Tachykardie

Die Tachykardie ist ein Zustand, bei dem die Herzfrequenz 90 Schläge pro Minute übersteigt. Sie kann als Folge körperlicher Belastungen, Stresssituationen oder Aufregung entstehen, aber auch in Form einer Erhöhung der Ruheherzfrequenz auftreten. Tachykardie – Erhöhung der Herzfrequenz

In einigen Fällen kann die Tachykardie ohne Komplikationen verlaufen; sie kann jedoch die normale Arbeit des Herzens ernsthaft beeinträchtigen, das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen oder zu einem plötzlichen Herzstillstand und Tod führen. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Tachykardie sind unter anderem Atherosklerose und Diabetes mellitus Typ 2. Man unterscheidet zwischen sinusaler, paroxysmaler Tachykardie sowie Kammerflimmern.

Sinustachykardie

Unter Sinustachykardie versteht man einen Zustand, bei dem die Impulse vom Sinusknoten zu den Kammern gestört werden oder die Erzeugung der Impulse durch den Sinusknoten beeinträchtigt ist. Sie lassen sich mittels Elektrokardiogramms nachweisen; ihre Ursachen können extrinsische Faktoren sein oder eine Funktionsstörung des Sinusknotens.

Paroxysmale Tachykardie

Unter paroxysmaler Tachykardie versteht man einen Zustand, der schlagartig auftritt und mit einer Frequenz von 150–300 Schlägen pro Minute endet. Man unterscheidet drei Formen der paroxysmalen Tachykardie:

  • Kammer-
  • Vorhofflimmern;
  • Vorhofflattern.

Die unmittelbaren Ursachen dieser Form der Tachykardie sind eine Erhöhung der Aktivität des Nervensystems und dystrophische Veränderungen des Herzmuskels.

Das Kammernflimmern.

Unter dem Begriff Kammernflimmern versteht man einen Zustand, bei dem die Frequenz von 250 bis 480 Schlägen pro Minute zu einer chaotischen Kontraktion der Herzmuskel Fasern führt, was zur Abwesenheit effektiver Kammerkontraktionen und zum Stillstand des Herzschlags führt. Häufig ist das Kammernflimmern eine Komplikation eines ausgedehnten Herzinfarkts.

Ursachen der Tachykardie.

Die häufigsten Ursachen der Tachykardie sind Störungen des vegetativen Nervensystems und der Hämodynamik, verschiedene Formen von Arrhythmien sowie Störungen des endokrinen Systems.

Häufig ist die Tachykardie eine Folge von Hypertonie, ischämischer Herzkrankheit, Herzinfarkt und Herzerkrankungen. Auch übermäßiger Konsum von Koffein, alkoholischen Getränken und Tabakprodukten kann zu einer Entstehung der Tachykardie führen. Zur Entwicklung der Tachykardie tragen Erkrankungen der Schilddrüse sowie diverse Infektionskrankheiten bei.

Symptome der Tachykardie.

Die Symptome der Tachykardie sind:

  • Brustschmerzen;
  • Bewusstseinsstörungen;
  • Schwindel;
  • Hypotonie;
  • Palpitationen (Herzschlag);
  • Atemnot;
  • Schwächegefühl;
  • Ohnmacht.

In einigen Fällen kann die Tachykardie ohne Manifestation der oben genannten Symptome verlaufen. Für solche Fälle wird der Zustand in der Regel bei der medizinischen Untersuchung oder dem Herzmonitoring festgestellt. Elektrokardiographie – Diagnosemethode für Tachykardien

Diagnostik der Tachykardie

Die Diagnostik einer Tachykardie erfolgt durch klinische Untersuchung, eine Reihe von Untersuchungen sowie Labortests und diagnostischen Verfahren. Zu den allgemeinen Tests zur Diagnosestellung gehören:

  • Die elektrophysiologische Studie, mit deren Hilfe die Ursache der Herzprobleme ermittelt werden kann;
  • Das Elektrokardiogramm (EKG), das zur Bestimmung des Tachykardie-Typs sowie dessen Einfluss auf den Herzrhythmus dient;
  • Das Holter-Monitoring, durch das es möglich ist, das vollständige symptomatische Bild der Erkrankung über einen längeren Zeitraum zu erfassen.

Die Behandlung der Tachykardie

Zu den Hauptzielen der Tachykardie-Behandlung gehören die Verhinderung zukünftiger Attacken, die Minimierung von Komplikationen und die Normalisierung des Herzrhythmus. Die Behandlung kann medikamentös mit spezifischen Wirkstoffen erfolgen oder durch Lebensstiländerungen, wie die Vermeidung von Stresssituationen und eine ausreichende Erholung.

Ob Wissen Sie das?

Karies ist die häufigste Infektionskrankheit weltweit; sie wird sogar noch häufiger als Influenza diagnostiziert.


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