgrund ihres hohen Proteingehalts in der Landwirtschaft geschätzt und als frisches oder Silage-Futter für Tiere genutzt.

Der Nutzen von Rapsöl

Rapsöl besitzt einen angenehmen Geschmack; sein gesundheitlicher Wert liegt vor allem im Gehalt an unverzichtbaren Aminosäuren, die vom menschlichen Organismus nicht synthetisiert werden können.

Das Rapsöl enthält reichlich Antistamin-Vitamine sowie natürliche Antioxidantien, die Zellen vor Schäden durch Sauerstoffradikale schützen; zudem ist der Gehalt an Vitaminen der Gruppe B im Öl besonders hoch.

Der erhebliche Nutzen von Rapsöl resultiert aus dem hohen Gehalt an Mikroelementen wie Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium und Zink, die in größerer Menge enthalten sind als im Sojaöl und eine bessere Verwertbarkeit aufweisen.

Das Rapsöl wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus: Es senkt den Spiegel des „schädlichen“ Cholesterins, verhindert die Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen und beugt der Entwicklung von Brustkrebs bei Frauen vor.

Die Anwendung von Rapsöl in der Kosmetik, etwa in Masken oder Bädern, verbessert Gesundheit und Aussehen der Haut.

Der Schaden von Rapsöl

Der Schaden von Rapsöl liegt in den traditionellen Sorten bis zu 50 % enthaltenem Eruksäuregehalt. Die Besonderheit besteht darin, dass diese hohen Mengen an Senfölkomponenten die Verträglichkeit stark einschränken. Rapsöl in einer Flasche dieses Acidums darin, dass sie nicht fähig ist, von den Fermenten des Organismus gespalten zu werden, deshalb wird in den Texturen angesammelt und trägt zur Verzögerung der Größe bei, verschleppt den Eintritt der sexuellen Maturität. Auch bringt erukowaja das Acidum zu den Verstößen in der Arbeit des kardiovaskulären Systems, ruft die Leberzirrhose und die Infiltration der Skelettmuskeln herbei. Die sichere Schwelle des Inhalts dieses Acidums im Öl bildet 0,3 – 0,6 %.

Zusätzlich schädigen rapsölspezifische organische Verbindungen wie Glukosinolate und Thioglykoside sowie deren Derivate die Schilddrüse und andere Organe negativ; sie verleihen dem Öl zudem einen bitteren Geschmack.

Pflanzenzüchter haben Sorten entwickelt, bei denen der Gehalt an Eruksäure und Thioglykosen minimal ist oder auf Null reduziert wurde. Diese „Schrot-Raps"-Sorten (z. B. Schpat, Achat, Promin) verringern die negativen Effekte von Rapsöl erheblich.

Die Kanola-Sorte enthält keine Thioglykoside; das daraus gewonnene Öl wird als Kanolöl bezeichnet und gilt für den Menschen als völlig unbedenklich. Es eignet sich daher hervorragend zum Heißanbraten sowie zur Dressing von Salaten.

Das Konsumieren von Rapsöl ist bei individueller Unverträglichkeit, bei Durchfallerkrankungen, Gallensteinen oder langdauernder Leberentzündung nicht empfehlenswert, da es die Funktion der Leber und des gesamten Verdauungstrakts negativ beeinflusst.

Ob Wissen Sie das?

Der regelmäßige Besuch eines Solariums erhöht das Risiko für Hautkrebs um bis zu 60 %.


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