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Das Gras des Hartheus

Wundkräuter Des Hartheus das Gras – die populäre Arzneipflanze, die in der traditionellen und Volksmedizin breit verwendet wird, was von seiner komplizierten chemischen Verbindung bedingt ist.

Pharmakologische Eigenschaften

Das Gras des Hartheus wirkt entzündungshemmend, sekretionshemmend, krampflösend, beruhigend, heilkräftig, zusammenziehend, blutstillend und tonisierend.

Die genannten Wirkungen des Grases des Hartheus sind auf die Wirkung ihrer wirksamen Bestandteile zurückzuführen: Flavonoide (die Pigmente, die Zwetschken gelb färben), Anthocyane (die Pigmente des Zellinhalts von Früchten und Zwetschken), ätherische Öle, Gerbstoffe und harzige Substanzen, Mineralsalze sowie organische Säuren.

Die korrekte Anwendung des Grases des Hartheus ermöglicht die Aktivierung der Verdauung, die Regulation der Stoffwechselprozesse im Organismus, die Vergrößerung der Diurese (Harnmenge), die Verbesserung der Blutversorgung der inneren Organe, die Festigung des Zahnfleisches, die Förderung der Herzaktion sowie die Verstärkung der Abwehrkräfte und anderer Funktionen.

Anwendungshinweise

Das Gras des Hartheus, dessen Eigenschaften einen starken therapeutischen Effekt bedingen, wird bei Geschwüren, Gicht, Rheuma, nervösen Erkrankungen, depressiven Psychosen, Erkältungskrankheiten, nächtlichem Einnässen, Erkrankungen des kardiovaskulären Systems und des Verdauungstraktes, Nierenerkrankungen, der Gallenblase und der Leber eingesetzt.

Auch ist das Gras des Hartheus, dessen Anwendung nur nach Vereinbarung mit dem Arzt erfolgen sollte, bei langdauernder Gaumenmandelentzündung, Epilepsie, diffuser toxischer Struma, onkologischen Erkrankungen, Lungentuberkulose und Hauterkrankungen sowie bei Wurmbefall, Diathesen, Blüten und Mundentzündungen wirksam.

Das Gras des Hartheu bildet die Grundlage für die Zubereitung solcher pflanzlicher Antibiotika wie Imanin und Novoimanin. Die genannten Präparate werden bei Pharyngitis, Kieferhöhlenentzündung, Rhinitis, Mastitis, Phlegmone, Abszessen, eiterigen Wunden sowie schweren Brandwunden eingesetzt.

Die Anwendung des vorliegenden Grases ist aktuell und in der Zahnmedizin verbreitet, wo die Tinktur des Hartheus zur Beseitigung von Mundgeruch und zur Festigung des Zahnfleisches verwendet wird.

Anwendungsart

Wundkraut Aus dem Gras des Hartheus kann man die Tinktur, den Sud, den Extrakt, den Tee, das Öl vorbereiten.

Die Zubereitung der Tinktur aus Hartheusgras erfolgt wie folgt: Ein Glas kochendes Wasser wird über einen Esslöffel des zerkleinerten Grases gegossen und die Mischung eine halbe Stunde ziehen gelassen. Vor den Mahlzeiten werden 3–4 Mal täglich etwa ein Drittel des Glases eingenommen.

Für den Sud werden dieselben Proportionen von Wasser und Gras wie für die Tinktur verwendet; die Mischung wird 15 Minuten gekocht, abgekühlt, gefiltert in mehrere Portionen aufgeteilt und im Laufe des Tages eingenommen.

Das Öl aus Hartheusgras wird aus frischem Material hergestellt: 20 g Gras werden mit 200 ml Leinöl oder Sonnenblumenöl übergossen und über zwei Wochen bei gelegentlichem Schütteln stehen gelassen.

Das gewonnene Öl dient der äußeren Anwendung bei Geschwüren, Wunden, eitrigen Entzündungen, starken Verletzungen sowie Verbrennungen.

Der Extrakt (alkoholische Tinktur) aus Hartheusgras wird durch Einweichen der Mischung aus 40 g Gras und 100 ml Spiritus an einem dunklen Ort für 10 Tage hergestellt. Anschließend wird die alkoholische Tinktur filtriert; oral werden dreimal täglich bis zu einer maximalen Einzeldosis von 50 Tropfen eingenommen, äußerlich werden 30–40 Tropfen in etwas Wasser gelöst.

Nebenwirkungen

Die Anwendung des Hartheusgrases in den empfohlenen Dosen führt in der Regel nicht zu unerwünschten Folgen; selten können jedoch Magenfülle, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Verstopfung, Übelkeit, allergische Reaktionen sowie Kopfschmerzen und Unruhe auftreten.

Eine zu starke Tinktur aus Hartheusgras kann Schmerzen und Krämpfe im Darmkanal hervorrufen.

Bei der Langzeitanwendung von Hartheusgras kann eine vorübergehende Impotenz beobachtet werden; diese normalisiert sich jedoch nach Absetzen des Präparats innerhalb weniger Wochen. Hohe Konzentrationen an Hartheusgras können zudem die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Gegenanzeigen zur Anwendung

Der Hartheus wird bei Hypersensibilität gegen floride Komponenten sowie bei Hypertonie nicht angewendet, da er den Blutdruck erhöhen kann; zudem ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung mit Antidepressiva und anderen natürlichen Substanzen, die Monoaminoxidase hemmen.

Der Hartheus sollte aufgrund der schwachen toxischen Wirkung seiner Kontraindikationen sowie während der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Zusätzliche Informationen

Aufguss und Tinktur des Hartheus dürfen nicht länger als zwei Tage an einem kühlen Ort aufbewahrt werden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Wenn sich Liebende küssen, verlieren beide pro Minute 6,4 kcal, dabei tauschen sie jedoch fast 300 verschiedene Bakterienarten aus.


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