Vitamin E – das Fruchtbarkeitsvitamin, ein Antioxidans, das fettlösliche Vitamin. Es wurde 1922 entdeckt und erhielt in der alphabetischen Einordnung die fünfte Nummer; daher der Name „Vitamin E".
Im Verlauf der Forschungen wurde festgestellt, dass ein Mangel an diesem Vitamin bei Laborratten zu Aborten während der Schwangerschaft führt sowie zur Hodenatrophie bei den Männchen.
Ein Mangel an Vitamin E stört den Stoffwechsel und führt durch die Senkung der Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes zu lokaler Hypoxie. Das Defizit am Fruchtbarkeitsvitamin verursacht zudem die Zerstörung von Erythrozyten infolge einer gestörten Membranstabilität.
Vitamin E ist notwendig für die Regeneration der Gewebe, verbessert die Blutzirkulation, wirkt bei fibrösen Erkrankungen der Brust therapeutisch und ist beim prämenstruellen Syndrom nützlich. Es fördert eine normale Blutgerinnung, beschleunigt die Wundheilung, verringert die Wahrscheinlichkeit tiefer Narbenbildung, stabilisiert den arteriellen Blutdruck, beugt Katarakt vor, nimmt Beinkrämpfe auf, verhindert Anämie, unterstützt die Gesundheit von Muskeln und Nerven, verbessert athletische Leistungen und festigt Kapillarwände.
Vitamin E ist für das Haar vorteilhaft. Es wird angenommen, dass in 80 % der Fälle von Haarausfall ein Mangel an diesem Vitamin die Ursache ist. Vitamin E sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung der Kopfhaut durch Förderung der Durchblutung und Ernährung sowie durch Befeuchtung der Hautzellen. Die Anwendung von Vitamin E verbessert somit den Zustand und das Volumen des Haares, verfeinert dessen Struktur, erhöht den Glanz und macht die Locken fester.
Als Antioxidans schützt Vitamin E Zellen vor Schäden, hemmt die Bildung freier Radikale und bremst die Lipidperoxidation. Es ist notwendig für den Schutz anderer fettlöslicher Vitamine vor oxidativer Zerstörung, fördert die Aufnahme von Vitamin A, verzögert das Altern des Organismus und beugt altersbedingter Pigmentierung vor.
Vitamin E ist an der Bildung elastischer Fasern sowie des Kollagens in der Interzellsubstanz beteiligt, verhindert eine erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes, wirkt sich positiv auf den peripheren Blutkreislauf aus und nimmt an der Proliferation von Zellen sowie der Entwicklung der Plazenta, der Biosynthese von Lipiden und Proteinen und der Bildung von Gonadotropinen teil.
In 1977 wurde wissenschaftlich bewiesen, dass das Fruchtbarkeitsvitamin den Verlauf des Diabetes mellitus und der Alzheimer-Krankheit günstig beeinflusst sowie die Immunfunktion des Organismus verbessert.
Ein Defizit am Fruchtbarkeitsvitamin ist beim erblichen Bassen-Kornzweig-Syndrom möglich, wenn die Transportmechanismen des Vitamins gestört sind.
Vor allem führt ein Mangel an Vitamin E zur Schädigung der Muskelfasern und Neuronen – Zellen mit großer membranöser Oberfläche und hoher Oxidationsneigung. Die Neuronen produzieren reaktive Sauerstoffspezies. Auch die Spermatogonien des Epithels, das Endothel der Gefäße sowie die Epithelzellen der Nephronen leiden; zudem proliferieren Leberzellen rasch.
Eine Hypovitaminose an Vitamin E führt zu einem Gewebesauerstoffmangel in Organen mit hohem Sauerstoffbedarf.
Klinische Erscheinungsformen des Vitamin-E-Mangels:
Bei der Behandlung mit Vitamin E kann sich eine Hypervitaminose entwickeln, die unter anderem zu einer verminderten Gerinnbarkeit (durch gestörte Vitamin-K-Absorption), Thrombozytopenie, Hypoglykämie, dyspeptischen Erscheinungen, einer Abschwächung des Dämmerungssehens infolge Antagonismus mit Vitamin A, Muskelkrämpfen, Potenzstörungen und Kopfschmerzen führt;
Vitamin E gilt auch bei hohen Dosierungen als relativ ungiftig und verursacht in der Regel keine schwerwiegenden Nebenwirkungen; jedoch können bei sehr hohen Dosen Durchfall, Blähungen und Übelkeit auftreten; in einigen Fällen wird zudem eine Erhöhung des arteriellen Blutdrucks beobachtet;
Die Aufnahme von Vitamin E in extrem hohen Dosierungen (über 10.000 IE pro Tag) kann während der Schwangerschaft angeborene Fehlbildungen beim Kind hervorrufen;
Der Gehalt an Vitamin E in den folgenden Lebensmitteln (Milligramm pro 100 g):
Zu den Vitamin E reichhaltigen Lebensmitteln zählen unter anderem Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte, Leber, Mandeln, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne sowie verschiedenes Gemüse.
Zu den pharmakologischen Präparaten, die das Vitamin E enthalten, gehören Ajewit (Vitamin-E-Azetat), Witrum und Sentiwa.
Die Zusammenwirkung von Vitamin E
Polyungesättigte Nahrungsöle und Fette erhöhen den Bedarf an Vitamin E; zur Vermeidung eines Defizits kann eine Zufuhr von 5 bis maximal 20 Milligramm pro Tag notwendig sein. Das empfohlene Verhältnis der Vitamin-E-Zufuhr zur Verhinderung eines Defizits bei erhöhter Aufnahme polyungesättigter Fette beträgt 0,4 mg Vitamin E pro Gramm Fett.
Das Vitamin E und das Selen sind so eng miteinander verbunden, dass eine Auffüllung eines Defizits auch die proportionale Aufnahme anderer Nährstoffe erfordert.
Der Mangel des Vitamins E kann zur Senkung der Konzentration des Magnesiums in den Texturen bringen.
Das Fruchtbarkeitsvitamin und das Selen sind miteinander so eng verbunden, dass die Aufnahme ein für die Auffüllung des Defizits die proportionale Aufnahme anderer fordert.
Wird Vitamin E zusammen mit dem Eisen eingenommen, oxidiert das Vitamin und gelangt in den Darmkanal in die inaktive Form; die oxidationsfähige Eisendoppelbindung bewirkt dies nicht.
Unter der Einwirkung von UV-Strahlen verliert Vitamin E seine heilende Wirkung; erhitzte Fette zerstören das Vitamin E.
Ein Zinkmangel kann die Symptome eines Vitamin-E-Mangels verstärken.
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