Vakzinalerkrankung

Vakzinalerkrankung (Vaccinia)

  1. Vakzinalerkrankung beim Menschen: Sie tritt bei Personen auf, die keine Immunität gegen Pocken besitzen. Das Krankheitsbild ist durch eine gemilderte Intoxikation sowie lokale Reaktionen nach der Impfung mit Vaccinen gekennzeichnet.
  2. Impfkomplikationen in Form einer Dermatose, die durch das Vorhandensein des Vaccinia-Virus verursacht werden.

Formen der Vakzinalerkrankung:

  • Sekundär – tritt bei mechanischer Übertragung des Vaccinia-Virus auf Schleimhäute oder andere Hautbereiche auf; die Symptome werden durch die Lokalisation bestimmt.
  • Generalisiert – entsteht infolge lymphohämatogetener Verbreitung des Vaccinia-Virus; gekennzeichnet ist sie durch eine Ausbreitung über die gesamte Hautoberfläche mit Rosolen, die sich konsekutiv in Papeln verwandeln und Bläschen sowie Pusteln bilden. Die Krusten fallen oft unvollständig ab.
  • Serpiginös – gekennzeichnet durch langanhaltendes Fieber sowie die Bildung und zentrifugale Ausbreitung von zusätzlichen Impfelementen entlang der Ränder der Hauptpockennarben. Diese Elemente sind häufig mit den Narben vereinigt, bilden flache Strukturen mit einem Durchmesser von 2–3 cm oder mehr und stehen auf dicht infiltriertem Gewebe.
  • Accessoria – in der Nähe der mütterlichen Pockennarben treten kleine Tochternarben auf; diese können manchmal zusammengezogen mit ihnen sein.
  • Progressiva (Synonyme: nekrotische Form der Vakzinalkrankheit, brandige Form der Vakzinalkrankheit) – gekennzeichnet durch die Bildung eines Nekrosebereichs in der Haut und den darunterliegenden Geweben, der sich über mehrere Monate ausbreitet; sie entwickelt sich bei Vorhandensein einer Immunschwäche.
Ob Sie wissen:

Selbst wenn das Herz des Menschen nicht schlägt, kann er im Laufe eines langen Zeitraums dennoch leben, was auch dem norwegischen Fischer Jan Rewsdal demonstriert wurde. Sein „Motor" blieb für 4 Stunden stehen, nachdem sich der Fischer geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt