Seduxen

Seduxen – das sedierende Arzneimittel Seduxen Lösung

Pharmakologische Wirkung

Der Wirkstoff Seduxen ist Diazepam, ein Benzodiazepin. Diese Substanz wirkt anxiolytisch; dieser Effekt äußert sich beruhigend, sedativ und durch die Dämpfung der Reizbarkeit des Zentralnervensystems. Er reduziert Krampfanfälle und bewirkt eine zentrale Muskelrelaxation. Expertenbewertungen bestätigen: Die Einnahme verringert das Maß der Besorgnis, ermöglicht es, Angst und Unruhe zu mildern, und erhöht die Schmerzschwelle. Sie trägt zur Senkung des arteriellen Blutdrucks sowie zur Erweiterung der Koronargefäße bei. Seduxen wirkt therapeutisch beim Alkoholentzugssyndrom: Er reduziert motorische Hyperexzitabilität, vermindert den Tremor, mildert Symptome des alkoholischen Delirs und schwächt Halluzinationen. Ein Einfluss auf psychotische Zustände anderer Genese (schizoide, wahnhafte Störungen etc.) ist jedoch nicht gegeben. Die Magensaftsekretion wird nachts verringert.

Zusammensetzung und Anwendungsform

Das Präparat ist in Form von Tabletten sowie als Lösung für die intravenöse oder intramuskuläre Anwendung erhältlich.

Der Wirkstoff Seduxen ist Diazepam.

Die Zusammensetzung der Tablette: Eine Tablette Seduxen enthält 5 mg Diazepam sowie Hilfsstoffe (Maisstärke, Talkum, kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumstearat). Die Packung besteht aus 10 Tabletten in Blisterpackungen; je Packung sind zwei Blister enthalten.

Zubereitung zur Injektion: Ampullen mit Seduxen (2 ml, entsprechend 10 mg Diazepam) und 4 mg Lidocinchlorid pro Ampulle; die Packung enthält 5 Ampullen.

Jede Packung beinhaltet die beiliegende Gebrauchsinstruktion für Seduxen.

Analoga zu Seduxen.

Zu Seduxen gehörende Analoga sind: Ansiolin, Apaurin, Aposepam, Atilen, Bensedin, Walitran, Walium Ratiopharm, Watran, Wiwal, Diasepabene, Diazepam, Diasepeks, Diapam, Duksen, Kwetinil, Lembrol, Pazitrian, Relanium, Relium, Saromet, Serenamin, Serensin, Sibason, Sonakon, Stesolin, Usgamir, Fridan und weitere.

Zu Seduxen gehörende Präparate enthalten die gleiche Wirksubstanz: Diazepam.

Anwendungshinweise.

Gemäß der Gebrauchsanweisung wird Seduxen bei folgenden Zuständen eingesetzt:

  • Neurosen sowie neurosenähnlichen Störungen.
  • Psychopathien sowie psychopathähnliche Zustände, die durch organische Hirninfektionen oder Schizophrenie verursacht werden.
  • Pathologische Zustände, die von übermäßiger psycho-neuraler Belastung, Angst oder Hypochondrie begleitet sind.
  • Angststörungen (Phobien)
  • Traumatische Verwirrungen
  • Psychomotorische Hyperexzitabilität und Unruhe
  • Epilepsie, epileptischer Status sowie epileptiforme Anfälle
  • Krämpfe in den Muskeln unterschiedlicher Ätiologie
  • Entzugssyndrom bei chronischem Alkoholismus
  • Dermatosen mit Juckreiz
  • Medikamente gegen nächtliche Stichschmerzen bei der komplexen Behandlung von Magengeschwüren
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kindereineng
  • Verhaltensstörungen im Kindesalter
  • Komplextherapie zur Behandlung hypertensiver Krisen
  • Klimakterisches Syndrom
  • Menstruationsstörungen
  • Gefahr der Frühgeburt

Seduxen ist nach klinischen Studien ein wirksames Prämedikationsmittel für operative Eingriffe

Anwendungshinweise für Seduxen

Gemäß Packungsbeilage wird Seduxen bei Erwachsenen in einer Tagesdosis von 5 bis maximal 15 mg, aufgeteilt auf 2–3 Anwendungen, verabreicht. Im Krankenhaus kann die Dosis bei akuten Zuständen und guter Verträglichkeit bis zu 30 mg erhöht werden; bei schweren Zuständen sogar bis zu 60 mg. Die Dosierung erfolgt je nach Symptomen und individueller Empfindlichkeit.

Anwendungshinweise für Seduxen

  • Zur Beruhigung wird das Präparat in einer Tagesdosis von 2,5 bis maximal 10 mg, aufgeteilt auf zwei bis vier Anwendungen, verabreicht.
  • Anwendung bei spastischen Zuständen: 5 bis 10 mg des Präparates pro Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Anwendungen;
  • Therapie innerer Erkrankungen (z. B. Hypertonie, Herzarrhythmien): 2,5 bis 5 mg zweimal oder dreimal täglich;
  • In der gynäkologischen Praxis (bei klimakterischen und menstruellen Störungen): 2,5 bis 5 mg zweimal oder dreimal täglich;
  • Bei drohender Frühgeburt: initial 10 mg einmalig, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 10 mg dreimal täglich bei anhaltender Bedrohung; nach Abklingen der akuten Phase wird die Dosis auf 5 mg dreimal täglich reduziert.
  • Zur präoperativen Sedierung: 10 bis 20 mg Seduxen einmalig am Abend vor dem Eingriff; bei Bedarf zusätzliche Gabe von 10 mg intravenös 30 Minuten vor der Operation.
  • Bei der Behandlung des Alkoholentzugssyndroms: Initial intramuskuläre Applikation mit 10 mg in den ersten Tagen (in 3–4 Einzeldosen); im weiteren Verlauf wird die Dosis auf 5 mg dreimal bis viermal täglich reduziert.
  • In der pädiatrischen Praxis: Kindern bis zum 7. Lebensjahr werden 2,5 mg zweimal täglich verabreicht; ab dem 7. Lebensjahr liegt die Dosierung bei 2,5–5 mg zweimal täglich. Der Beginn erfolgt mit den Minimaldosen unter schrittweiser Erhöhung bei Bedarf, wobei ein Großteil der Tagesdosis auf die Abendgabe fällt.

