Thiopental

Tiopental – das anästhetische Barbiturat Verpackung von Thiopental

Pharmazeutische Form

Tiopental wird als Lyophilisat zur Herstellung einer Lösung für die intravenöse Verabreichung sowie als Pulver zur Vorbereitung der Lösung für die intravenöse Gabe geliefert.

Pharmakologische Wirkung von Thiopental

Thiopental gehört zu den Barbitursäurederivaten und wirkt allgemein anästhesierend sowie sedativ auf den Organismus.

Es bewirkt eine unterdrückende Wirkung auf das Gefäßzentrum, die Atemzentren und den Herzmuskel; durch die Anwendung von Thiopental kommt es zur Senkung des Schlagvolumens und des arteriellen Blutdrucks, während Herzfrequenz und periphere Vasodilatation gleichzeitig zunehmen. Die Ausprägung dieser Veränderungen hängt vom Stadium der Narkose ab.

Nach den Anweisungen induziert eine Einzeldosis von Thiopental eine Narkose mit einer Dauer von 20 bis 25 Minuten.

Angaben zur Anwendung von Thiopental

Gemäß den Anweisungen wird Thiopental als Narkosemittel bei nicht langdauernden chirurgischen Eingriffen sowie für die Basis- und Einleitungsanästhesie vor der nachfolgenden Gabe anderer Mittel eingesetzt.

Kontraindikationen

In der Gebrauchsinformation zu Thiopental sind folgende Kontraindikationen angegeben:

  • Diabetes mellitus;
  • Entzündliche Erkrankungen des Nasenrachenraums;
  • Organische Leber- und Nierenerkrankungen;
  • Schwere Kreislaufstörungen;
  • Bronchialasthma;
  • Kollaps
  • Starke Abmagerung des Organismus
  • Schockzustand
  • Fieberhafte Zustände
  • Hinweise in der Anamnese des Patienten oder seiner Verwandten auf Porphyrie-Anfälle

Tiopental ist bei Erkrankungen der oberen Atemwege mit Vorsicht anzuwenden

Anwendungsart von Thiopentals und Dosierungsregime

Nach der Instruktion wird Thiopental intravenös verabreicht; bei Kindern kann eine rektale Gabe erfolgen

Für die intravenöse Anwendung beträgt die Einzeldosis 3–10 mg pro kg Körpergewicht, je nach Alter und Zustand des Patienten. Bei rektaler Gabe an Kinder bis drei Jahren wird die Dosierung mit 40 mg pro Lebensjahr berechnet. Bei rektaler Gabe an Kinder von drei bis sieben Jahren erfolgt die Dosierung mit 50 mg pro Lebensjahr

Für Erwachsene beträgt die maximale Einzeldosis 1 g

Nebeneffekte von Thiopental

Nach den Rezensionen kann Tiopental... Tiopental in Flaschen die folgenden Nebenerscheinungen herbeirufen:

  • Das Atemsystem: Bronchospasmus, Atemdepression verschiedenen Schweregrades, Laryngospasmus; bei schneller Einführung Apnoe sowie eine Zunahme des Schleims in den Bronchien.
  • ZNS: Ataxie, Hemmung und Schwindel, die mit einer dosisabhängigen Unterdrückung des ZNS verbunden sind; in der postoperativen Phase ist ein Gedächtnisstörung möglich.
  • Das Verdauungssystem: Hypersalivation.
  • Das Herz-Kreislaufsystem: dosisabhängige Verkleinerung des arteriellen Blutdrucks; bei schneller Einführung ist ein Kollaps möglich.
  • Allergische Reaktionen: verschiedene Hauterscheinungsformen.

Anwendung von Thiopental während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Die Anwendung von Thiopental während der Schwangerschaft und Stillzeit erfordert eine Abwägung des Risikos für die Mutter gegenüber dem Nutzen für das Kind.

Arzneimittelwechselwirkungen.

Tiopental ist aufgrund seiner starken alkalischen Reaktion mit Präparaten unvereinbar, die eine saure Reaktion aufweisen (z. B. Ascorbinsäure, Adrenalin, Phenothiazine).

Besondere Hinweise

Laut Anweisung erhöht Tiopental den Tonus des parasympathischen Nervensystems; deshalb ist es vor seiner Anwendung empfehlenswert, eine adäquate Atropindosierung einzuleiten. Unmittelbar nach dem Eintritt der Narkose sollte die Durchgängigkeit der Atemwege geprüft werden.

Vorbehaltlich der Durchführung einer intravenösen Langzeitinfusion (IWL) kann das Präparat in Kombination mit Muskelrelaxanzien verwendet werden.

Bei älteren Patienten sowie bei Störungen des Proteinstoffwechsels, der Nierenfunktion und der Leber kann die Dauer der Wirkung des Präparats verlängert sein.

Ob Das sollten Sie wissen:

Bei 5 % der Patienten ruft das Antidepressivum Klomipramin einen Orgasmus hervor.


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