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Schlitterra-Krankheit

Im Wesen handelt es sich bei der Schlitterra-Krankheit um eine Nekrose des Knorpel- und Knochengewebes im oberen Bereich – eine Chondropathie der Rauhigkeit – des Schienbeins.

Symptome, Ursachen und Diagnostik der Schlitterra-Krankheit

Im Wesentlichen handelt es sich bei der Schlatter-Krankheit um einen Nekrose des Knorpel- und Knochengewebes im oberen Bereich des Schienbeins In der überwiegenden Mehrheit der Fälle entwickelt sich die Schlatter-Krankheit langsam und betrifft meist nur einen Unterschenkel. Die Patientinnen beklagen Symptome wie Anschwellung und Schmerzen am Ansatz der Quadrizepssehne im oberen Bereich des Unterschenkels; diese Beschwerden steigern sich beim Gehen, Kniebeugen und Anpressen.

Die Schlatter-Krankheit wird vorwiegend bei Jugendlichen zwischen neun und achtzehn Jahren diagnostiziert, insbesondere beim männlichen Geschlecht. Als Ursache gilt eine Verletzung durch übermäßige Belastung des Knieschenkelbandes am Tuberkulum; dies kann sowohl als einmaliger Stoß als auch durch regelmäßige Mikrotraumata entstehen.

Zur Risikogruppe gehören Jugendliche, die sich mit traumatischen Sportarten wie Fußball oder Hockey betreiben. Eine ähnliche Situation kann sich auch infolge der Verkürzung des Kniebandes entwickeln; jedoch zeigen laut weltweiter Statistik nur fünf Prozent aller Schlatter-Krankheitspatienten eine sportliche Inaktivität.

Intensive Wachstumsphasen bei Teenagern und regelmäßige Muskelbelastungen werden über das Band auf die Rauhigkeit des Schienbeins übertragen. Dies provoziert dessen Ablösung sowie Entzündung und Dystrophie des Bands.

Bei der radiologischen Untersuchung des betroffenen Bereichs zeigt sich eine Zerstörung (Fragmentation) des Schienbeins. Zur Diagnostik der Schlatter-Krankheit werden Ultraschalluntersuchung, nuklearmedizinisches Scannen, die Messung lokaler Leuchtdichten sowie labormedizinische Untersuchungen eingesetzt; in einigen Fällen kommen zudem Computertomographie oder Magnetresonanztomographie zum Einsatz.

Behandlung der Schlatter-Krankheit

Die Behandlung der Schlatter-Krankheit erfolgt primär durch die Linderung des Schmerzsyndroms mittels moderner schmerzstillender Medikamente. Die Patienten müssen das betroffene Gliedmaße ruhigstellen und überflüssige körperliche Belastungen vermeiden, die das Beugen des Knies erfordern. In der Regel gehen die Symptome nach einigen Wochen zurück.

Laut weltweiter Statistik betreiben nur 5 % der an Schlattra Erkrankten keinen Sport. Bei der Behandlung der Schlatter-Krankheit erwiesen sich Elektrophorese mit Kalzium sowie Lidocain, Aminophyllin und Kokarbonyl als wirksam; zudem wurden Paraffin- und Schlammbäder, Heilmassage, Sporttherapie und Kurbehandlung eingesetzt.

In manchen Fällen ist für die Behandlung der Schlatter-Krankheit das Anlegen einer Gipsbinde oder die Injektion steroidhaltiger Präparate direkt in den Entzündungsherd erforderlich. Die chirurgische Therapie umfasst die Entfernung freier Knochenfragmente; zudem kann zur Beschleunigung des Heilungsprozesses oder bei anhaltenden Beschwerden auch auf eine Operation zurückgegriffen werden. Die Rehabilitationsphase nach dem Eingriff dauert je nach Schweregrad einige Monate bis zu einem Jahr.

Folgen der Schlatter-Krankheit

Trotz weit verbreiteter Missverständnisse heilt die Schlatter-Krankheit nicht spontan ab. Die Behandlung stellt einen langwierigen Prozess (bis zu mehreren Jahren) dar; bei termingemäßer Therapie und Beharrlichkeit können jedoch günstige Ergebnisse erzielt werden. Die Mehrheit der Patientinnen ist nach Abschluss des Krankheitsprozesses vollständig geheilt. In Einzelfällen können nach der Genesung im Bereich des Unterschenkels Narben zurückbleiben. Zudem können Instabilitätsmanifestationen als Folge der Schlatter-Krankheit auftreten.

Ob Sie sollten wissen:

Laut Statistiken erhöht sich das Risiko für Rückentraumata am Montag auf 25 %, während das Risiko für einen Herzinfarkt auf 33 % ansteigt. Bitte seien Sie vorsichtig.


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