Safran (Crocus) – eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Schwertlilien, die in Wäldern, Steppen und Wiesen wächst. Die Pflanze erreicht 15–20 cm Höhe, besteht aus dem Stiel, grünen Blättern sowie zwei bis drei Blüten mit drei orangefarbenen Staubfäden. Der Safran blüht im Herbst von Oktober bis November oder im Frühling mit weißen, orangen, blauen und violetten Blüten. Die Früchte der Pflanze sind dreikammerige Schachteln mit kleinen eckigen Samen. Das vermutete Verbreitungsgebiet der Pflanze liegt in Kleinasien.
In der Natur werden neben 80 Safran-Arten einige als invasive Arten geführt. Die am weitesten verbreiteten und bekanntesten Safran-Arten sind:
Die Bestandteile des Safrans umfassen Flavonoide, Glykoside, Protokrozin, Karotinoide, Krozin, Vitamine der Gruppe B, Stärkemehl sowie ätherische Öle (zwischen 0,4 % und 1,3 %) mit einem hohen Gehalt an Zineol und Safranal.
Die therapeutischen Wirkungen des Safrans sind auf einen hohen Gehalt an Vitaminen und Glykosiden zurückzuführen. Safran ist ein wirksames Mittel bei:
Die Anwendung von Safran ist als Aphrodisiakum weit verbreitet.
Safran ist eine gute Quelle für Mineralien wie Kupfer, Kalium, Calcium, Mangan, Eisen, Selen und Magnesium. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen sowie des Liquors und hilft bei der Regulation der Herzfrequenz und des arteriellen Blutdrucks.
Mangan und Kupfer werden vom Organismus als Kofaktoren für das Antioxidans-Superoxiddismutase-Enzym genutzt. Eisen ist ebenfalls als Kofaktor für die Cytochrom-c-Oxidase notwendig, um die Leistung der Erythrozyten zu gewährleisten.
Safran enthält zahlreiche lebenswichtige Vitamine, darunter Vitamin B1 (Wachstumsvitamin), Folsäure, Riboflavin, Niacin und Ascorbinsäure, die für die Aufrechterhaltung der körpereigenen Immunität essenziell sind.
Die therapeutischen Wirkungen von Safran wurden experimentell bestätigt; dabei zeigten sich folgende Ergebnisse:
Bereits im antiken Ägypten und Rom war die Pflanze als Farbstoff sowie medizinisches Mittel bekannt; sie wurde in die Parfümerie und Kochkunst integriert. Von dort gelangte sie nach China und verbreitete sich später ganz Europa im Mittelalter. In Marokko wurde Safran zur Linderung von Zahnschmerzen bei Kindern eingesetzt, während in Frankreich während der Renaissance Frauen das Haar mit einer Mischung aus Zitrone und Safran färbten, um eine beständige Farbe zu erhalten.
Heute gelten Iran, Indien und Spanien als die weltweit größten Importeure von Safran; sie werden als Produzenten des hochwertsten Gewürzes anerkannt.
In der Kochkunst wird Safran weit verbreitet verwendet und gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Der hohe Wert ergibt sich daraus, dass eine Pflanze nur drei Blüten enthält, aus denen das Gewürz gewonnen wird. Um ein Kilogramm des Gewürzes zu erhalten, müssen zwischen 70.000 und 250.000 Blüten manuell im Herbst gesammelt werden, wenn die Blüten vollständig geöffnet sind.
Beim Kauf von Safran sollte vor allem auf die Farbe des Gewürzes geachtet werden. Hochwertiger Safran ist gleichmäßig gefärbt und zeigt eine hellrote oder dunkelorange Färbung. Das Gewürz kann als Pulver oder in Form von Fäden erworben werden.
In der Kochkunst wird Safran verwendet, um Gerichten eine intensive Farbe und ein aromatisches Profil zu verleihen. Dieses Gewürz ist für Gerichte wie Risotto, Bouillabaisse und Paella unverzichtbar.
Auch in der Küche wird Safran zur Zubereitung von Suppen, Soßen und Dressings verwendet.
In der indischen Küche wird Safran in Milch hinzugefügt; die tägliche Einnahme dieses Mittels verbessert die Verdauung, reinigt das Blut sowie Linderung von Erschöpfung und Gewichtsverlust.
In der verarbeitenden Industrie werden Safrane extrahiert und als Parfüm sowie als Farbstoff für Textilien verwendet.
In der Schulmedizin wirkt Safran antidepressiv; er verbessert die Verdauung, wirkt antiseptisch und fungiert als Antikonvulsivum.
Die Anwendung von Safran als Medikament gilt unter der Bedingung einer Einnahmedauer von maximal sechs Wochen als sicher. Bei längerer Anwendung können laut Rezensionen Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Unruhe, Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit, Appetitverlust, Kopfschmerzen sowie allergische Reaktionen auftreten.
Die Anwendung von Safran in hohen Dosen gilt aufgrund von Rezensionen nicht als ungefährlich; sie kann zu Vergiftungen führen, die Haut, Augen und Schleimhäute schädigen sowie Erbrechen, Durchfall und Nasenbluten verursachen. Eine Dosis von 12 bis 20 Gramm kann tödlich sein.
Schwangere sollten Safran nicht in Mengen anwenden, die über das übliche Nahrungsvorkommen hinausgehen; größere Mengen können zu Gebärmutterkontraktionen und Fehlgeburten führen.
Bei bipolaren Störungen sowie bei Personen mit einer Allergie gegen Nelken ist eine Anwendung von Safran zu vermeiden oder besonders vorsichtig zu dosieren.
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