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Reflux

Unter einem Reflux versteht man den Rückfluss von Inhalten hohler Organe in die entgegengesetzte Richtung ihrer normalen Bewegung. In bestimmten physiologischen Prozessen ist ein Reflux normal; pathologisch kann er jedoch auf eine Störung der Funktion des Verschlusses zurückzuführen sein. Reflux – Bewegung in Richtung, die dem Normalen entgegengesetzt ist

Man kann die Refluxformen wie folgt unterscheiden:

  • Reflux im oberen Abschnitt des Magen-Darm-Trakts;
  • Reflux aus Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Leber
  • Reflux bei den Ausscheidungsorganen
  • Reflux bei den weiblichen Geschlechtsorganen

Gastroreflux

Gastroreflux ist eine funktionelle Störung des Verdauungssystems, bei der der Inhalt des Duodenums (halbverdaute Nahrung zusammen mit Verdauungsfermenten und Gallensäure) in den Magen zurückfließt. Die Gallensäure und die Verdauungsfermente greifen beim Kontakt mit der Schleimhaut an, die nicht für solche aggressiven Substanzen ausgelegt ist; dies führt zu einer schweren Entzündung des Magenschleims und in einigen Fällen sogar zu Brandwunden.

Der vollständige Name dieses Syndroms lautet Duodeno-Gastroreflux, da der Prozess sowohl im Zwölffingerdarm als auch im Magen stattfindet.

Zu den Symptomen eines duodeno-gastralen Refluxes gehören:

  • Ein beständiges Gefühl von Bitterkeit im Mund;
  • Eine gelb belegte Zunge
  • Dyspepsie und Aufstoßen
  • Anhaltender Schmerz im Bereich des linken Rippenbogens
  • Bauchbeschwerden in zeitlichem Abstand zur Nahrungsaufnahme

Das Vorhandensein dieser Symptome zwingt zur ärztlichen Abklärung

Erosiver Reflux

Bei tieferen Infektionen der Speiseröhrenwände mit Bildung von Erosionen und Geschwüren auf der Schleimhaut entwickelt sich ein erosiver Reflux. Eine Untersuchung des erosiven Refluxes, bei der die Behandlung nicht rechtzeitig begonnen wird, kann zu einem langdauernden Ösophagusgeschwür führen.

Zur Vermeidung von Komplikationen bei Refluxen im oberen Magenabschnitt müssen folgende Ernährungsregeln strikt beachtet werden:

  • Völliger Verzicht auf Tabak und Alkohol
  • Regelmäßige, aber kleine Mahlzeiten
  • Gründliches Kauen der Nahrung
  • Vermeidung von säurebildenden Lebensmitteln
  • Vermeidung von gebratenen, geräucherten, salzigen und scharfen Speisen
  • Verzicht auf Kaffee, Schokolade sowie stark gezugten Tee
  • Einnahme einer schonenden Ernährung mit weicher Konsistenz
  • Präferenz für vegetarische Gerichte

Es ist nicht empfehlenswert, sich innerhalb einer Stunde nach dem Essen ins Bett zu legen; zudem sollte enge Kleidung vermieden werden, die den Bauchraum komprimiert.

Vesikoureteraler Reflux

Der vesikoureterale Reflux ist eine funktionelle Störung der Organe, die zum Rückfluss von Urin aus der Harnblase in das Nierenbecken und die Niere führt. Anatomische Defekte oder Entzündungen bilden Hindernisse für den normalen Abfluss des Urins. Die Stagnation des Urins sowie seine übermäßige Ansammlung dehnen die Wände der Harnblase erheblich aus; unter dem Druck kehrt der Urin zurück, wodurch das Nierenbecken gekrümmt und deformiert wird. Werden die Hindernisse für den Abfluss nicht entfernt, erstreckt sich der Prozess auf die Niere.

Hauptursachen des vesikoureteralen Refluxes:

  • Angeborene Anomalie der Mündung des Harnleiters, die den Urinaustritt behindert oder erschwert.
  • Funktionsstörung der Harnblase, die zu einer Erhöhung des intravesikalen Drucks führt.
  • Chronische Blasenentzündung, die die Elastizität des Gewebes im Nierenbecken beeinträchtigt. Harnleiterreflux – Störung der Harnausscheidung

Der vesikoureterale Reflux weist oft keine spezifischen Symptome auf und manifestiert sich erst bei Vorliegen von Begleiterkrankungen, beispielsweise einer Pyelonephritis. Ein plötzliches Fieber von 39 Grad ohne Erkältungszeichen sowie starke Schmerzen in der Lendengegend und im Bauchraum deuten auf einen Harnwegsverschluss hin; eine sofortige Abklärung ist notwendig, um die Behandlung zeitnah zu beginnen. Das Risiko des Fortschreitens liegt in einer erneuten Nierenschädigung, die bei fortgeschrittenen Fällen zur Nierenfunktionseinschränkung führen kann.

Reflux: Die Behandlung

Für die Therapie von Refluxen ist eine rechtzeitige Diagnose und ein korrekt ausgewähltes Behandlungsschema entscheidend, da verschiedene Formen des Refluxes Erkrankungen hervorrufen können, die sich im Laufe der Zeit entwickeln.

Refluxsymptome treten bei der Untersuchung von Patientinnen mit Harnwegserkrankungen oder Verdauungsstörungen häufig auf; in solchen Fällen erfolgt die Behandlung entweder gleichzeitig mit den Grunderkrankungen oder erst nach deren Abheilung.

Die Therapie von Refluxen wird ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht und gemäß ärztlicher Verordnung durchgeführt, um Komplikationen und Folgeschäden zu minimieren.

Ob Bitte beachten Sie:

Im Darmtrakt leben Millionen von Bakterien; diese sind nur bei starker Vergrößerung sichtbar, würden sie jedoch in einer gewöhnlichen Tasse zusammengetragen.


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