Die Anwendung von Seduxen bei Patienten fortgeschrittenen Alters, bei geschwächten Patienten sowie im Vorliegen atherosklerotischer Gefäßveränderungen wird auf Minimaldosen beschränkt. Insbesondere wird zu Beginn der Behandlung mit 2,5 mg zweimal täglich gestartet.

Bei Fortsetzung der Behandlung unter Beibehaltung der Arbeit sollte die Dosierung so berechnet werden, dass ein Großteil des Präparats zur Nachtzeit eingenommen wird. Seduxen Tabletten

Nebenwirkungen von Seduxen

Die Berichte über Seduxen belegen seine gute Verträglichkeit; dennoch wurden in der klinischen Praxis folgende Nebenwirkungen identifiziert, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Seduxen stehen:

  • Auf Seiten des Nervensystems: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen (anterograde Amnesie), Verwirrtheit, depressive Verstimmungen, Katalepsie, extrapyramidale motorische Störungen, Asthenie, Reflexschwäche, verwirrter Bewusstseinszustand sowie unkontrollierte Aggressionen und Suizidversuche.
  • Auf Seiten des Verdauungssystems treten Speicheldrüsenstörungen, Dyspepsie, Oberbauchschmerzen sowie Appetitverlust oder gesteigerter Appetit auf. Zudem können Störungen der Leberfunktion beobachtet werden.
  • Auf Seiten des kardiovaskulären Systems kommen Herzrhythmusstörungen und Hypotonie vor.
  • Auf Seiten des Blutes kommen Anämien, das Felty-Syndrom, Agranulozytosen sowie Thrombozytopenie und Neutropenie vor.
  • Auf Seiten des Harnsystems treten Nierenfunktionsstörungen und ein verminderter Urinfluss auf.
  • Auf Seiten des Immunsystems treten Urtikaria und Pruritus auf.
  • Zu den sonstigen Nebenwirkungen zählen Dysmenorrhöe, Libidoverlust, Atemzentrumslähmung, Diplopie sowie Gewichtsverlust. An der Injektionsstelle ist bei intravenöser und intramuskulärer Anwendung eine Phlebitis möglich.
  • Bei der Anwendung von Seduxen in der Geburtshilfe bei Neugeborenen können Dyspnoe, Muskellähmung, Hypothermie sowie eine Lähmung des Zentralnervensystems und eine Verstärkung des Saugreflexes auftreten.

Besondere Hinweise

Seduxen und seine Analoga können bei Anwendung im ersten Trimester schädliche Auswirkungen auf den Fötus haben.

Sie können eine medikamentöse Abhängigkeit hervorrufen. Bei abruptem Absetzen des Medikaments treten Symptome eines Entzugssyndroms auf, die sich durch depressive Verstimmungen, Angstzustände, Reizbarkeit, psychomotorische Übererregung, Schlafstörungen, Muskelkrämpfe, vermehrte Schweißbildung, Übelkeit, Lichtscheu sowie Krampfanfälle manifestieren. Psychiatrische Zustände und Halluzinationen treten jedoch selten auf.

Seduxen kann unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln (z. B. Antidepressiva, Muskelrelaxantien) sowie mit Alkohol eingehen.

Während der Anwendung von Seduxen sollte die Ausübung von Tätigkeiten vermieden werden, die schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern.

Kontraindikationen für die Anwendung von Seduxen

Laut Fachinformation ist Seduxen bei den folgenden Zuständen kontraindiziert:

  • Kontraindikationen für die Anwendung von Seduxen
  • Laut Fachinformation ist Seduxen bei den folgenden Zuständen kontraindiziert: Individuelle Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen, akutes Glaukom sowie Verschlechterung eines bestehenden Glaukoms.
  • Kontraindikationen für die Anwendung von Seduxen
  • Laut Fachinformation ist Seduxen bei den folgenden Zuständen kontraindiziert: Schwere Myasthenia gravis sowie langdauernde Hyperkapnie.
  • Schwangerschaft im ersten Trimester
  • Stillzeit
  • Alter bis zu 6 Monaten

Da Berichte über Seduxen seitens der Hebammen und Neonatologen auf unerwünschte Wirkungen auf die Frucht hinweisen, sollte die Anwendung des Präparats in frühen wie späten Schwangerschaftsperioden nur bei äußerster Notwendigkeit unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Regeln zur Lagerung und zum Ablaufdatum

Tabletten an einem trockenen, dunklen Ort bei Zimmertemperatur lagern; Lösungen für Injektionen bei einer Temperatur von 2 bis 5 °C aufbewahren (Haltbarkeit 5 Jahre) und vor Kindern schützen.

Seduxen und Analoga werden rezeptpflichtig abgegeben und eignen sich nicht für die Selbstmedikation.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Laut Statistiken steigt das Risiko für Rückentraumata am Montag um 25 % und das Risiko für Herzinfarkte um 33 %. Seien Sie bitte vorsichtig.


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