Aktinomykose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Fortgeschrittener Aktinomikose

Zum ersten Mal wurde 1877 über die Aktinomykose von dem deutschen Gelehrten Bollinger berichtet, der eitrige Infektionen der Genitalien bei Frauen untersuchte und diese nosologische Form der Infektion neu abgrenzte. Heute ist bekannt, dass sich die Aktinomykose durch verschiedene Arten aerober oder anaerober laktischer Pilze manifestiert. Aufgrund ihres Aktivitätscharakters sind sie den Bakterien ähnlich; sie entwickeln sich im Boden, im Wasser und auf Pflanzen sowie saprophytisch auf Schleimhäuten von Tieren und Menschen. In der Regel gelangt die Aktinomykose in den Organismus über den Luft-Tröpfchenweg oder durch Verletzungen der Hautdecke und Schleimhaut. Unter günstigen Bedingungen breitet sich die Erkrankung im Körper schnell aus und entwickelt die Fähigkeit zu einer lymphohämato-genetischen metastatischen Entwicklung.

Ursachen der Aktinomykose

Die Ätiologie dieser Erkrankung ist unzureichend erforscht. Man geht davon aus, dass die Aktinomykose im Bereich von Mund und Gesicht unter dem Einfluss mikroskopisch kleiner, bitterer und schleimiger Konkrementen entsteht, welche Träger der Infektion sind. Meistens erkranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, das nicht in der Lage ist, oxidativen Wiederaufbauprozessen im Gewebe standzuhalten. Männer erkranken häufiger als Frauen; dies wird teilweise auf den breiten Vertrieb schädlicher Gewohnheiten unter der stärkeren Hälfte der Menschheit zurückgeführt. Je nachdem, wie die Aktinomykose in den Organismus gelangt ist, unterscheidet man zwei Formen: primär und sekundär. Die primäre Form entwickelt sich infolge des unmittelbaren Eindringens von Bakterien ins Gewebe. Die sekundäre Aktinomykose im Bereich von Mund und Gesicht wird durch die Ausbreitung einer Infektion über den lymphohämatogetischen Weg bedingt.

Symptome der Aktinomykose

Die Ärzte unterscheiden drei Formen der Erkrankung bei der Aktinomykose:

  • Gummöse Knoten – meist betroffen sind Kinder im jüngeren Schulalter. Die Infiltrate erscheinen lila-rot oder graubraun gefärbt. An den Infektionsstellen wird die Haut verdichtet; es bilden sich Fisteln und Geschwüre, aus denen eitriges Material mit dichten Einlagerungen (periodisch abgeschieden) austritt.
  • Die Pusteln sind weniger tief, neigen jedoch zur Bildung von eitrig-entzündlichen Prozessen. Je nach Verlauf der Hautinfektion entstehen Eiterkrusten.
  • Bei der Geschwüraktinomykose variiert die Tiefe der Defekte erheblich ebenso wie das Ausmaß der Knoteninfiltration. Die Jassowtschki führen zur Vernarbung des Gewebes, während die Rubzowoi Atrophien verursachen.

Obwohl bei den Patienten meist eine Aktinomykose im Bereich von Kiefer und Gesicht beobachtet wird, kann sich die Infektion an beliebiger Stelle der Hautdecke entwickeln. Dieser Prozess wird von unterschiedlichsten Symptomen begleitet; daher werden wir hier vorrangig die wesentlichen Merkmale der Infektion herausarbeiten.

  • Ein Anstieg der Körpertemperatur sowie das Auftreten eines Schmerzsyndroms.
  • Das Auftreten eines eitrigen Ausflusses ohne spezifischen Geruch.
  • Eine Störung der Menstruationsfunktion bei Frauen im Krankheitsfall.
  • Bei der genitalen Form der Erkrankung zeigen sich bei Patientinnen dichte Infiltrate, schleichende Entzündungsprozesse sowie eine Eiterung.

Die Diagnosestellung der Aktinomykose.

Die Inkubationszeit der Infektion beträgt einige Wochen bis zu zwei bis drei Jahren; daher hängt das Behandlungsergebnis vollständig davon ab, ob die Krankheit rechtzeitig erkannt wurde. Im Rahmen der Diagnostik werden Hautallergietests, eine Differentialdiagnose sowie immunologische Verfahren eingesetzt.

Die Behandlung der Aktinomykose.

Aktinolysat – Präparat zur Behandlung der Aktinomikose Den Patienten werden bei der Therapie der Aktinomykose Breitbandantibiotika, Jodprparate sowie Vitamine und ein Aktinolysat verschrieben. Das Aktinolysat wird aus Kulturen pathogener anaerober Strahlenpilze gewonnen und intramuskulär appliziert. Die Standarddosierung beträgt 1–4 ml des Präparates zweimal wöchentlich. Der Therapieverlauf der Aktinomykose dauert in der Regel etwa anderhalb Monate. Der Arzt sollte dabei die allgemeinen, lokalen und Herdreaktionen des Organismus zur Früherkennung von Komplikationen sorgfältig überwachen.

Im Allgemeinen erhalten Patienten bei der Aktinomykose zwei bis drei Kuren mit einer Pause zwischen ihnen von einem bis zwei Monaten; entwickelt sich beim Kranken eine schwere Aktinomykose, entscheiden die Ärzte über die chirurgische Entfernung des Infektionsherdes. Zur maximal schnellen Rehabilitation werden dem Menschen Plasma, Hämotherapie und Autohämotherapie zugeführt, wobei große Aufmerksamkeit den Faktoren gewidmet wird, die eine Senkung der Immunität herbeirufen.

Bei adäquatem Vorgehen und termingemäßer Diagnose ist die Prognose der Behandlung der Aktinomykose vollkommen günstig; zudem darf die Prophylaxe der Erkrankung nicht vergessen werden, die in der Sanierung des Mundraums, elementarer Hygiene sowie der Vermeidung von Haut- und Schleimhauttraumata besteht.

Ob Folgende Punkte sind zu beachten:

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