Alkaloze

Alkaloze – eine Form des Störungszustands des säurehaltig-alkalischen Gleichgewichts im Organismus, die durch Verschiebung des Verhältnisses zwischen den Kationen der Basen und den Anionen der Säuren des Blutes zugunsten einer Erhöhung der Kationen charakterisiert ist.

Ausscheidung:

  • Exkretorische Alkalose – entwickelt sich durch Hemmung der Ausscheidung alkalischer Kationen oder durch Verlust saurer Anionen aus dem Organismus; diese Erkrankung tritt bei Ileus, Pylorusstenose und anderen Zuständen mit ungebändigtem Erbrechen sowie in Fällen von Störungen der Natriumausscheidung durch die Nieren auf.
  • Respiratorische Alkalose – entsteht durch übermäßige Ausscheidung von Kohlensäure aus dem Organismus; diese Erkrankung kann sich bei Hirngeschwülsten, Fieber, chirurgischen Eingriffen sowie anderen Zuständen entwickeln, die von artifizieller oder physiologischer Hyperventilation begleitet werden.
  • Kompensierte Alkalose – gekennzeichnet durch das Fehlen wesentlicher Verschiebungen des pH-Werts des Blutes (er bleibt im Bereich von 7,35 bis 7,45).
  • Metabolische Alkalose – die Form der nicht-gasförmigen Alkalose, die auf Stoffwechselstörungen und die Ansammlung alkalischer Metaboliten im Organismus zurückzuführen ist.
  • Nicht gasförmige Alkalose – der Oberbegriff für Alkalosen, die durch eine übermäßige Ausscheidung von Kohlensäure aus dem Organismus entstehen (nicht exkretorisch oder metabolisch).
  • Nicht kompensierte Alkalose (alkalosis incompensata; Synonym: dekompensierte Alkalose) ist durch eine Verschiebung des Blut-pH-Werts zur alkalischen Seite (über 7,45) gekennzeichnet.
  • Die exogene Alkalose (alkalosis exogena) entsteht nicht durch Störungen des Gasaustauschs, sondern durch die Aufnahme großer Mengen alkalischer Substanzen mit der Nahrung bei Vergiftungen oder in Form von Medikamenten.
Ob Das sollten Sie wissen:

Menschen, die sich regelmäßig zum Frühstück gewöhnen, leiden seltener an einer Fettüberlastung.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt