Bagomet

Tabletten mit filmüberzogenem Pancreatin Bagomet – Wirkstoff mit blutzucker senkender Wirkung, zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Ineffektivität der Therapie mit Sulfonylharnstoffen.

Darreichungsform und Inhalt

Bagomet wird in folgenden Darreichungsformen mit dem Wirkstoff Metformin-Hydrochlorid freigesetzt:

  • Tabletten, überzogen mit einer Filmhülle, à 500 mg (je 10 Tabletten pro Blister);
  • Retardtabletten, überzogen mit einer Filmhülle, zu 850 mg und zu 1000 mg (je 10 Tabletten pro Blister).

Anwendungshinweise

Bagomet wird zur Behandlung des Typ-2-Diabetes verschrieben, insbesondere in Kombination mit Fettstoffwechselstörungen, auch dann, wenn die Therapie mit Sulfonylharnstoffen nicht ausreichend wirksam ist.

Bagomet kann als Monotherapie oder gleichzeitig mit Insulin bzw. anderen oralen hypoglykämischen Mitteln angewendet werden.

Die Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Arzneimittels
  • Diabetes mellitus im Zustand der ketoazidotischen Komplikation oder bei präkomatösem Verlauf sowie bei Nierenversagen
  • Niereninsuffizienz oder eine Funktionsstörung der Niere
  • Einhaltung einer hypokalorischen Diät (weniger als 1000 kcal pro Tag)
  • Laktatazidose (auch in der Vorgeschichte)
  • Klinisch manifestierte Symptome chronischer und akuter Erkrankungen, die zu einem Gewebefehl im Sauerstoffangebot führen können (u. a. akuter Herzinfarkt oder kardiale bzw. respiratorische Insuffizienz)
  • Chronischer Alkoholismus sowie akute Alkoholvergiftung
  • Akutes Nierenversagen und eine Funktionsstörung der Leber

Bagomet ist bei akuten Zuständen mit Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion (z. B. Niereninsuffizienz) kontraindiziert.

  • Dehydratation (bei Erbrechen oder Durchfall), Fieber sowie schwere Infektionen
  • Kontraindikation bei Hypoxie (Sepsis, Schock), bronchialen Erkrankungen sowie renalen Infektionen.

Das Medikament ist für stillende und schwangere Frauen kontraindiziert; zudem darf es nicht während der präoperativen Phase umfangreicher chirurgischer Eingriffe oder bei Traumen angewendet werden, wenn eine Insulintherapie durchgeführt wird.

Die Einnahme von Tabletten ist bei Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr auf eine Dosis von 500 mg und bei Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr auf 850 bzw. 1000 mg kontraindiziert.

Es ist ratsam, Bagomet mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere im fortgeschrittenen Alter sowie bei der Ausübung schwerer körperlicher Arbeiten.

Anwendung und Dosierung

Die Dosierung von Bagomet orientiert sich am Blutzuckerspiegel und wird individuell vom Arzt festgelegt.

Zu Beginn der Therapie werden üblicherweise 2 bis 3 Tabletten (entsprechend 500 mg) täglich in 2 bis 3 Einzeldosen eingenommen; diese Dosierung wird bei ausgeprägter Verdauungsstörung empfohlen. Bei fehlenden Nebenwirkungen kann die Dosis schrittweise erhöht werden. Das Maximum beträgt 6 Tabletten pro Tag, verteilt auf drei Einzeldosen.

Bei Jugendlichen und Kindern ab dem 10. Lebensjahr wird üblicherweise eine Tablette Bagomet (500 mg) täglich eingenommen. Die Dosierung sollte je nach klinischer Reaktion des Patienten nach 10 bis 14 Tagen angepasst werden. Die maximale Tagesdosis liegt bei 4 Tabletten, verteilt auf drei Einzeldosen.

In der Kombinationstherapie mit Insulin liegt die mittlere zirkadiane Dosierung bei 1500 mg; die Insulindosis wird vom Arzt basierend auf den Glukosewerten festgelegt.

Bei der Anwendung von Bagomet in Form von Tabletten mit verlängerter Wirkdauer beträgt die Anfangsdosis 850 oder 1000 mg. Die Tabletten sollten zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sicherzustellen; bei guter Verträglichkeit kann die Dosierung schrittweise erhöht werden. In der Regel liegt die Erhaltungsdosis bei 1700 mg und das Maximum bei 2550 mg täglich.

Bei der Einleitung der kombinierten Therapie wird üblicherweise eine Tablette Bagomet (850 oder 1000 mg) täglich eingenommen.

Nebenwirkungen

Häufig treten bei der Anwendung von Bagomet Laktatazidosen auf. Frühe Warnzeichen sind Verdauungsstörungen (Übelkeit, Durchfall, Erbrechen), Schwindel, Fieber sowie Bauch- und Muskelschmerzen.

Bei einer zufälligen Überdosierung ist eine Magenspülung erforderlich.

Besondere Hinweise

Während der Anwendung von Bagomet ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers nach den Mahlzeiten sowie nüchtern erforderlich.

Symptome wie Erbrechen, Muskelschmerzen, allgemeine Schwäche und starkes Unwohlsein können auf eine beginnende Laktatazidose hindeuten. Treten diese Zeichen auf oder besteht der Verdacht auf eine Infektion (z. B. Pocken oder Bronchopneumonie), so ist die Einnahme des Medikaments sofort einzustellen und ein Arzt zu konsultieren.

Das Präparat sollte zwei Tage vor radiologischen Untersuchungen sowie vor Operationen unter Allgemeinanästhesie, Peridural- oder Spinalanästhesie abgesetzt werden.

Während der Anwendung von Bagomet ist der Alkoholkonsum zu vermeiden, da dies das Risiko einer Laktatazidose erhöht.

Es liegen keine Hinweise darauf, dass das Medikament die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs beeinträchtigt; dennoch sollte bei der Einleitung einer kombinierten Therapie mit anderen hypoglykämischen Mitteln Vorsicht walten gelassen werden, da eine Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit auftreten kann.

Analoga

Zu den Analoga von Bagomet gehören:

  • Wirkstoffe: Lanscherin, Formetin, Gliformin, Metospanin, NowoFormin, Metadijen, Glikofasch, Sofamet
  • Wirkmechanismus: Glidiab, Gljumedeks, Glibeks, Diabefarm, Diabinaks, Gljurenorm, Glibenklamid, Gljukostabil, Gliklada, Glimepirid, Glemas, Mowogleken, Glimidstada, Maniglid, Diatika, Glidanil, Meglimid, Diabetalong, Diamerid

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Das Arzneimittel wird ausschließlich nach ärztlicher Verordnung (gemäß der entsprechenden Liste) abgegeben.

Lagern Sie bei Temperaturen von bis zu 25 °C.

Die Haltbarkeitsdauer des Präparats beträgt 2 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Wäre die Leber gestoppt, wäre der Tod binnen weniger Tage erfolgt.


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